Diese allerletzte Sekunde…

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…wenn ich die nicht hätte, dann würde hier wohl manchmal eine kleine Hungersnot ausbrechen, das Haus würde im Chaos versinken und meine Familie würde ihr Dasein in Langeweile und Ungemütlichkeit fristen. Aber glücklicherweise gibt es sie, diese eine allerletzte Sekunde. Und so rettet sie mich gar nicht so selten aus so manch kleiner Not. Wie heute zum Beispiel. Noch vor einer Stunde hättest du in unserem Haus garantiert nichts, überhaupt GAR nichts gefunden, was daran erinnert hätte, dass schon in zwei Tagen der erste Advent ist. Und das wo ich die Vorweihnachtszeit fast noch mehr liebe als das eigentliche Weihnachtsfest. Meine Kinder fordern schon seit Tagen Erklärungen warum alle, wirklich ALLE schon festlich geschmückt haben, nur wir nicht. Ts, ts, ts!

Und wie so oft, in der Not lässt sich aus einem Haufen Nichts plötzlich ganz, ganz viel zaubern. Mit dem was gerade im Haus war habe ich nicht einen, nein – gleich 2 Adventskränze gebastelt. Das war nicht geplant, aber weil ich mir nicht sicher war ob Variante 1 mir wirklich gefällt, habe ich gleich noch eine zweite, klassische Variante gemacht…

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Unser Adventskranz dieses Jahr ist schlicht und einfach, und trotzdem lässt er mein Herz wild auf und ab hüpfen, denn er erinnert mich auf wunderbarerweise an die schwedischen St. Lucia-Lichterkränze – und nach unserem diesjährigen Kurzurlaub in Schweden (hier und hier) ist alles einfach nur schön, toll und zauberhaft, was die Erinnerung an Skandinavien wieder aufleben lässt.

Für den Adventskranz habe ich einfach ein paar buschige Buchszweige aus dem Garten mit etwas grünem Draht zu einer zusammengebunden und anschließend zu einem Kranz verbunden. Mit der Heißklebepistole schnell noch ein paar Holzperlen aufgeklebt, 4 große weiße Kerzen befestigt (auch mit der Heißklebepistole – es musste ja schnell gehen) und fertig ist der einfache und dennoch schöne Lichterkranz.

Die zweite Adventskranz-Variante, bei der ich mir noch nicht sicher bin ob ich ihn wirklich mag oder nicht, sieht übrigens so aus…

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Gebastelt habe ich ihn aus kleinen Holzsternen, die ich beim letzten Wocheneinkauf aus der Mini-Weihnachtsdeko-Abteilung im Supermarkt mitgenommen hatte. Die Sterne habe ich ebenso mit etwas Heißkleber zusammengeklebt und dabei darauf geachtet, dass sie beim Zusammenkleben kreisförmig angeordnet sind. Zum Schluss noch 4 weiße Christbaumkerzen daran befestigen (Heißkleber), rote Schleifchen drum und fertig ist die rustikale Kranz-Variante.

Heute Nachmittag wird noch der Adventskalender vom letzten Jahr in der Küche auf den Bilderleisten aufgebaut und im Laufe des Wochenendes gefüllt…

EmmaBee.Advent4

Während ich in den letzten Jahren immer versucht habe den Kalender neben Süßem auch mit ein paar Kleinigkeiten zum Spielen oder Basteln zu befüllen, habe ich nun beschlossen, dass es  dieses Jahr nur Süßigkeiten in den kleinen Döschen geben wird. 3 Kinder mit süßen und nützlichen Kleinigkeiten zu überraschen ist nicht nur unglaublich aufwendig sondern kann auch sehr schnell ziemlich kosten aufwendig werden. Und weil es sowieso schon viel zu tun gibt, und es im Dezember auch noch genug andere Geschenke hagelt, dürfen meine 3 kleinen Damen sich in diesem Jahr über den heiß begehrten Süßkram freuen. Den Dosen-Adventskalender hatte ich letztes Jahr aus leeren Marmeladen-Dosen gebastelt. Er ist ratzfatz fertig und lässt sich jedes Jahr aufs Neue wieder befüllen. Die Anleitung findest Du übrigens hier.

Schön langsam kommen wir auch hier in Fahrt, und wenn die Zeit am Wochenende reicht, dann backen wir auch schon einmal eine erste Runde Lieblingsplätzchen…

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Die Fensterkekse schmecken lecker und sind dabei auch noch richtig schön anzusehen.  In der Mitte der Butterplätzchen sorgen kleine, Frucht- oder Kramellbonbon-Stücke für ein hübsches, teilweise durchsichtiges Fenster dass herrlich knackt wenn man darauf beisst. Das Rezept für die Fensterkekse findest Du hier.

So, das war’s fürs Erste. Das erste Adventswochenende kann nun kommen, ich bin bereit.

Und wie ist’s bei Dir? Freust Du Dich schon auf die Adventszeit?

