Ein wenig Urlaubsgeflüster…

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…gibt es heute auf dem Blog. Und wenn Du Lust hast, dann mach es Dir ruhig gemütlich, für Dich blättere ich heute ein klein wenig im Familien-Fotoalbum…

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Mit Kind und Kegel sind wir im August für 3 Wochen nach Bella Italia entschwunden. In der wunderschönen Toskana liegt ein kleines malerisches Paradies, so schön, dass man sich immer wieder in den Arm kneifen muss, um endlich zu begreifen dass man wirklich hier ist und nicht einfach nur tag träumt…

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Grüne Hügel und Zypressen-Alleen wohin man schaut. Während der kleine Hofladen des Weinguts seine Pforten öffnet werden im Hof die Tische mit rot- und blau-weiß karierten Tischdecken fein gemacht. Die Kinder toben durch den Olivenhain, füttern die Hühner oder suchen nach Pfauenfedern. Wir lassen uns unter dem großen Feigenbaum nieder und schauen dem buten Treiben ein wenig zu. Schon bald werden die ersten Antipasti-Platten herausgetragen, Wein und Traubensaft schmecken jetzt besonders gut und wie jeden Tag, freue ich mich am allermeisten auf den Espresso und das frische Stück Crostata nach dem Essen…

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So oder so ähnlich sahen viele unserer Tage auf dem biodynamischen Weingut Fattoria La Vialla aus. In der Nähe der toskanischen Stadt Arezzo (bekannt durch den Film „Das Leben ist schön“) findet man La Vialla. Gewohnt wird in einem der vielen auf dem Gut verteilten Landhäuser, die Tage verbringt man ganz entspannt und wunderbar direkt auf dem Hof mit viel Faulenzen, leckerem Essen und netten Menschen oder erkundet wahlweise die Gegend. Siena und Florenz sind nicht weit entfernt, und selbst ein Tages-Ausflug ans Meer ist gut möglich.

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Für unseren Urlaub mit 3 (mehr oder weniger) kleinen Kindern hatten wir uns nur eines vorgenommen: die kostbare Zeit sollte für ALLE so entspannt und schön wie nur irgendwie möglich sein. Unser Alltag ist oft stressig und hektisch genug, deswegen gab es im Urlaub auch keine Städtetouren bei 38 Grad, keine 276457 Kirchen-Besichtigungen und auch sonst eher kein italienisches Kulturprogramm. Auf dem Tagesprogramm stattdessen: Ausschlafen, wunderbares Essen genießen, Faulenzen, Lesen, Grillen und dem Haus-Esel und den Hasen täglich ‚hallo‘ sagen…

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Das kleine Mädchen, gerade ein Jahr alt geworden, hat das mit der Entspannung sehr genau genommen. Zufrieden, ausgeruht und ausgeglichen genoss sie viel Dolce Vita, machte ihre ersten Schrittchen und sogar ihre helle Haut bekam endlich mal  ein klein wenig Farbe ab…

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Einer der liebsten Begleiter im Urlaub und sonstwo: der Kinderwagen. Hier wurde in den letzten Wochen ganz neugierig in die Welt geschaut und auch viel geschlafen. Ein gutes halbes Jahr ist er nun alt, unser Britax Affinity. Er hat uns wohlbehalten durch die ersten Monate gebracht, bei einer Kollision mit einem rasanten Radfahrer das MiniMädchen heldenhaft beschützt, und nun war ich schon ganz gespannt wie er nach all der Aufregung mit der toskanischen Hügellandschaft zurechtkommt. Städte liebt der wendige Babyflitzer sehen, in unserem kleinen bayrischen Dorf findet er sich auch gut zurecht und nun hat er auch 3 Wochen Italien-Abenteuer mit holperigen Wald- und Wiesenwegen mit Bravour gemeistert.

Dabei wartete die erste Hürde noch vor Urlaubsbeginn: der Kofferraum. 2 Erwachsene, 3 Kinder, 1 Auto und 3 Wochen Urlaub – das bedeutet jede Menge Gepäck. Und irgendwo mitteinrein musste noch ein Kinderwagen passen. Dank kompaktem Wagen-Klappmaß und den begnadeten Tetris-Pack-Künsten meines Mannes, war das alles ein Kinderspiel. Im Nu waren Koffer, Kinderwagen, Pool-Spielzeuge & Co problemlos im Auto verstaut.

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Mein lieb gewonnenes Nachmittags-Ritual: das kleine Mädchen durch den Olivenhain in den Schlaf schieben, dann eine schöne, schattige Bank suchen und solange lesen bis die kleinen Äuglein wieder aufgehen. So habe ich es geschafft in 3 Wochen 4 Bücher zu lesen, das ist mit 3 Kindern im Gepäck eine beachtliche Leistung, wie ich finde…

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Und so gingen 3 Wochen dahin – zwischendrin wurde es mal kurz aufregend, aber dann kehrte sie glücklicherweise wieder zurück: die langersehnte Entspannung und das viele Nichtstun. Und so lange die Kinder noch klein sind, brauche ich auch nicht viel mehr im Urlaub. Kultur, Sightseeing- und Shopping-Touren sind in ein paar Jahren auch wieder in Sichtweite, aber bis dahin genieße ich noch die grenzenlose Freiheit des Einfach-in-den-Tag-hinein-Lebens ganz ohne die vielen Das-musst-du-gesehen-habens…

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Ihr Lieben, das waren ein paar kleine Eindrücke meines Sommers, ich hoffe es hat Euch gefallen…

Und wie war Dein Sommer?

Ich schwelge nun noch ein klein wenig in Urlaubserinnerungen, bestelle vielleicht gleich noch ein italienisches Care-Paket und genieße anschließend viel warme Herbstsonne…

Habt ein wunderschönes Wochenende!

Allerliebst,

*bee

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Heidi in den Bergen…

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Als ich vor über 30 Jahren dieses kleine Buch von meiner Ur-Oma zum 7. Geburtstag geschenkt bekam, ahnte ich natürlich noch nicht wie eng die Hauptfigur und ich einmal miteinander verbunden sein würden. Die Geschichte der kleinen Heidi, die zu ihrem mürrischen Großvater in die Berge zieht, begleitet mich seitdem über die Jahre hinweg. Erst als Buch, später dann als Zeichentrickfilm und auch heute ist Heidi aus den Kinderzimmern meiner 3 Töchter nicht mehr wegzudenken. Und vermutlich kam es wie es kommen musste, und so gibt es seit einem Jahr noch eine kleine Heidi in meinem Leben: Töchterlein Nr. 3. Vielleicht ist die Geschichte an der Namensgebung für Kind Nr. 3 Schuld, vielleicht war es aber auch einfach nur Zufall. Und weil Kinderträume erfüllen (entweder meine unerfüllten eigenen oder die meiner Töchter) eine meiner allerliebsten Lieblingsbeschäftigungen ist, schnappte ich meine kleine Heidi, ihre 2 großen Schwestern und den Mädchen-Papa und reiste mit Ihnen ins wunderschöne Heidiland…

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Im Original Heididorf spazierten wir ein klein wenig auf Heidis Spuren, erfreuten uns an den Schweizer Bergen, blickten voller Ehrfurcht von einem beinahe-3000er ins Tal, erfreuten uns an den allerschönsten Blumenwiesen und nicht zuletzt, ließen wir es uns in einem Hotel wohlergehen, dass den Spagat zwischen Kinder- und Erwachsenenbedürfnissen absolut bravurös meistert…

Aber fangen wir einmal von vorne an. Nicht weit vom kleinen Städtchen Chur erreicht man Maienfeld. Dies ist ein kleiner malerischer Ort, in dem die Geschichte der kleinen Heidi vor etwa 130 Jahren ihren Lauf nahm…

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Zu Fuß, oder etwas bequemer mit dem Auto, gelangt man von dort zum Heididorf. Schon vor dem Heidihaus begrüssen Heidis und Peters Haustiere die Besucher. Wer möchte, kann das Heidihaus besichtigen, im Dorfladen findet man von Schokolade bis zum Heidi-Püppchen alles was die Merchandising-Welt so hergibt. Im Andenkenladen ist gleichzeittig auch die kleinste Poststelle der Schweiz untergebracht, in der man auf Wunsch seine Postkarten und Briefe mit einem Original-Heidi-Sonderstempel versehen lassen kann.

