Diesem Post schicke ich schon einmal ein kleine Entschuldigung voraus…

Heute mache ich mich vielleicht ein klein wenig unbeliebt – zumindest bei einigen Geburtstagskindern, Jubilaren und Brautpaaren in meinem näheren Umfeld – sorry, ihr Lieben! Es gibt und gab viele, viele wunderschöne Feste, Taufen, Hochzeiten, Geburtstage, Willkommensfeten und Einweihungsfeiern, und viel weitere werden noch folgen, ABER egal wie schön die Braut, wie niedlich der Täufling, wie glücklich strahlend das Geburtstagskind oder wie schick die neue Wohnung auch ist: Augen habe ich irgendwann nur noch für eins: die Käseplatte. Äh…, wie bitte? Äh, JA. Ist einfach so. Die Erinnerung an richtige gute gute Parties und Feste verknüpft mein Gehirn deswegen auch immer mit den entsprechenden Käseplatten.

Weil ich seit vielen Jahren nur noch sehr, sehr selten Fleisch esse, habe ich mein Herz irgendwann an guten Käse verloren. Ein Stückchen würziger Bergkäse, eine Ecke gereifter Pecorino, eine Scheibe  aromatischer Berblumenkäse oder ein Hauch zart-schmelzender Ziegenfrischkäse befördert mich ohne Umwege direkt auf Wolke Sieben. Und für alle die diese große Käse-Liebe mit mir teilen, habe ich heute eine etwas andere Idee für eine wunderbar leckere Käseplatte…

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Statt obligatorischem Käsebrett oder klassischen Käse-Trauben-Spießchen kommt diese Käseplatte im klasischen Hochzeitstorten-Look daher. Mehrstöckig und fein dekoriert mit allerlei leckeren Käse-Begleitern sieht sie nicht nur zauberhaft aus, sondern schmeckt auch noch absolut einzigartig…

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Für die dreistöckige Käse-„Torte“ habe ich 3 verschiedene runde Weichkäse-Sorten verwendet. Begleitet werden Camembert und Co von saftigen Birnen, fruchtigen Feigen, knusprigen Nüssen und aromatischen Kräutern. Mit etwas frischem Baguette und Feigensenf wird die Käseplatte zum mega-starken Glücklichmacker, garantiert!

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Und so gehts:

3 (oder mehr) runde Käselaibe in verschiedenen Größen so aufschneiden, dass sie halbiert sind. Birnen und frische Feigen in dünne Scheiben schneiden und jeweils fächerartig auf je einer Käsehälfte anordnen und mit der zweiten Hälfte des Käses bedecken. Für den letzten Käse eine Handvoll Nüsse klein hacken und die beiden Käsehälften mit der Schnittfläche in die Nüsse drücken, zusammendrücken und die 3 Käselaibe aufeinander stapeln. Mit frischen Kräutern (z.B. Thymian, Rosmarin, Lavendel) dekorieren und auf einer Tortenplatte, einem Brettchen oder einer Platte servieren.

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Durch die mehrstöckige Anordnung lässt der Käse sich ähnlich einer Hochzeitstorte schneiden. Mit unterschiedlich großen bzw. kleinen Käselaiben kann man so für viele oder wenige Gäste eine kleine Köstlichkeit zaubern. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, neben Birnen, Feigen und Nüssen gibt es noch viele, viele weitere leckere Käsebeilagen wie z.B. Zwiebelkonfitüre, Chutneys, Weintrauben, Frischkäsecremes etc. die diese besondere Käseplatte zu einem ungewöhnlichen Augen- und Gaumenschmaus werden lassen.

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Meine liebste Variante übrigens: einmal ein Stückchen von oben bis unten durchschneiden und mit einer Handvoll Weintrauben, frischem Baguette und gekühltem Weißwein genießen. Ein Traum. Vor- und Hauptspeise fallen aus, nur für das Dessert wird noch ein klein wenig Platz gelassen. Prost!

Ich wünsche Dir eine schöne Woche.

Bis zum nächsten Mal.

Allerliebst,

*bee

Für dieses Rezept musste es erst richtig herbstlich werden…

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Ganz offiziell befinden wir uns ja noch im Sommer, inoffiziell herbstelt es aber seit einiger Zeit schon ganz gewaltig. Jetzt aber bloß nicht in die Sommer-Ade-Depression verfallen sondern sich statt dessen lieber über all die Dinge freuen, die erst im Herbst wieder so richtig Spaß machen: Federweißer und Flammkuchen genießen, stundenlang unter der kuscheligen Decke auf der Couch liegen und die Lieblings-DVDs anschauen, Pilze sammeln, ausgiebige Schaumbäder genießen, heiße Schokolade mit Sahnehäubchen schlürfen, ein kleines Lagerfeuer im Garten machen, den Tee-Vorrat aufstocken, und, und, und…

Mit meinem heutigen Rezept möchte ich Dir einen weiteren wunderbarer Grund geben, um sich noch mehr auf den Herbst zu freuen. Der gegrillte Camembert mit Kräutern schmeckt natürlich zu jeder Jahreszeit, aber so richtig zeigen was er kann, tut er erst in der kälteren Jahreszeit. Dann wenn einem nach reichhaltigem Essen ist, wenn ein Stückchen warmer, verlaufener Käse von Innen wärmt und dieses wohlige Zufriedenheitsgefühl zurücklässt. Im Sommer klappt das nicht mal halb so gut, ich habe es ausprobiert und sogleich beschlossen diesen wunderbaren Käsegenuss auf den Frühherbst zu vertagen.

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Wir grillen das ganze Jahr über, der Camenbert wird bei uns also wahlweise auf dem Holzkohle- oder Gasgrill zubereitet. Wer seinen Grill allerdings schon eingemottet hat, kann den Käse auch ganz einfach im Backofen zubereiten, das funktioniert ebenso.

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Und hier kommt das Rezept für den Kräuter-Camembert vom Grill:

Camembert aus der Verpackung nehmen. Kräuterzweige (z.B. Thymian, Rosmarin, etc.) auf dem Käse legen und rundherum mit etwas Küchengarn befestigen. Nun den Camenbert mit etwas beträufeln und auf dem Grill etwa 3 – 5 Minuten brutzeln. Anschließend wenden und nochmals die gleiche Zeit auf dem Rost weiterbacken.

Im Backofen benötigt der Käse etwa 15 – 18 Minuten bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze).

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Mir schmeckt der gegrillte Camembert übrigens am allerbesten mit einem Stück Weißbrot, ein paar Früchten oder gegrilltem Gemüse.

Und auf was freust Du Dich im Herbst am allermeisten?

Hab ein wunderschönes Wochenende!

Allerliebst

*bee