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

Allerliebst,

*bee

 

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Herbst, ich liebe Dich…

…nicht unbedingt für das wenige Sonnenlicht, den eisigen Wind und all die Pfützen die du mitbringst. Und auch nicht für all die Erkältungskrankheiten und sonstigen Wehwehchen die jetzt über mich und meine Familie hereinfallen, nein, nein – das braucht nun wirklich kein Mensch. Aber lieber Herbst, was lieb ich Dich für all die gemütlichen Stunden auf der Couch, für das Gefühl, dass Kerzenlicht noch nie schöner war als jetzt, und vor allem für deine wunder-, wunderbare Herbstküche!

Jedes Jahr, pünktlich zum Herbstbeginn, krame ich meine Suppen-Kochbücher hervor und verteile kleine PostIt-Lesezeichen. Meiner Meinung nach gibt es wenige Gerichte die so dankbar und gutmütig sind wie eine gute, herzhafte Suppe. Wenn du zu dieser Jahreszeit meinen Kühlschrank öffnest, lacht dich garantiert ein großes Weckglas, mit einem leckeren Süppchen darin, an. So eine Suppe macht sich immer gut, sie ist schnell zubereitet, gesund und geduldig, denn sie schmeckt auch am nächsten und am übernächsten Tag noch lecker. Die Suppenküche erlaubt viel, viel Spielraum für kulinarische Eigenkreationen. Alles was man dafür braucht sind ein paar Grundzutaten und ein wenig Phantasie…

EmmaBee.Tomatensuppe3

Weil Tomaten schon in wenigen Wochen nicht mehr schmecken wie Tomaten, habe ich mir heute dieses leckere Süppchen gegönnt. Es schmeckt wunderbar nach dem letzten Italien-Urlaub, nach Sommer und nach ganz viel Sonne. Die Mozzarella-Basilikum-Croutons machen die Tomatensuppe gleichzeitig angenehm herzhaften und sättigend. Wie wunderbar!

EmmaBee.Tomatensuppe2

Zu diesem fruchtigen Süppchen hat mich die Ofentomaten-Sauce von Tim Mälzer inspiriert. Diese Soße gehört zu einer meiner allerliebsten Tomatensoßen, und ich koche sie schon seit Jahren oft und gerne. Sie schmeckt unglaublich lecker, und zwar nicht nur zur Pasta sondern auch als Dip zum Brot oder zu Fleisch und Fisch. Und mit ein paar Handgriffen mehr wird aus der Ofentomaten-Sauce eine wunderbare Rösttomatensuppe mit Mozzarella-Basilikum Croutons…

EmmaBee.Tomatensuppe1

Rezept für Rösttomaten-Suppe mit Mozzarella-Basilikum-Croutons (4 Personen):

Backofen auf 240 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. 1,5 kg aromatische Tomaten waschen, halbieren und den Strunk herausschneiden. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und 2 EL Zucker gleichmäßig darauf verteilen. Die Tomaten mit der Schnittseite nach unten auf das Blech und den Zucker legen. Tomaten auf der obersten Schiene im Backofen 10 Minuten rösten, bis die Haut langsam beginnt schwarz zu werden und sich zu lösen.

Tomaten aus dem Backofen holen, Temperatur auf 220 Grad reduzieren. Tomatenschale vorsichtig von den Tomaten ziehen. Tomaten und den ausgetretenen Saft in eine große Auflaufform geben. 2 gehackte, große Knoblauchzehen, 4 Thymian-Zweige, 4 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer hinzufügen und die Soße auf der mittleren Schiene des Backofens weitere 15 Minuten braten. Währenddessen 500 ml heiße Gemüsebrühe zubereiten. Nach der Garzeit Tomatensoße aus dem Ofen holen, Gemüsebrühe hinzugeben, pürieren und evtl. noch einmal abschmecken.

8 Scheiben Vollkorntoast mit einem scharfen Messer von ihrer Rinde befreien. Eine Handvoll Basilikum waschen, trocknen und fein hacken. Eine halbe Mozzarella-Kugel in dünne Scheiben schneiden, mit etwas Küchenkrepp trocken tupfen. 4 der entrindeten Toastbrotscheiben dünn mit etwas Pesto al Genovese (Fertigprodukt) bestreichen, mit Mozzarella und Basilikum belegen und jeweils mit einer Toastscheibe abschließen. Die ‚Toast-Sandwiches mit einem Nudelholz vorsichtig platt rollen. Eine (Grill-)Pfanne mit 1 EL Olivenöl erhitzen und den Toast von beiden Seiten anbraten, bis der Mozzarella geschmolzen ist und die Brotscheiben gut aneinander haften. Den Toast auf ein Brettchen geben, ganz kurz abkühlen lassen und in mundgerechte Würfel schneiden. Die Mozzarella-Basilikum-Croutons zu der Suppe servieren!

EmmaBee.Tomatensuppe4

Übrig gebliebene Suppe ist ohne Probleme ein paar Tage im Kühlschrank haltbar und schmeckt mit jedem Tag noch ein klein wenig besser. Ich bewahre meine Suppe übrigens am allerliebsten in diesen großen Weckgläsern auf: da passt viel rein und es sieht auch noch hübsch und appetitlich aus.

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Und über was freust du dich im Herbst am allermeisten? Vielleicht hast Du ja auch ein Lieblingsgericht, ein Rezept für eine leckere Suppe oder eine andere Köstlichkeit die du mit mir teilen willst?