Wer nach ausgiebigem Ziegenstreicheln, Heidihaus besichtigen und Dorfladen durchforsten noch nicht genug hat, kann den Heidi-Erlebnisweg entlanglaufen. 12 Stationen erzählen hier die beliebte Geschichte von Heidi und Peter.

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Obwohl das Heididorf insgesamt eher unspektakulär ist, haben wir diesen Ausflug sehr genossen. Kennt man die Geschichte ein wenig, fällt es leicht vor dieser Kulisse in Heidis Welt einzutauchen…

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Nicht weit vom Heididorf entfernt liegt die Ferienregion Lenzerheide, die neben zahlreichen Aktivurlaubern (Skifahrer im Winter, Biker im Sommer) vor allem auch für Familien ein herrliches Plätzchen zum Entspannen, Genießen und Wandern ist.
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Bei schönem Wetter sollte man unbedingt einen Picknick-Korb packen und sich ein paar Stunden am Heidsee gönnen. Am Ufer des Sees findet man Grillstellen, einen Spielplatz mit Piratenschiff, hier lassen sich die aller schönsten Wiesenblumensträuße pflücken, und rund um den See laden viele gemütliche Parkbänke zum Tagträumen und Bergpanorama genießen ein…

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Wer richtig viel Energie übrig hat, sollte mit seinen Kindern unbedingt den Globi-Wanderweg erkunden. Hier erklärt Globi (eine blaue Vogelfigur) an 14 Posten Wissenswertes über die Vielfalt der Natur im Hochtal von Lenzerheide. Unter anderem warten an den Stationen ein Barfussweg, ein Wasserspielplatz und das Globi Haus.

Noch spannender wird der Wanderweg mit dem Globi-Quiz. Bei den Informationsbüros Lenzerheide und Valbella sowie in einigen Hotels,  kann ein Rucksack mit Material zum Basteln, Raten und Schreiben gegen eine Kaution von 50 Schweizer Franken ausgeliehen werden. Das Quiz eignet sich für Kinder von 4 – 12 Jahren.

Wenn wir uns nicht gerade auf Erkundungstour durch die Lenzerheide und Umgebung befanden, genossen wir noch mehr alpine Welt bei unserem schweizer Gastgeber, dem Valbella Inn Resort

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In den letzten Monaten waren wir viel unterwegs, aber selten habe ich ein Hotel kennengelernt, dass die Bedürfnisse seiner großen und kleinen Gäste so wunderbar, geschmackvoll und dabei total unaufdringlich erfüllt wie hier. Das Valbella Inn Resort ist kein Kinderhotel im klassischen Sinne, hat sich aber auf die Bedürfnisse von Familien eingestellt. Sobald man mit Kindern anreist, werden die gemütlichen Familienzimmer oder Suiten für die Bedürfnisse der Gäste angepasst. Dass der Himmel, der über dem Bett unserer beiden großen Mädchen angebracht wurde, diese tagelang in absolute Verzückung und maximale Prinzessinnen-Zustände versetzte, muss ich vermutlich nicht erwähnen, oder? Und wenn allabendlich wie von Zauberhand eine Gute-Nacht-Geschichte ihren Weg ins Hotelzimmer fand, stockte ihnen vor Faszination und Verwunderung manchmal beinahe der Atem…

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Ist man mal nicht draußen unterwegs, können Kinder ab 2 Jahren im hoteleigenen „Kids Inn“ von fachkundigem Personal liebevoll betreut werden. Das Hotel gehört zur Lego Group, und da ist es absolut naheliegend, dass auch der Kinderbereich von Lego gestaltet wurde. Und so findet sich hier alles (und ich meine ALLES!) wovon ein kleines oder größeres Kinderherz so träumt: Puppenküche, Verkleidungsecke, Soft-Play-Bereich, großzügig ausgestattete Basteltische und nicht zuletzt ein riesiger Lego-Spielbereich…

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Während die Kinder im großen Kinderland wunderbar beschäftigt sind, können die Eltern sich im Wellnessturm, der sich über 5 Etagen erstreckt, erholen. Dafür reichte unsere Zeit zwar nicht, aber eine meiner größten Erholungen an diesem Wochenende waren die ausgiebigen Frühstücke von einem phänomenalen Früstücksbüffet, bei dem garantiert kein einziger Wunsch unerfüllt blieb…

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Ein weiteres Highlight unseres Wochenendes in der Schweiz: mit der Berg- und Gondelbahn (nur wenige Minuten vom Hotel entfernt) sind wir an einem Nachmittsg bis zum Rothorngipfel gefahren. Dieser liegt auf sage und schreibe 2865 Metern Höhe und bietet einen überragenden Blick ins Tal.

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Mit Kinderwagen und Co standen wir also kurzerhand auf einem 3000er und  bei diesem Anblick verstummten selbst unsere immer-und-ewig-quasselnden Töchter, und verfielen stattdessen in einen ehrfürchtigen, staunenden Zustand…

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Wenn man nach so einem Wochenende das Gefühl hatte ewig weg gewesen zu sein, hat man alles richtig gemacht, finde ich. Manchmal liegt eben die größte und wohltuendste Erholung im Weg-sein und Was-erleben. Ein bisschen müde, irre glücklich, wunderbar satt gegessen und Kopf und Herz voller schöner Erlebnisse gefüllt, kamen wir also am Sonntag Abend wieder in den eigenen 4 Wänden an. Und dort sitzen wir nun und schmieden schon wieder die nächsten Reisepläne. Wo es hingehen soll wissen wir zwar noch nicht genau, aber Ideen gibt es viele…

Welche Reise würdest du denn unbedingt nochmal tun wenn du könntest? Verrat es mir, ich freu mich drauf!
Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende.

Allerliebst,

*bee

Mein Bücher-Sommer… 

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Es ist Urlaubszeit und damit für mich damit auch die beste  Lesezeit. Im Alltag komme ich zur Zeit eher selten dazu mehr als nur ein paar Seiten in einem Buch zu lesen, umso mehr freue ich mich auf die Ferien. Das wird mein Bücher-Sommer, auf meinem Nachttisch stapeln sich schon ein paar Romane, die alle ein Plätzchen im Urlaubsgepäck finden werden und mir hoffentlich so manch ein Stündchen voller Entspannung und Lesefreude schenken werden.

Heute stellen meine Buchfreundin Vera und ich Euch unsere zweite ‚Personal Book Dose‘ vor. Ihr erinnert Euch ja vielleicht an die Aktion: hier hatte ich meine Thalia-Buchfreundin gesucht und hier gibt es die Ergebnisse und Meinungen zu unserem ersten Buchpaket.