Ich freue mich von Dir zu hören.

Allerliebst,

*bee

Ein feines Rezept gegen das montägliche Och-nööö-Gefühl…

EmmaBee.Halloumi1

Weißt Du wie ich einen Großteil meines Sommers verbracht habe? Ich erzähl’s Dir: jeden Abend habe ich den Tisch im Garten gedeckt, ein paar Leckereien zu einem Salat zusammengeworfen, der Grill wurde angeschmissen und anschließend habe ich, jeden Tag aufs Neu,e tonnenweise Halloumi verdrückt… Ach wie wunderbar! Ich liebe den zypriotischen Grillkäse so sehr, dass mir in diesem Sommer selten etwas anderes auf den Rost kam. Vor einigen Jahren noch musste man den ganzen Wintern hindurch eine elende Halloumi-Durststrecke erleiden, bevor er endlich im Frühsommer wieder in die Supermarkt-Regale zurückkehrte. Heutzutage bekommt man den schneeweißen Käse meist ganzjährig zu kaufen, warum also nicht ein wenig Sommerküche in den Herbst und in all die anderen Jahreszeiten retten… „Quietschekäse“ (wie meine Kinder den Halloumi nennen) geht immer und braucht glücklicherweise auch gar nicht viel drumherum um einfach nur köstlich zu schmecken…

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Heute Mittag habe ich mir feinen Halloumi im Thymian-Haselnussmantel mit Ofengemüse gebrutzelt. Und was jetzt ganz schön aufwendig klingt ist in Wirklichkeit mega-einfach und unverschämt lecker. Das Gericht steht in 30 Minuten auf dem Tisch und ist die ideale Kombination aus Sommer-Sehnsuchtsküche und herzhafter und sättigender Herbst-Cuisine…

EmmaBee.Halloumi4

Und so gehts:

Für das herbstliche Ofengemüse 4 Karotten (ich habe 2 lilafarbene und 2 gelbe Karotten verwendet), einen kleinen Hokkaido-Kürbis, 4 mittelgroße Kartoffeln und eine rote Zwiebel waschen, evlt. schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Das Gemüse in eine Schüssel geben und mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und einem EL frischer Thymianblätter  würzen. Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze vorheizen) und das Gemüse währenddessen kurz durchziehen lassen. Anschließend das Herbstgemüse auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und gleichmäßig verteilen. Im Backofen etwa 20 Minuten backen bis das Gemüse goldbraun geröstet und durchgegart ist.

In der Zwischenzeit eine Packung Halloumi in 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Ein paar Haselnüsse (ca. 10 Stück) mit einem scharfen Messer in feine Blättchen schneiden. Haselnussblättchen mit 1 EL frischem Thymian in einem tiefen Teller vermischen. Hallolumischeiben beidseitig mit etwas Olivenöl einpinseln und so lange in die Nuss-Kräutermischung drücken, bis diese an dem Käse haften bleibt. Eine Grillpfanne erhitzen und den Halloumi von jeder Seite goldbraun anbraten.

Halloumi auf dem warmen Ofengemüse anrichten, mit der eventuell übrig gebliebenen Nuss-Kräutermischung bestreuen und sofort servieren.

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Ich liebe dieses Gericht für seine Einfachheit und seine unglaubliche Geschmacksvielfalt. Und weil vom Ofengemüse sogar noch etwas übrig geblieben ist, freue ich mich morgen über einen kalten Herbst-Salat mit Ziegenkäse. Hmmmm….!

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Hach, so einfach ist es manchmal die Montage von ihrem Och-nööö-Gefühl zu erlösen…

Ich hoffe Du hattest einen guten Start in die Woche.

Habt’s fein!

Allerliebst,

*bee

Meine Vier-Uhr-Pille…

EmmaBee.Ofenpfannkuchen1

…kann auch mal so aussehen. Und ich kann Euch sagen, ich brauche sie momentan dringender denn je, denn jeden Tag aufs Neue steht gegen 16 Uhr der tägliche Beinahe-Nervenzusammenbruch bevor. In jedem Zimmer brüllt ein Kind, maximale Hausaufgaben-Unlust, Langeweile, übermüdetes Baby-Geschrei… ach, irgendeinen Grund für ausgiebiges Geplärr gibt es immer. Und ich, ich sitze mittendrin. Versuche jeden Tag aufs Neue alles beisammen zu halten und bloß nicht die Nerven zu verlieren. Und dann überlege ich kurz ob ich mich a) im Klo einsperren b) selber heulen oder c) die Kita-Buchungszeiten auf 24 Stunden erhöhen soll. Na ja, meist endet die Geschichte dann so… Ich zähle langsam bis 10 (hin und wieder eingesperrt auf dem Klo), atme durch, gehe dann in die Küche und rühre mir das zusammen was ich meine ‚Vier-Uhr-Pille‘ nenne. In der Regel ist das irgendetwas dass diese 3 Kriterien erfüllt: Einfach. Schnell. Gelingsicher. Und im allerbesten Foll werden die Glückshormone wieder aus ihrem Versteck gelockt…