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Der Inhalt unseres zweiten literarischen Überraschungspakets war wieder wunderbar und passte glücklicherweise ganz herrlich in den etwas hektischen, sommerlichen Alltag: es gab ein Buch zum Pläne-schmieden & Wegträumen, ein besonderes Kochbuch und einen kurzweiligen Roman für all die entspannten Momente zwischendurch.

Und wenn du vielleicht gerade auf der Suche nach der passenden Sommerlektüre bist, dann erzählen Vera und ich Dir ein klein wenig über unser zweites ‚Personal Book Dose‘ Lesevergnügen.

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„Morgen kommt ein neuer Himmel“ von Lori Nelson Spielman (Fischer Krüger Verlag )

———-Was hat Dir an dem Buch gefallen?———-

*bee: Ich liebe, liebe, liebe Listen. To-Do-Listen, Packlisten, Bucket-Lists – das Gefühl etwas erledigt zu haben und von der Liste zu streichen ist einfach unbezahlbar. Der Zugang zu dem Roman „Morgen kommt ein neuer Himmel“ (im englischen übrigens „The Life List“), fiel mir also sehr leicht. In dem Buch muss sich die Protagonistin Brett, nach dem Tod ihrer Mutter, mit ihren vergessenen Träumen und Wünschen auseinandersetzen. Sich aus der Comfort-Zone herauszuwagen fällt ihr nicht leicht, aber dennoch begibt sie sich auf eine Reise, auf deren Weg so manche Überraschung und Erkenntnis wartet. Zugegeben, die Geschichte ist nicht so ganz neu, dennoch eignet sich dieser kurzweilige Roman perfekt als leichte Sommerlektüre für entspannte Augenblicke.

Vera: Die Idee des Buches ist nicht neu, aber wie ich finde schön umgesetzt: eine alte Bucketlist erfüllen, den Mut haben mal das Leben zu überdenken….Als ich dieses Buch das erste Mal gelesen habe, habe ich mir am Ende Gedanken gemacht, mal eine eigene Bucketlist zu erstellen.

———-Was hat Dich überrascht oder Dir nicht gefallen?———-

Vera: Das Buch ist einfach zu lesen. Es lässt einen schmunzeln und brachte mich Zeitweise zum Nachdenken. Allerdings ist es auch ein wenig vorhersehbar, wer das also nicht mag, lässt lieber die Finger davon. Ihr wisst, ich hab damit ab und zu keine Probleme ;-).

*bee: Wie Vera schon erwähnte, gibt es in diesem Buch wenig Überraschungen. Manchmal wirkt es etwas konstruiert und vielleicht auch hin und wieder eine Spur zu sentimental.

———-Dieses Buch ist ideal für…———-

*bee: …unbeschwerte Stunden, als Urlaubslektüre oder für viele kleine Lesemomente zwischendurch, denn man findet immer wieder schnell Zugang zur Geschichte.

Vera: …die ideale Urlaubslektüre für einen perfekten Sommertag.

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„52 Traumhafte Wochenendtrips“ von Elena Luraghi und Cinzia Rando (White Star Verlag)

———-Was hat Dir an dem Buch gefallen?———-

*bee: Dieses Buch ist eigentlich eine Ansammlung von 52 Reiseführern, die jeweils kurz und knackig ein Reiseziel vorstellen. Darunter finden sich Städte, Küsten, Inseln oder einzelne Landstriche innerhalb und außerhalb Europas. Glaubt man den beiden Autorinnen lassen diese sich fluggs übers Wochenende entdecken. Hm, ich habe da so meine Zweifel, toll finde ich ich dieses Buch trotzdem – schließlich ist nichts unmöglich! Und deswegen liegt das Buch auch in Couchreichweite, so dass ich mich beim kleinsten Anflug von Fernweh in eines der 52 Abenteuer stürzen kann.

Vera: Titel und Fotos machen Lust, die Sachen zu packen und einfach loszudüsen. Für einen Kurztrip werden nicht nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten aufgeführt, sondern auch den ein oder anderen Tipp.

———-Was hat Dich überrascht oder Dir nicht gefallen?———-

Vera: Austesten konnte ich bisher noch keinen der Kurztrips, allerdings erscheint mir das ein oder andere Ziel eventuell etwas zu weit entfernt für ein Wochenende oder auch etwas teuer.

*bee: Ein Wochenende nach Jersusalem, Griechenland oder Ägypten? Ohne Privatjet, Million auf dem Konto und Super-Nanny wohl eher nicht…Um dem Großformat gerecht zu werden hätte das Buch einen hochwertigeren Druck verdient,die Fotos sind zwar oft sehr schön, wirken allerdings aufgrund der schwachen Papier- und Druckqualität eher mittelmäßig.

———-Dieses Buch ist ideal für…———-

*bee: …Fernweh-Geplagte und Träumer!

Vera: …nicht falsch verstehen, ich finde dieses Buch toll, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, mit meinem Budget oder nur an einem Wochenende diese Trips zu machen. Leider für mich nur ein Buch zum Träumen. Aber wer entweder mehr Geld oder Zeit zur Verfügung hat, für den ist das Buch zur Anregung super.

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„Wald- und Wiesenkochbuch – Köstliches mit Wildkräutern, Beeren und Pilzen“ von Diane Dittmer (GU Verlag)

———-Was hat Dir an dem Buch gefallen?———-

*bee: Dieses Buch ist ein entzückendes Buch über das Kochen mit leckeren Kräutern aus der „grünen Speisekammer“. Auf Feldern, Wiesen, im Wald und am Wegesrand wachsen nämlich viele Zutaten, mit denen sich köstliche Gerichte zaubern lassen. Mangels Kenntnis bin ich bislang noch nicht auf die Idee gekommen wilde Kräuter zu sammeln, werde dies aber ganz bald nachholen. Das Buch und seine viele, wunderschönen Fotos wecken die große Lust auf eine Kräuterwanderung.

Vera: Ein entzückendes aufgemachtes Buch. Die Mischung der Rezepte gefällt mir sehr gut. Auch, dass Pilze, Kräuter und Beeren vor den entsprechenden Kapiteln beschrieben und auch erklärt, wo man diese finden kann. Die Fotos sind schön farbenfroh, bunt und laden zum Nachmachen ein.

———-Was hat Dich überrascht oder Dir nicht gefallen?———-

Vera: Ich liebe zwar die Natur, aber leider bin ich nicht so sehr naturverbunden, dass ich Kräuter sammeln oder Pilze suchen würde. Dafür habe ich zuviel Angst vor Zecken.

*bee: Da fällt mir nichts ein, dieses Buch ist einfach nur wunderbar!

———-Dieses Buch ist ideal für…———-

*bee: …jeden der gerne kocht und viel Freude am Selbermachen hat!

Vera: …für Naturliebhaber, die gerne eigen Gesuchtes und Gesammeltes lecker oder frisches, saisonales vom Markt verarbeiten wollen.

Das war sie also, unsere zweite Personal Book Dose. Noch einmal bekommen Vera und ich die Gelegenheit uns von einem Thalia-Bücherpaket überraschen zu lassen! Ich freue mich schon!

Hab einen wunderbaren Lese-Sommer mit vielen, vielen guten Büchern!

Allerliebst,

*bee

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Thalia. Meine Meinung ist jedoch, wie immer, meine eigene.

Ich träumte einst von Bullerbü… – Teil 2

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Mein Bullerbü-Traum ist ein sehr lange gehegter und gepflegter. Das liegt vielleicht daran, dass Astrid Lindgren, bzw. die von ihr erschaffenen Buch-Figuren, mich schon fast mein ganzes Leben lang begleiten. Erst waren sie die Helden meiner Kindheit und später wurden sie die Lieblinge meiner Kinder. Bullerbü ist mein persönliches Sinnbild für eine Welt wie sie nicht heiler und schöner sein könnte. Mein Paradies auf Erden sozusagen. Und dass ich dass irgendwann einmal mit eigenen Augen sehen wollte, das stand schon sehr lange fest.

Vor einigen Wochen durfte ich mit meiner Familie Schweden, genauer gesagt Småland, besuchen, hier hatte ich schon einmal darüber berichtet. Und wenn man dann schon so nah ist an der heilen Welt, dann sollte man sich auch unbedingt mitten rein stürzen. Mit staunenden Augen und einem hüpfenden Herzen standen wir also kürzlich vor den 3 Höfen von Bullerbü, lugten später auf Katthult in Michels Schnitz-Schuppen und gratulierten Pippi höchstpersönlich zu ihrem 70 Geburtstag. Und weils so unsagbar schön war, nehme ich Dich heute  ein klein wenig mit auf diese Reise…

Kein Abenteuer ohne die nötige Vorbereitung, und deswegen gibt’s zu Beginn gleich einen wunderbaren Buchtipp: auf unserer Reise war der besondere Reiseführer „Astrid Lindgrens Schweden“ von Sabine und Wolfram Schwieder (Reise Know-How Verlag) ein zuverlässiger und sehr informativer Begleiter…

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Der Reiseführer liest sich wie ein gutes Buch, steckt voller Anekdoten und Details aus dem Leben der schwedischen Kinderbuchautorin, und informiert zuverlässig und authentisch über alle Attraktionen und Schauplätze, an denen Astrid Lindgrens Geschichten auf wunderschöne Art und Weise zum Leben erwachen.

Mit dem Reiseführer in der Hand machten wir uns also eines schönen Tages auf den Weg Richtung Vimmerby, dem Geburtsort von Astrid Lindgren.

Wenige Kilometer vor Vimmerby gabs den ersten Stopp. Über eine einsame und erstaunlich unauffällige Landstrasse kommt man nach Bullerbü…

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Bullerbü sieht noch genauso aus wie in der Verfilmung aus den 80er Jahren. Der Nord-, Mittel- und Südhof sehen geradezu so aus, als würden Inga, Britta, Lisa, Kerstin, Ole, Lasse und Bosse gleich herausspazieren. Bullerbü ist ein Phantasiename, eigentlich heißt dieses winzige Fleckchen Erde Sevedstorp, auf den Straßenschildern aber meist auch als „Bullerbyn“ ausgeschrieben. Hier im Mittelhof ist Astrid Lindgrens Vater, Samuel August Erikson, geboren. Dort verbrachte er eine schöne und überhaus behütete Kindheit. Seine Erzählungen flossen später in so manch eine Geschichte hinein.
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Sevedstorp ist ein lebendiger Ort, die Häuser sind alle bewohnt, das bedeutet dass man sie nicht von innen besichtigen kann, aber auch so lohnt sich ein Besuch. In den Sommermonaten, wenn sich viele große und kleine Besucher hier tummeln, öffnet das kleine Café im umgebauten Stall und man kann sich frische Waffeln, Kuchen und Kaffee schmecken lassen. Der Mittelhof öffnet seine Pforten, und Besucher sind herzlich willkommen im Garten zu verweilen oder sich im kleinen Antiquitätenlädchen (hinter dem Haus) umzusehen. Im kleinen Heuschober kann man anschließend einen Sprung ins Heu wagen und wer möchte darf gerne auch die Tiere streicheln oder sich für ein paar Kronen aufs Pferdchen setzen.

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Hier in Sevedstorp vermischt sich das schöne, echte Leben mit den Erzählungen und Filmen auf wunderbare Weise. Ein Besuch lohnt sich, zwar bin ich jetzt um einen Traum leichter aber glücklicherweise auch um eine unvergessliche Erfahrung reicher.

Nicht weit entfernt von „Bullerbü“ liegt ein weiterer kleiner Sehnsuchtsort…
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In Gibberyd findet sich ein kleines Gehöft, dass Astrid Lindgren-Kenner sofort als Katthult, das Zuhause von Michel aus Lönneberga, erkennen. Hier wurde ein großer Teil der Außenaufnahmen gedreht, und so findet man auf Katthult das Wohnhaus, die „Trissebude“, den bekannten Schleifstein, den Brunnen, Alfreds Knechtkammer und auch die legendäre Fahnenstange, an der Michel seine kleine Schwester Ida hochzog. Im schwedischen Original heißt Michel übrigens Emil. In Deutschland wurde der Kinderbuch-Racker in Michel umgetauft, um Verwechslungen mit Erich Kästners „Emil und die Detektive“ zu vermeiden.

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Ganz wunderbar ist ein Blick in Michels Tischlerschuppen. Hier stehen viele, viele kleine und große geschnitzte Figuren und beim Blick in den dunklen Schuppen wird man unweigerlich mitten in die Geschichte katapultiert…

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Groß ist das Gehöft zwar nicht, aber wer ein bisschen Zeit hat, dem empfehle ich zum Teich zu laufen oder einen Spaziergang durch den Wald um Gibberyd machen. In den Sommermonaten lohnt sich auch ein Besuch des kleinen Andenkenladens. Und wer doch ein wenig länger bleiben möchte, packt am besten gleich einen Picknick-Korb ein und lässt sich auf dem kleinen Hügel nieder…

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In der Kleinstadt Vimmerby kann man stundenlang auf Astrid Lindgrens Pfaden wandeln. Egal ob man das Geburtshaus besichtigt, sich im neu gebauten Museumspavillon eine Ausstellung ansieht oder auf dem Schulweg der jungen Astrid entlang schlendert, es gibt viel zu sehen und zu erleben.

Wer mit Kindern reist sollte sich Astrid Lindgrens Welt auf gar keinen Fall entgehen lassen. Was Anfang der 80er Jahre als „Projekt Märchendorf“ mit drei kleinen Holzhäuschen begann, ist heute Freizeitpark und Freilufttheater zugleich. Astrid Lindgrens Welt ist in den letzten Jahren rasant gewachsen und mittlerweile riesengroß. Hat man die hohen Eintrittspreise erst einmal verdaut, sollte man sich kein bisschen zögern und sich sofort kopfüber ins Abenteuer stürzen: Pippi Langstrumpf, Madita, Ronja Räubertochter, die Kinder aus Bullerbü, Michel, und, und, und… sie sind alle da und tun scheinbar nichts lieber als die zahlreichen kleinen und großen Besucher hellauf zu begeistern.