EmmaBee.Ofenpfannkuchen4

Heute war die 4-Uhr-Pille ein Finnischer Ofenpfannkuchen im Glas. Zauberhaft geschmückt mit Beeren und etwas Puderzucker schmeckt diese einfache Pfannkuchenvariante phänomenal. Das Beste daran: der Pfannkuchen bäckt sich von alleine, denn alles was du dafür tun musst, ist die Zutaten zusammenzurühren und den Pfannkuchen für 20 Minuten in den Backofen zu schieben. Der Rest ist Geschichte…

EmmaBee.Ofenpfannkuchen2

Rezept für finnische Ofenpfannkuchen mit Beeren ( 6 Portionen):

Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

170 g Mehl, 2 (große) Eier, 200 ml Milch, 2 EL Zucker, 1 Prise Salz, 1 TL Vanillezucker und 1 TL Backpulver glatt rühren. Zum Schluss einen Schuss sprudeliges Mineralwasser hinzugeben. 6 Weckgläser mit etwas Butter einfetten. Pfannkuchenteig auf die 6 Gläser verteilen. Jeweils einen gehäuften EL Beeren und ein Butterflöckchen über den Pfannkuchenteig streuen. Pfannkuchen etwa 20 Minuten im Backofen backen bis sie durchgebacken und eine schöne goldbraune Farbe bekommen. Die souffleartigen Pfannkuchen aus dem Backofen holen, mit einigen Beeren und Puderzucker bestreuen und sofort löffeln.

EmmaBee.Ofenpfannkuchen3

Selbstverständlich können die Ofenpfannkuchen auch mit anderem Obst (Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschgen, etc.) gebacken werden. Und wer all das nicht mag, lässt das Obst einfach weg und serviert die Pfannkuchen auf die klassische finnische Art: mit Marmalade, Apfelmus oder Ahornsirup.

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Und auch wenn so ein Ofenpfannkuchen die Welt nicht sofort wieder gerade rücken kann, tut er doch ziemlich gut. Für ein Weilchen zumindest… Und wenn die Wirkung nachlässt, das Drama aber nicht, tue ich einfach das was ich immer tue wenn ich das Gefühl habe irgendetwas nicht im Griff zu haben: ich räume auf. Irgendeine große oder kleine Ecke im Haus. Und so hatte ich heute Nachmittag nicht nur einen leckeren Finnischen Ofenpfannkuchen im Bauch sondern im Nu auch ein tadellos aufgeräumtes Schmink-Schränkchen…

Bleibt tapfer und habt ein wunderschöne Wochenende.

Allerliebst,

*bee

Einmal Nervennahrung bitteschön…!

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Ruhe und Gelassenheit gibts jetzt auch zum Löffeln. Jaaaaa! – das ist die gute Nachricht. Und nun die weniger gute Botschaft: bei mir sind Gelassenheit und Entspannung zur Zeit allerhöchstens im Kochtopf zu finden, denn ansonsten fehlt von ihnen leider jede Spur. Irgendwann vor einigen Tagen haben sie sich wohl klang heimlich aus dem Staub gemacht, einfach so. Seitdem versinke ich im Chaos, bekomme garantiert nichts, überhaupt GAR NICHTS im ersten Anlauf hin und verliere darüber mindestens 3875465 Mal am Tag die Nerven. Und also ob das nicht schon schlimm genug wäre, werde ich von einer quengeligen Einjährigen gestalkt, streite mit meinem Schulkind regelmäßig über Sinn und Zweck von Hausaufgaben und versuche ein bockiges Kindergartenkind zur Räson zu bringen. Und zwischendurch suche ich verzweifelt nach den 3 verloren gegangenen Tugenden. Bislang fehlt von ihnen leider immer noch jede Spur, bis zu Ihrem heiß ersehnten Auftauchen tröste ich mich deswegen einfach mit allerbestem Soulfood…

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Dieses Rezept entstand gestern aus einem starken Heißhunger nach leckerem Soulfood und der großen Sehnsucht nach ganz viel Ruhe & Zufriedenheit. Und wenn sie schon nicht so einfach herbeigewünscht werden können, dann löffel ich eben meine große Portion Gelassenheit getarnt als Lavendel-Milchreis mit Zwetschgenröster und Spekulatiusbröseln

EmmaBee.Lavendelmilchreis

Wenn gar nichts mehr geht, Milchreis geht immer. So handhaben wir das zumindest hier bei uns. Milchreis ist ein wunderbares und trostspendendes Essen, geht schnell und schmeckt IMMER. Und weil es dieses Mal etwas ganz besonderes werden sollte, sind noch ein paar eher ungewöhnliche Zutaten mit in den Topf gewandert…

Die im Milchreis mitgekochte Orangenschale aromatisiert leicht und dem in der Schale steckenden Orangenöl wird eine muskelentspannende und stimmungsaufhellende Wirkung nachgesagt. Und weil das zwar gut klingt, aber noch nicht genug ist, darfs noch ein klein wenig Lavendelsirup sein, denn die Lavendelnote passt nicht nur gut zu den Zwetschgen, sondern hat auch noch eine äußerst beruhigende Wirkung. Getoppt wird das ganze mit Spekulatius-Bröseln, die wiederum ganz wunderbar mit dem zimtig-fruchtigen Zwetschgenröster harmonieren. Und so einfach wird aus schnödem Milchreis ein Mega-Turbo-Glücklichmacher…

EmmaBee.Lavendelreis1

Rezept für Lavendel-Milchreis mit Zwetschgenröster und Spekulatius-Bröseln:

1 Liter Milch mit einer Prise Salz, etwas Bio-Orangenschale und 250 g Milchreis unter ständigem Rühren aufkochen  und anschließend bei kleinster Flamme garen bis der Reis weich ist.

In der Zwischenzeit 700 g Zwetschgen waschen, entsteinen und halbieren. Mit 100 – 150 g Zucker (je nach gewünschter Süße), einer Zimtstange und dem Saft einer halben Zitrone langsam köcheln lassen bis die Zwetschgen langsam zerfallen. Vom Herd nehmen und in ein sauberes Glas füllen.

4 Stück Spekulatius in eine Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz zu feinen Bröseln „mahlen“.

Wenn der Milchreis fertig ist, vorm Herd nehmen und etwa 10 Minuten fertig ziehen lassen. Anschließend einige Tropfen Lavendelsirup (gekauft oder einfach selbst gemacht) unterrühren. Lavendel-Milchreis warm mit Zwetschgenröster und Spekulatius-Bröseln servieren. Wer möchte kann noch ein paar frische oder getrocknete Lavendelblüten über das Gericht streuen.

EmmaBee.Lavendelreis4

Also ich falle jetzt vor lauter Gelassenheit (oder war es doch Müdigkeit?!?) beinahe von meinem Stühlchen und mache mich jetzt auf den Weg ins Bett. Und wenn morgige Tag auch nicht so will wie ich, gibt es eben wieder eine Runde Lavendel-Milchreis. Und zwar für ALLE.

Ich wünsche Dir (und mir) das gelassenste Wochenende aller Wochenenden!

Allerliebst,

*bee

PS: Der restliche Zwetschgenröster hält sich im Kühlschrank ein Weilchen und passt auch ganz wunderbar zu anderen Soulfood-Klassikern wie Kaiserschmarrn oder Grießbrei.

Diesem Post schicke ich schon einmal ein kleine Entschuldigung voraus…

Heute mache ich mich vielleicht ein klein wenig unbeliebt – zumindest bei einigen Geburtstagskindern, Jubilaren und Brautpaaren in meinem näheren Umfeld – sorry, ihr Lieben! Es gibt und gab viele, viele wunderschöne Feste, Taufen, Hochzeiten, Geburtstage, Willkommensfeten und Einweihungsfeiern, und viel weitere werden noch folgen, ABER egal wie schön die Braut, wie niedlich der Täufling, wie glücklich strahlend das Geburtstagskind oder wie schick die neue Wohnung auch ist: Augen habe ich irgendwann nur noch für eins: die Käseplatte. Äh…, wie bitte? Äh, JA. Ist einfach so. Die Erinnerung an richtige gute gute Parties und Feste verknüpft mein Gehirn deswegen auch immer mit den entsprechenden Käseplatten.

Weil ich seit vielen Jahren nur noch sehr, sehr selten Fleisch esse, habe ich mein Herz irgendwann an guten Käse verloren. Ein Stückchen würziger Bergkäse, eine Ecke gereifter Pecorino, eine Scheibe  aromatischer Berblumenkäse oder ein Hauch zart-schmelzender Ziegenfrischkäse befördert mich ohne Umwege direkt auf Wolke Sieben. Und für alle die diese große Käse-Liebe mit mir teilen, habe ich heute eine etwas andere Idee für eine wunderbar leckere Käseplatte…

EmmaBee.Camembert3

Statt obligatorischem Käsebrett oder klassischen Käse-Trauben-Spießchen kommt diese Käseplatte im klasischen Hochzeitstorten-Look daher. Mehrstöckig und fein dekoriert mit allerlei leckeren Käse-Begleitern sieht sie nicht nur zauberhaft aus, sondern schmeckt auch noch absolut einzigartig…

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Für die dreistöckige Käse-„Torte“ habe ich 3 verschiedene runde Weichkäse-Sorten verwendet. Begleitet werden Camembert und Co von saftigen Birnen, fruchtigen Feigen, knusprigen Nüssen und aromatischen Kräutern. Mit etwas frischem Baguette und Feigensenf wird die Käseplatte zum mega-starken Glücklichmacker, garantiert!

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Und so gehts:

3 (oder mehr) runde Käselaibe in verschiedenen Größen so aufschneiden, dass sie halbiert sind. Birnen und frische Feigen in dünne Scheiben schneiden und jeweils fächerartig auf je einer Käsehälfte anordnen und mit der zweiten Hälfte des Käses bedecken. Für den letzten Käse eine Handvoll Nüsse klein hacken und die beiden Käsehälften mit der Schnittfläche in die Nüsse drücken, zusammendrücken und die 3 Käselaibe aufeinander stapeln. Mit frischen Kräutern (z.B. Thymian, Rosmarin, Lavendel) dekorieren und auf einer Tortenplatte, einem Brettchen oder einer Platte servieren.