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Idealerweise genießt man den Park ganz entspannt in 2 Tagen. Es gibt so unendlich viel zu entdecken, zu spielen und all den schönen Geschichten zuzuhören. In Astrid Lindgrens Welt findet man zu fast jedem ihrer Bücher eine eigene kleine, nachgebaute Welt, ihre Bücher erwachen auf wundersame Weise zum Leben. Und so spaziert man von Bullerbü direkt nach Birkenlund, später in die Krachmacherstraße, landet irgendwann auf der Mattisburg bei Ronja Räubertochter und gemütlich geht’s weiter zur Villa Kunterbunt…

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Es gibt unendlich viel zu bestaunen, aber den größten Eindruck hinterlassen die etwa 70 großen und kleinen Darsteller. Schauspielerisch wie auch musikalisch verkörpern sie absolut hervorragend ihre Rollen und schaffen es mit grandioser Leichtigkeit die Geschichten Wirklichkeit werden zu lassen. Kostüme, Requisiten und eine zum Teil unglaubliche Ähnlichkeit der Schauspieler mit ihren Figuren haben mich in großes Staunen versetzt. Es ist absolut wunderbar was hier tagtäglich auf die Beine gestellt wird!

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Zwischen den einzelnen Vorstellungen kann man durch den weitläufigen Park schlendern, die Kinder dürfen ausgelassen spielen und auch wenn in den Miniatur-Welten gerade keine Vorführung stattfindet, sind viele Darsteller vor Ort und machen mit den Kindern Späße oder stehen Rede und Antwort.

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Es gibt mehrere Restaurants und Kioske in denen man sich typisch schwedische Köstlichkeiten wie Köttbullar, Pfannkuchen oder Reibekuchen mit Speck schmecken lassen kann. Wer möchte kann aber auch einen gut gefüllten Picknick-Korb mitbringen, am Eingang einen Bollerwagen ausleihen und an einem der Picknickplätze (z.B. in der Nähe von Katthult oder Birkenhain) gemütlich essen. Teilweise stehen auch Grillplätze zur Verfügung.

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Wer Astrid Lindgrens Welt in der Nebensaison besucht darf sich über den günstigeren Eintritt und weniger Andrang freuen. Kleiner Wermutstropfen: es sind weniger Schauspieler vor Ort, d.h. es gibt weniger Vorstellungen zu bestaunen. Unser Glück hat das allerdings nicht getrübt, denn obwohl weniger Darsteller im Park waren, gab es dennoch genug zu sehen. An vielen nicht bespielten Stationen konnten wir bei den Proben der neuen Vorführungen zusehen.

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Absolut fantastisch waren die Darstellung von Szenen aus „Michel aus Lönneberga“. Auf Katthult wurde mit so viel Herzblut gespielt, gesungen und getanzt, so dass mir vor lauter Glück und Freude ein paar Freudentränchen in die Augen stiegen…

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Übrigens gibt es auch die Möglichkeit direkt neben Astrid Lindgrens Welt  zu übernachten. Das eigene Ferienhausdorf sowie der Campingplatz liegen nur 250 m vom Eingang entfernt.

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Astrid Lindgren mochte den Freizeitpark übrigens. „Es ist eine sehr gemütliche und schöne Welt, denke ich.“ hat sie einmal darüber gesagt. Ihr war vor allem wichtig, dass die Kinder dort spielen können, und das können sie. Und egal ob kleines oder großes Kind, Vimmerby und Umgebung sind nicht nur einen Besuch wert.

Und es kam wie es kommen musste: seit unserer Reise ins „Schwedenland“ wie meine 5-jährige Tochter immer sagt, lesen wir die Geschichten von Astrid Lindgren sogar noch viel lieber, träumen uns beim Lesen an den einen oder anderen Ort, sehen manch Kleinigkeit aus einem anderen Winkel und freuen uns vor allem über all die kleinen Details, die uns bislang nicht aufgefallen sind. Und ganz nebenbei pflegen wir das neue Fernweh nach Skandinavien und planen eine baldige Rückkehr ins Land der schönen Schwedenhäuser.

Ich hoffe ich konnte Dich ein wenig für Astrid Lindgrens Schweden begeistern. Und wer nun Lust hat ein klein wenig einzutauchen in das Leben der Frau, die Kindern in ihren Geschichten mit so unendlich viel Würde begegnen konnte, dem empfehle ich den Dokumentarfilm „Astrid Lindgren“ von Kristina Lindström oder das zauberhafte Buch „Das entschwundene Land„, übrigens das einzige Buch, dass Lindgren je für für Erwachsene geschrieben hat.

Ich wünsche Dir einen wunderbaren Start in die Woche.

Alles Liebe,

*bee

Dieser Bericht entstand mit freundlicher Unterstützung von VisitSweden. Meine Meinung ist, wie immer, meine eigene.

Ich träumte einst von Bullerbü… – Teil 1

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…denn für mich gibt es keinen Begriff, der den Sehnsuchtsort ‚heile Welt‘ besser beschreibt. Als Kind war ich zum letzten Mal in Schweden, und meine Erinnerung an diese Urlaube ist eine Mischung aus kindlicher Verklärtheit und Bullerbü-Romantik. Damals hatten meine Familie und ich gerade eine ziemlich turbulente Zeit hinter uns, der Schweden-Urlaub war unser erster, richtiger Urlaub und gespannt machten wir uns auf in ein Land, dass wir Kinder bislang nur aus Astrid Lindgrens Büchern kannten. Es waren wunderschöne Wochen – wir haben uns sofort unsterblich in die typisch schwedischen Holzhäuschen verliebt, haben in eiskalten Seen gebadet, Zuckerstangen geschleckt, im Wald Beeren gesammelt, Pipi Langstrumpf besucht und jeden Abend im schnuckeligen schwedenroten Holzhäuschen Karten gespielt, bis uns die Augen von ganz alleine zufielen. Diese Zeit hat mein Bild von Schweden sehr geprägt, und seit dem träume ich davon, wieder dorthin zurückzukehren. Bis zu einem Wiedersehen sollte es zwar beinahe 25 Jahre dauern, aber dafür ging es dann umso schneller. Kürzlich packte ich also Mann, Kinder und ein paar Habseligkeiten ins Auto und frohen Mutes machten wir uns auf den langen Weg nach Schweden. Darüber wie es uns ergangen ist, was wir gesehen und erlebt haben und ob ich in Schweden mein persönliches Bullerbü wiedergefunden habe, möchte ich Dir heute erzählen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten nach Schweden zu reisen: per Direktverbindung mit dem Flugzeug, mit Bus, Bahn oder Auto auf dem Landweg über die Öresundbrücke, oder wie wir es getan haben: ganz komfortabel mit der Fähre. Nachdem wir den ersten Teil der Reise, von Süd- nach Norddeutschland, erstaunlich gut überstanden hatten, checkten wir am frühen Abend in Kiel auf der Stena Germanica für die Übernacht-Überfahrt nach Göteborg ein. Das Auto stellt man ganz bequem auf dem Parkdeck ab, und genießt dann den Komfort einer Überfahrt mit Kreuzfahrtcharakter. Auf der Fähre gibt es alles was das Herz begehrt, und was die 14 1/2 stündige Fahrt so angenehm und kurzweilig wie möglich gestaltet: verschiedene Restaurants, Shops, Kinderbereich, Animationsprogramm und ein schönes Sonnendeck auf dem sich der Sonnenuntergang prima genießen lässt. Geschlafen wird (ganz erstaunlich bequem und gut!) in einer der komfortablen Kabinen. Weil die Fähre nicht ganz ausgebucht war, gönnten wir uns kurzentschlossen den kleinen Luxus eines Kabinen-Upgrades, so dass wir den einmaligen Komfort einer Premium-Unterkunft auf hoher See genossen…

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Diese Investition hat sich wirklich gelohnt, denn herrlich ausgeruht, frisch geduscht, vom Frühstücksbüffet angenehm gesättigt und ohne unangenehme Zwischenfälle wie Seekrankheit & Co., verließen wir am Sonntag morgen die Fähre in Göteborg und machten uns auf den Weg zu unserem vorübergehenden schwedischen Urlaubs-Zuhause, nur 2 Autostunden entfernt von Göteborg…

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An dem Ufer des Vättern, dem zweitgrößten See Schwedens (und dem sechstgrößtfb Europas!) liegt das kleine Städtchen Gränna. Die idyllische Kleinstadt ist vor allem für einen wagemütigen Polarforscher und die rot-weiß gestreiften Zuckerstangen bekannt, dazu aber später mehr.

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Sobald man in Schweden das Festland betritt, ist man erstmal überwältigt: von der einzigartigen Landschaft, den vielen großen und kleinen Seen und den idyllischen Holzhaussiedlungen mitten in diesem Paradies. Es gibt keinen schöneren Weg dies zu genießen, als sich auf einen der knapp 500 Campinganlagen des Schwedischen Campingverbands SCR einzuquartieren. Nirgends ist man der Natur näher und Camping gehört in Schweden zu der häufigsten Form der Unterkunft – die Unterkunftsmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von Zelt, Wohnwagen und Reisemobil bis hin zu Ferienhütten und -häusern und manchmal auch Jugendherbergen. Auf der Internetseite des Schwedischen Campingverbands lässt sich ganz einfach eine passende Unterkunft finden.

Persönlich empfehlen kann ich den Grännastrandens Campingplatz, eine moderne Anlage die neben Stell- und Zeltplätzen auch über 38 Holzhäuser in unterschiedlicher Ausstattung und Größe verfügt. Zweifellos die schönste Art zu wohnen: in einer der fünf 6-Personen-Cabins direkt am Ufer des Vättern-Sees…

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Die Holz-Cottages sind geräumig und verfügen über 2 Schlafzimmer, ein großes Wohn-/Esszimmer mit Küche sowie eine Terrasse mit Sitzmöglichkeit. Das Badezimmer fällt zum sonstigen Standard der Hütten zwar leicht ab, punktet dafür aber mit einer Fußbodenheizung, über die wir uns jeden Morgen aufs Neue gefreut haben. Das große Panoramafenster der Holzhäuser bietet eine phänomenale Sicht auf den See. Frühstücken war noch nie schöner als hier – mit Seeblick und ofenwarmen, herrlich duftenden Kanelbullar (schwedischen Zimtschnecken)…

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Auf dem Gelände des Campingplatzes gibt es ein kleines Lebensmittelgeschäft (2 Supermärkte sind ebenfalls in der Nähe) sowie eine gute Auswahl an kleinen Restaurants und Butiken. Im Sommer kann man in der Gränna Badelagune mit Sandstrand baden. Während unseres Aufenthalts war das Wetter sehr wechselhaft, an baden war nicht zu denken. Dafür vergnügten sich unsere kleinen Damen in Matschhosen und Gummistiefeln am Sandstrand und auf dem angrenzenden Spielplatz…

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Gränna ist eine Kleinstadt mit einer sehr angenehmen Mischung aus Umtriebigkeit und Gelassenheit. Die Hauptstrasse (Brahegatan) lädt zu einem gemütlichen Spaziergang ein, es gibt einige schöne kleine Läden, Cafés und idyllische Hinterhöfe. Wer eine atemberaubende Weitsicht auf See und Ufer genießen möchte, der sollte den Aufstieg zum Aussichtsplateau mit Café wagen. Man wird mit einem herrlichen Blick auf die Umgebung belohnt. 

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Den besten Café haben wir in Gränna bei Roni Lazar in der Gelato Factory getrunken, wunderbares Schokolade gibt es in der Chocolaterie Gränna Choklad und wer richtig gutes Knäckebrot kaufen möchte, schaut bei Gränna Knäcke vorbei.

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Obwohl Gränna keine 3000 Einwohner zählt, kennt garantiert jedes schwedische Kind das Kleinstädtchen am Vättern-See. Dies liegt vor allem an Amalia Erikson. Vor über 150 Jahren hatte eine junge Witwe eine einzigartige Idee, um sich und ihre kleine Tochter Ida vor der Armut zu bewahren. Nachdem Amalia mit nur 25 Jahren Witwe wurde, begann sie in ihrer Küche Beerdigungs-, Tauf- und Hochzeitsbonbons herzustellen und zu verkaufen. Heute, 150 Jahre später, werden die Zuckerstangen, auch ‚Polkagris‘ genannt, im Großen und Ganzen weiterhin so hergestellt wie zu Amalias Zeiten, nämlich aus Zucker, Wasser, Essig und Pfefferminzöl. In den zahlreichen kleinen Manufakturen (zum Beispiel hier und hier) kann man nicht nur Zuckerstangen in allen Geschmacksrichtungen kaufen, sondern auch bei deren Herstellung zusehen. Und wer selber Hand anlegen will, meldet sich einfach zu einem Polkakris-Crashkurs an.

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Jeder Spaziergang durch Gränna endet früher oder später im Hafen, dort wartet schon die Fähre, die einen auf die kleine Insel Visingsö bringt. Die Überfahrt dauert nur wenige Minuten, und die Insel ist ein schönes Ausflugsziel für Groß (die Abgeschiedenheit und Ruhe!) und Klein (die Burgruinen!). Für eine entspannte Inselrundfahrt kann man sich dort mit einem Remmalag, einer für das Eiland typischen Pferdekutsche mit längs angeordneten Sitzreihen, über die Insel kutschieren lassen. Bei schönem Wetter empfehle ich es, sich mit einem Picknick-Korb bewaffnet, Fahrräder auszuleihen und die Insel auf eigene Faust und in eigenem Tempo zu erkunden. Bei Leklandet Visingsö lassen sich die unterschiedlichsten Fortbewegungsmittel ausleihen: Fahrräder (teilweise mit Kindersitzen), Tandems, Familybikes, Golf Carts, etc.. Wir haben mehrere Stunden auf der Insel verbracht, sind  viele Kilometer mit den Fahrrädern geradelt, die Kinder durften an der Burgruine klettern und Blumen pflücken, während wir uns im vorbeifahren an den wunderschönen Holzhäusern satt sehen konnten…

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Wer neben all der ländlichen Idylle und Abgeschiedenheit aber auch ein wenig Stadt-Luft schnuppern möchte, sollte sich auf den Weg nach Jönköping machen. Beinahe zusammengewachsen sind die beiden Städte Jönköping und Huskvarna. In letzterer findet man das Husqvarna-Fabrikmuseum, ein kleines Museum in einem alten Fabrikgebäude, und ein Spiegel der Zeit, der sehr ansehnlich und für Kinder geeignet, die Entwicklung der einstigen Waffenschmiede veranschaulicht.

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Am Fabrikgelände angrenzend befindet sich Smedbyn, eine Anreihung von kleinen Holzhäuschen, die früher als Quartiere für die Arbeiter der Waffenschmiede dienten. Heute beherbergen die kleinen roten Häuschen zahlreiche kleine Galerien und Künstlerwerkstätten, die auf jeden Fall einen Besuch wert sind.