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Durch die mehrstöckige Anordnung lässt der Käse sich ähnlich einer Hochzeitstorte schneiden. Mit unterschiedlich großen bzw. kleinen Käselaiben kann man so für viele oder wenige Gäste eine kleine Köstlichkeit zaubern. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, neben Birnen, Feigen und Nüssen gibt es noch viele, viele weitere leckere Käsebeilagen wie z.B. Zwiebelkonfitüre, Chutneys, Weintrauben, Frischkäsecremes etc. die diese besondere Käseplatte zu einem ungewöhnlichen Augen- und Gaumenschmaus werden lassen.

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Meine liebste Variante übrigens: einmal ein Stückchen von oben bis unten durchschneiden und mit einer Handvoll Weintrauben, frischem Baguette und gekühltem Weißwein genießen. Ein Traum. Vor- und Hauptspeise fallen aus, nur für das Dessert wird noch ein klein wenig Platz gelassen. Prost!

Ich wünsche Dir eine schöne Woche.

Bis zum nächsten Mal.

Allerliebst,

*bee

Ein Stück vom Himmel…

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…steckt in diesen 2 Gläschen. Ich kenne viel essbares Glück, allerdings ist keines davon so verlässlich und sagenhaft wie ein Löffelchen Caramel, finde ich zumindest. Menschen die kein Caramel mögen, sind mir deswegen auch irgendwie ein klein wenig unheimlich, denn – mal mal ganz ehrlich – was kann man an dem sahnig-süßen-butterigen Glück nicht mögen???

Hin und wieder köchel ich mir mein eigenes Caramel-Sößchen, bunker es dann im Kühlschrank und hole es immer dann heraus, wenn ich gerade ein Löffelchen allerbeste Laune, Aufmunterung oder Glück gebrauchen kann…

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Eigentlich lässt sich Caramel ganz einfach herstellen, und trotzdem habe ich bei dessen Zubereitung schon die größten Küchen-Schweinereien angestellt: verbrannter Zucker, heiße Butterspritzer überall, überkochende Sahne… Caramel-Desaster hatte ich schon genug im Leben, und trotzdem ist mir die Lust daran nie vergangen.

Am Wochenende war mir nach etwas Besonderem und so habe ich eine wunderbare Caramel-Soße mit einer Prise Fleur de Sel gekocht. Sie schmeckt auf dem Crepe genauso gut wie über den Milchreis geträufelt, auf der Couch gelöffelt oder im Milchkaffee ertränkt…

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Rezept für Caramel-Sauce mit Fleur de Sel:

150 g Zucker mit 4 EL Wasser in einen großen Topf mit schwerem Boden geben und gleichmäßig darin verteilen. Den Zucker bei schwacher Hitze schmelzen lassen, dabei nicht umrühren, nur den Topf vorsichtig hin- und herschwenken. Wenn der Zucker zu karamellisieren beginnt, 110 g Butter in kleinen Stückchen gleichmäßig unterrühren. Den Topf vom Herd nehmen und 100 ml heiße Sahne und 1 Prise Fleur de Sel unterrühren.

Den Karamell-Aufstrich in saubere Schraubgläser geben, verschließen und abkühlen lassen.

Die Karamell-Sauce ist im Kühlschrank mind. 4 Wochen haltbar.

Zu diesem Rezept gibt es gleich noch einen Koch-Show bzw. Buch-Tipp: kennst Du eigentlich Theresa Baumgärtner? Von ihr stammt nicht nur das Rezept für die Caramel Sauce, nein die junge Food-Bloggerin und Hobbyköchin hat neben 2 Koch- bzw. Backbüchern auch eine eigene Kochsendung. Mit ihrer begeisterungsfähigen, unperfekten und authentischen Art zeigt sie in Buch („Theresas Küche – Kochen mit Freunden“) und Sendung herrlich unkomplizierte und alltagstaugliche Rezepte. Ein Buch nach meinem Geschmack: herrliches Großformat, tolle Rezepte und wunderschöne Fotos.

EmmaBee.Caramel4

Hach, Glück geht doch irgendwie ganz einfach…

Und was macht Dich gerade so richtig glücklich?
Ich wünsche Dir eine schöne Woche.

Allerliebst,

*bee

EmmaBee.Caramel2

Für dieses Rezept musste es erst richtig herbstlich werden…

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Ganz offiziell befinden wir uns ja noch im Sommer, inoffiziell herbstelt es aber seit einiger Zeit schon ganz gewaltig. Jetzt aber bloß nicht in die Sommer-Ade-Depression verfallen sondern sich statt dessen lieber über all die Dinge freuen, die erst im Herbst wieder so richtig Spaß machen: Federweißer und Flammkuchen genießen, stundenlang unter der kuscheligen Decke auf der Couch liegen und die Lieblings-DVDs anschauen, Pilze sammeln, ausgiebige Schaumbäder genießen, heiße Schokolade mit Sahnehäubchen schlürfen, ein kleines Lagerfeuer im Garten machen, den Tee-Vorrat aufstocken, und, und, und…

Mit meinem heutigen Rezept möchte ich Dir einen weiteren wunderbarer Grund geben, um sich noch mehr auf den Herbst zu freuen. Der gegrillte Camembert mit Kräutern schmeckt natürlich zu jeder Jahreszeit, aber so richtig zeigen was er kann, tut er erst in der kälteren Jahreszeit. Dann wenn einem nach reichhaltigem Essen ist, wenn ein Stückchen warmer, verlaufener Käse von Innen wärmt und dieses wohlige Zufriedenheitsgefühl zurücklässt. Im Sommer klappt das nicht mal halb so gut, ich habe es ausprobiert und sogleich beschlossen diesen wunderbaren Käsegenuss auf den Frühherbst zu vertagen.