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Weiter gehts nach Jönköping. Obwohl die etwa 100000-Einwohner große Stadt beinahe 800 Jahre alt ist, wirkt sie sehr jung und modern. Ein Großteil der alten Bauwerke fiel im Laufe der Jahrhunderte den Flammen zum Opfer. Jönköping ist eine entspannte Stadt, in der es sich herrlich bummeln, spielen und verweilen lässt. Während die Kinder sich über die außergewöhnlichen Spielplätze freuen, genieße ich eine Runde durch die Fußgängerzone. Im Lagerhaus finden sich garantiert ein paar hübsche Mitbringsel, guten Cafe und freies W-LAN gibts im Espresso House und wer Hunger hat, lässt sich ja vielleicht von einem der zahlreichen Foodtrucks begeistern.

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Weltweit bekannt wurde Jönköping für einen Alltagsgegenstand, der heute nicht mehr wegzudenken ist: das Streichholz. Die eindrucksvolle Gründungsgeschichte der Streichholzfabrik der Brüder Lundström kann man im Streichholzmuseum erkunden…

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Das kleine Museum ist auch für Kinder sehr ansprechend gestaltet, so dürfen sie beispielsweise an einem alten Arbeitstisch selber Hand anlegen und mit Original-Werkzeugen Streichholz-Verpackungen basteln.

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Nicht nur wegen des grandiosen Lunch-Buffet im Asia-Restaurant RoseGarden machten wir gleich zwei mal einen Ausflug nach Jönköping. Das große und sehr schön gestaltete Restaurant bietet mittags ein All-you-can-eat-Büffet mit moderner asiatischer Küche an. Hier kann man, auch mit 3 Kindern, kostengünstig und sehr fein speisen. Am Nachbartisch sitzen 5 Mütter mit Babies und Kleinkindern, es gibt einen grandios ausgestatteten Wickelraum und die Atmosphäre ist herrlich entspannt…

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Neben dem Besuch der Astrid Lindgren Welt in Vimmerby (darüber berichte ich Euch bald ausführlich im zweiten Teil meines Schweden-Berichts) gehörte der Ausflug ins Kulturreservat Åsens by zu einem meiner persönlichen Highlights unseres Urlaubs…

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In dem Freilichtmuseum Åsens by erfährt man, wie ein kleines, småländisches Dorf früher ausgesehen hat. Seit 100 Jahren hat sich dort nichts mehr verändert. Das kleine Gebiet wird liebevoll gehegt und gepflegt und absolut authentisch für die damalige Zeit bewirtschaftet. Auf den schmalen Ackerstreifen arbeiten noch Pferde, die Häuser sind von den traditionellen Schrägzäunen umgeben, im Bienenstock wird fleißig Honig produziert und auf den Feldern werden alte Getreide- und Gemüsesorten angepflanzt und geerntet…

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Die berühmteste Person von Åsens by ist zweifelsohne Tekla. Die 1902 geborene Frau könnte heute wohl viel erzählen über das Leben damals. Bis zu ihrem Tod 1982 wohnte sie in einem der typischen rot-weißen Häuschen, ohne Elektrizität, dafür mit Küchengeräten aus Uromas Schrank. Heute kann man ihr Haus besichtigen und so einen kleinen Einblick in Teklas Leben bekommen…

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In Åsens by kann man sogar übernachten. Gäste sind herzlich eingeladen sich im alten Pfarrhaus einzuquartieren. Während die Kinder im Stall mit den beinahe lebensgroßen Holztieren spielen, kann man sich im Museumsladen umsehen, den selbstgemachten Honig und Marmelade aus dem Obstgarten kaufen, oder sich im kleinen und absolut hinreißenden Café ein Stückchen selbst gebackenen Kuchen gönnen. Vor einem Besuch von Åsens by ist es empfehlenswert die Öffnungszeiten nochmals zu checken.

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Unsere Schweden-Reise endete eine Woche später dort wo sie begonnen hatte: in Göteborg. Von der sehr weltoffenen Stadt haben wir leider nur sehr wenig gesehen, erst spielte das Wetter nicht so recht mit, und anschließend ließen die Energiereserven der Familie etwas nach. Eine Sache habe wir uns aber dennoch nicht entgehen lassen: das wunderbare Altstadt-Viertel Haga. Hier tobt das bunte Leben. In zahlreichen individuellen Shops und Vintage-Läden kann man flanieren und Künstlerateliers und Werkstätten laden zum Verweilen und Stöbern ein. Haga darf man auf gar keinen Fall verlassen, bevor man nicht in den Genuss einer Riesen-Zimtschnecke im Café Husaren gekommen ist. Auch wenn die Foto-Beweise fehlen, es war wunderbar!

Vor Beginn der Reise nach Schweden war ich voller Vorfreude aber auch ein klitzeklein wenig besorgt darüber, ob mich das Land heute, beinahe 25 Jahre später, auch ohne all die kindliche Verklärtheit noch genauso begeistern würde, wie es das einst getan hatte. Meine Bilanz nach 7 Tagen Schweden-Urlaub: auch mit den Augen eines großen Menschen und einem erwachsenen Herzen habe ich mein Stückchen Bullerbü an vielen, vielen Ecken und Plätzen wiedergefunden- ein herrliches Gefühl!

Ich hoffe ich konnte Dich ein Stückchen mitnehmen ins Land von Zimtschnecken & Co.. Demnächst erzähle ich Dir immer zweiten Teil des Reiseberichtes über unseren Ausflug in Astrid Lindgrens Heimatstadt, unsere Bekanntschaft mit Pipi und Co, und wie es ist durch Bullerbü und Michels Katthult zu spatzieren! 

Wer Fragen hat, oder sonstige Tips zu einen Familienurlaub in Schweden hat, ist herzlich willkommen mir im Kommentarfeld zu schreiben. 

Habt alle ein wunderbares Wochenende und Danke fürs gedankliche Mitreisen,

*bee

PS: Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von VisitSweden. Meine Meinung ist, wie immer, meine eigene.

Wenn etwas vom Himmel fällt…

…und zwar genau vor Deine Füße, dann sollte man auf gar keinen Fall zögern, und die Einladung dankend annehmen. Finde ich zumindest. Aber fangen wir mal lieber ganz von vorne an. Der Start in die Woche fällt mir gerade furchtbar schwer, gedanklich hänge ich nämlich ziemlich fest. Und zwar hier… EmmaBee.Schweden1 Wer mir auf Facebook folgt, der weiß vielleicht , dass ich die letzte Woche mit meiner Familie in Schweden verbracht habe. Diese Reise ist buchstäblich vom Himmel gefallen, von den ersten zaghaften Gedanken bis zum Start mit gepackten Koffern vergingen gerade mal 3 Wochen… EmmaBee.Schweden3 Seit einigen Jahren habe ich eine liebgewonnene Angewohnheit: zum Anfang jeden Jahres schreibe, klebe und pinne ich mir alles was ich im neuen Jahr erleben, erreichen, genießen und schaffen will in Notizbücher, auf Plakate oder Pinnwände. Heute nennt man so etwas Bucket-List. Der Begriff ‚Bucket-List‘ wurde durch den Film „Das Beste kommt zum Schluss“ („The Bucket List“) mit Jack Nicholson und Morgan Freeman geprägt, und stellt eine Liste von Dingen, Erfahrungen, Erlebnissen dar, die man in seinem Leben gemacht haben will.  Meine Bucket-List für 2015 habe ich beispielsweise auf Pinterest erstellt. Dort kann man ganz einfach Bilder auf einsehbaren oder geheimen Pinnwänden pinnen, und sich diese anschauen wann immer einem danach ist.  Anfang diesen Jahres habe ich also fleißig große und kleine Träume gepinnt. Darunter viele, viele Bilder von roten Schwedenhäusern, denn eine Reise ins Land von Bullerbü & Co. ist ein lang gehegter Traum. Zu Jahresbeginn war ich davon ungefähr soweit entfernt wie zu einer Reise auf den Mond: die Urlaubsplanung stand schon lange fest, das Reisebudget war bereits völlig verplant und der Rest der Familie wollte auch nicht so recht Feuer fangen für eine Reise nach Skandinavien.  EmmaBee.Schweden4 Ich hab trotzdem weiter geträumt, daran geglaubt und siehe da, keine 5 Monate später landeten wir also im zauberhaften Schweden… EmmaBee.Schweden2 Wir hatten eine wunderbare Woche im idyllischen Småland. Wir haben kiloweise schwedischen Zimtschnecken verdrückt, die zauberhafte Natur und viele, viele Stunden am See genossen, Pippi persönlich zum 70. Geburtstag gratuliert, die Orginal-Schauplätze von Bullerbü und Michels Katthult besucht, ein wenig Stadtluft geschnuppert, die kleinen Damen habe ihr Taschengeld genussbringend in rot-weisse Zuckerstangen investiert und jetzt, nur eine Woche später, sind wir alle um viele, viele Abenteuer und einige wunderbare Erlebnisse reicher. In den nächsten Wochen werde ich Euch hier ein wenig ausführlicher über unsere Schweden-Reise erzählen, Tipps geben und Euch mit jede Menge Bildern ein wenig teilhaben lassen an unserem Schweden-Traum.