EmmaBee.Camenbert2

Wir grillen das ganze Jahr über, der Camenbert wird bei uns also wahlweise auf dem Holzkohle- oder Gasgrill zubereitet. Wer seinen Grill allerdings schon eingemottet hat, kann den Käse auch ganz einfach im Backofen zubereiten, das funktioniert ebenso.

EmmaBee.Camenbert1

Und hier kommt das Rezept für den Kräuter-Camembert vom Grill:

Camembert aus der Verpackung nehmen. Kräuterzweige (z.B. Thymian, Rosmarin, etc.) auf dem Käse legen und rundherum mit etwas Küchengarn befestigen. Nun den Camenbert mit etwas beträufeln und auf dem Grill etwa 3 – 5 Minuten brutzeln. Anschließend wenden und nochmals die gleiche Zeit auf dem Rost weiterbacken.

Im Backofen benötigt der Käse etwa 15 – 18 Minuten bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze).

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Mir schmeckt der gegrillte Camembert übrigens am allerbesten mit einem Stück Weißbrot, ein paar Früchten oder gegrilltem Gemüse.

Und auf was freust Du Dich im Herbst am allermeisten?

Hab ein wunderschönes Wochenende!

Allerliebst

*bee

Du kommst mir gerade recht…

Hallo Alltag, da bist Du ja wieder. Wo hast Du nur so lange gesteckt. Zugegeben, erst konnte ich es gar nicht abwarten Dich eine Weile gegen ganz viel Abwechslung einzutauschen, aber der Sommer bescherte mir hin und wieder zuviel des Guten, und so bin ich jetzt heilfroh, dass Du, lieber Alltag, endlich wieder da bist. Mach’s Dir gemütlich und lass Dich ruhig ein wenig bei mir nieder…

Und weil Alltag und Langeweile auf gar keinen Fall ein und dasselbe sind, lasse ich es mir gerade so richtig gut gehen…

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Heute hat bei uns die Schule wieder begonnen, und damit ist auch im allerletzten Eckchen unseres Lebens wieder der Alltag eingekehrt. So sehr wie in diesem Jahr habe ich mich noch nie zuvor auf Alltäglichkeit gefreut. Die letzten Wochen waren schön und leider auch manchmal ein wenig schrecklich, und so freuen wir uns alle auf ganz viel Unaufgeregtheit, jede Menge entspannte Stunden und einen schönen Altweibersommer.

Zur Feier des Tages gab es für mich und mein Schulkind heute dieses wunderbare schnelle Mittagessen…

EmmaBee.BirnenPizza2

Die Pizza mit Birnen, Ziegenkäse und Thymian ist allerbeste Alltagsküche: im Nu gebacken und wunderbar köstlich. Wenn es schnell gehen muss (also meistens), greife ich gerne auf Fertig-Pizzateig aus dem Kühlregal zurück. Damit ist die Pizza in einer Viertelstunde auf dem Tisch…

EmmaBee.BirnenPizza3

Pizza mit Birnen, Ziegenkäse und Thymian:

Backofen auf 250 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Um einen krossen Boden zu bekommen, Backblech auf den Boden des Backofens legen.

Einen Fertig-Pizzateig auf etwas Backpapier ausrollen. 100 g Ziegenfrischkäse mit 100 g Saurer Sahne vermischen und glatt rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 2 Birnen waschen, vierteln, entkernen und in dünne Spalten bzw. Scheiben schneiden. Ziegenkäse-Sahne-Mischung auf den Pizzaboden geben und glatt streichen. Birnenscheiben gleichmäßig darauf verteilen. 100 g Ziegenkäserolle in dünne Scheiben schneiden und Pizza damit belegen. 1 EL frische Thymianblätter sowie 50 g fein geriebenen Pecorino darüberstreuen. Pizza samt Backpapier auf das heiße Backblech geben und etwa 8-10 Minuten auf dem Ofenboden backen. Anschließend das Backblech noch für 2-3 Minuten in die Mitte des Ofens geben, bis der Käse eine goldene Farbe annimmt.

Habe ich dieses mal zwar vergessen, aber trotzdem unbedingt machen: vor dem Servieren 1-2 EL gehackte, geröstete Walnüsse sowie einen TL Honig über die Pizza streuen bzw. träufeln – kööööööstlich!

EmmaBee.BirnenPizza4

Und während Du dies hier liest, mache ich mir schon wieder Gedanken über all die herrlich unaufregenden Dinge die sich in den nächsten Tagen und Wochen noch so anstellen lassen. Ich freu mich drauf!

Ich wünsche Dir und mir eine wunderbare Woche voller Genuss-Momente.

Allerliebst,

*bee

EmmaBee.BirnenPiztza5

Auf manche Wunder ist eben einfach Verlass…

…zum Beispiel auf dieses hier: gerade noch ist man tagtäglich in FlipFlops und Trägerkleidchen durch den Garten gehüpft, hat am Meer die Füße in den warmen Sand gesteckt und den Tag mit Sonnenmilch und Wassereis begrüßt. Dann, im nächsten Moment, findet man sich plötzlich auf der heimischen Couch wieder, die Füße unter der Decke, eine Tasse Tee in der Hand… ‚Och nö…‘ denk ich mir dann jedes Jahr aufs Neue.

Kein Jahreszeitenübergang fällt mir schwerer als der Wechsel von Sommer zu Herbst. Zumindest im ersten Moment. Ein paar Tage lang weigere ich mich dann auch konsequent mich wieder an Socken an den Füßen zu gewöhnen, die dickere Strickjacke herauszukramen oder nach den Herbstschuhen zu suchen… Nö, warum auch – ich bin ja schließlich noch voll und ganz im Hochsommer-Modus.

Und dann passiert – auch sehr plötzlich und jedes Jahr wieder total unerwartet – das Folgende: die Abende auf der Couch werden so unglaublich wohlig und gemütlich, der Liebelingstee hat noch nie besser geschmeckt und warm eingepackt sitzt man stundenlang mit den Kindern im Garten und knackt die frisch gepflückten Haselnüsse. Oh wie wunderbar! Wer braucht da noch den Sommer wenn er so einen schönen Herbst haben kann.

Und noch etwas liebe ich am nahenden Herbstbeginn: die wunderbar leckere und erdige Herbstküche…

EmmaBee.Birne2

Nach einem späten Frühstück wurde das Mittagessen heute gegen dieses besonders leckere und sättigende Nachmittags-Treat eingetauscht…

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Süß karamellisierte Birne mit rahmigem Schmand, Keksbruch und geröstete Haselnüsse sorgen für ein wunderbares Glücksgefühl und ganz viel Vorfreude auf den Herbst. Die leichte Sommerküche ist ein unbestrittenes feines Vergnügen, noch mehr liebe ich aber das Gefühl nach einem leckeren, herbstlichen Gericht: satt, angenehm voll und glücklich bis in die Zehenspitzen. Sowas kann nicht mal der Sommer…

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Und noch etwas macht mir den Herbst jedes Jahr aufs Neue richtig schmackhaft: all die wunderbaren Kochbuch-Neuerscheinungen die ihren Weg in unser Haus finden. Ein ganz besonderes Kochbuch hat dabei mein Herz im Sturm erobert und mir gleichzeitig das wunderbare Birnen-Dessert beschert…

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„Heute koch ich, morgen brat ich – Märchenhafte Rezepte“ (Hölker Verlag) ist das neue Werk von Koch, Autor und Foodblogger Stevan Paul und dabei alles andere als ’nur‘ ein Kochbuch. Das Buch erzählt in 8 Kapiteln 8 bekannte Märchen und liefert die dazu passenden Rezepte für märchenhafte Köstlichkeiten gleich mit. Stimmungsvolle Fotos lassen einen Eintauchen in eine zauberhafte Märchenwelt wie man sie sich einst als Kind mal erträumte. Die Gerichte sind allesamt überraschend und gleichzeitig angenehm unkompliziert. Egal ob Couch oder Küche – in diesem Buch schmökert man überall gern.

Hier das Rezept für die gebratenen Birnen mit gerösteten Nüssen, Schmand und Zuckerrübensirup (für 4 Personen):

100 g Schmand mit 3 – 4 EL Birnensaft und einer Messerspitze Zimt cremig rühren und kalt stellen. 100 g geschälte Haselnusskerne grob hacken und in einer Pfanne in 2 EL Öl goldbraun rösten. 100 g Butterkekse zerbröseln und gemeinsam mit 10 g Butter zugeben, anschließend beiseite stellen.

4 Birnen schälen, halbieren und mit einem kleinen Löffelchen oder einem Kugelausstecher entkernen. Den Boden einer großen beschichteten Pfanne mit 4 EL braunem Zucker ausstreuen. Anschließend die Birnen mit den Schnittflächen nach unten einlegen und bei milder Hitze den Zucker schmelzen und die Birnen leicht karamellisieren lassen. 40 g Butter zugeben und schwenken. Nach etwa 3 Minuten die Birnen wenden und nochmals wenige Minuten in der Karamellbutter schwenken.

Schmand kreisförmig auf Tellern verstreichen, die Birnen daraufsetzen und mit den Haselnuss-Keksbröseln bestreuen. Zum Schluss etwas Zuckerrübensirup streifig über das Dessert träufeln und sofort servieren.

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Der Herbst wird wunderbar, oder? Unsere tagtägliche Lieblingsbeschäftigung gerade: viele, viele frische Haselnüsse pflücken und stundenlang im Garten knacken… Und was ist Deine?

Ich wünsche Dir ein wunderbares Wochenende.

Allerliebst,

*bee