Und wo ich gerade so festhänge in Bullerbü & Co. kommt mir mein neuer Kalender mit schwedischen Design gerade recht. Wie gut, dass mein Mann kürzlich beruflich nach Asien reisen musste, denn dort kaufte er anlässlich meines Geburtstags den halben kikki.K Store leer. Ich liebe das australische Label für Kalender und Papeterie-Artikel im schwedischen Design. Bislang gibt es leider nur Shops in Australien, Neuseeland, Hong Kong und Singapur, kikki.K versendet allerdings in die ganze Welt. Der Versand ist ab 150 Dollar sogar kostenfrei, also warum nicht mit ein paar anderen Stationary-Addicts zusammentun und eine Sammelbestellung aufgeben, frage ich mich…?!?

IMG_0027Meine Termine und ToDo’s plane ich jetzt also auch auf schwedisch, damit hält das rot-weiss gefärbte Urlaubsgefühl hoffentlich noch ganz, ganz lange an.

Ich wünsche Dir (und mir!) einen wunderbaren Start in die Woche.

Bis ganz bald,

*bee

Von neuen Blickwinkeln, leckerer Torte und sanftem Unterwegssein…

EmmaBee.Linz7Was weißt Du eigentlich über die Stadt Linz? Wenn es Dir so geht wir mir, dann gibt es möglicherweise 2 Bilder die Du unweigerlich mit Linz in Verbindung bringst: 1. Adolf Hitler – hier hat er seine Jugend verbracht und obwohl er glücklicherweise scheiterte, hatte er dennoch bekanntlich Großes mit der Stadt vor. Zweiter spontaner und wesentlich angenehmerer Gedanke: Linzer Torte – ein Gebäck mit Weltrum! Bis vor wenigen Wochen war dies alles was ich über Linz wusste. Besucht hatte ich die drittgrößte Stadt Österreichs bis dahin noch nicht, umso schöner war die Fügung, die uns auf unserem Rückweg von Wien für 2 Tage Linz entdecken und Kennenlernen ließ.

EmmaBee.Linz9Wir haben herrliche Linzer Torte gegessen und zuhause gleich nachgebacken (das Rezept gibts am Ende des Posts). Über das was dazwischen passiert ist, möchte ich Dir heute ein klein wenig erzählen. Wie immer habe ich wieder jede Menge Fotos mit im Gepäck, wenn Du Lust hast, dann folge mir doch ein klein wenig durch die schöne und äußerst sympathische Stadt…

Linz liegt an der Donau, an der „Straße der Kaiser und Könige“ und so führte die Brautreise der bayrischen Prinzessin Sisi Ende des 19. Jahrhunderts über Linz nach Wien. Heute wirkt die Stadt herrlich entspannt und beschaulich, dass hier jährlich gut 40.000 Reisende auf Flusskreuzfahrtschiffen und 70.000 Radwanderer auf dem Donauradweg die Stadt besuchen, bemerkt man kaum – zumindest macht sich in der sympathischen Stadt keinerlei touristische Hektik und Unruhe breit…

EmmaBee.Linz10Für die Dauer unseres Aufenthalts wohnten wir im ibis Styles Linz. Familien mit Kinder dürfen sich freuen, denn 2 Kinder bis 16 Jahre schlafen kostenlos auf einer Ausziehcouch im Zimmer der Eltern. Das Hotel  liegt am Stadtrand, die Innenstadt ist durch die Straßenbahn bequem und schnell zu erreichen. Das ibis Styles bietet originelle Zimmer und hat sich auf Familien eingerichtet: in der Lobby gibt es eine Kleinkind-Spielecke, beim inbegriffenen Frühstück warten Kinder-Frühstücksboxen auf den Nachwuchs, und das freundliche Personal hat jede Menge Tipps und Infos zu familienfreundlichen Ausflügen und Attraktionen. Kleiner Tipp am Rande: Wer es ruhig haben möchte, frägt bei der Buchung nach einem Zimmer zur Hof-Innenseite.

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„Linz. verändert,“ mit diesem Slogan wird ordentlich für die Stadt geworben und tatsächlich, Besucher werden an jeder Ecke dazu eingeladen Neues zu entdecken. Egal ob man durch die historische Altstadt mit dem prunkvollen Linzer Hauptplatz spaziert, an der Donau entlangwandert oder in einem der zahlreichen Cafés sitzt, Linz überrascht mit einer schönen Mischung aus Historie und zukunftsorientiertem Vorfenkertum.

Für einen entspannten Kurz-Aufenthalt kann ich die Linz-Card sehr empfehlen. Diese inkludiert freie Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln, teilweise freien oder ermäßigten Eintritt in Museen und Ausstellungen sowie einen 5 € Gastronomiegutschein. Es lohnt sich, spart jede Menge Zeit und auch Geld.

EmmaBee.Linz11Im Ars Electronica Center, dem Museum der Zukunft, dürfen Kinder einem Roboter die Hand schütteln und sich freundlich begrüßen lassen. Der Blick vom Weltall auf die Erde bringt sowohl Groß als auch Klein zum Staunen und überall darf angefasst, ausprobiert und erlebt werden. Im Schlossmuseum blickt man einem Ur-Hai ins Maul, und wer sich lieber künstlerisch betätigen will, kann eigenhändig Kunst im Lentos an der Donau erschaffen…

EmmaBee.Linz12Weil das Wetter wunderbar, und die Kinder noch von Wien ziemlich Museums-gesättigt waren, haben wir die meiste Zeit draußen verbracht und die Stadt in ihrer Open-Air Variante erkundet. Ein tolles Linzer Highlight für Familien mit kleinen Kindern ist definitiv ein Besuch des Pöstlingberg

EmmaBee.Linz16Vom Linzer Hauptplatz steigt man bequem in die Pöstlingbergbahn, eine Straßenbahn die seit mehr als 110 Jahren Besucher auf einer ungewöhnlich steilen und idyllischen Strecke auf den Linzer Hausberg bringt. Von dort genießt man einen wunderbaren Ausblick über Donau, Stadt und die Umgebung. Wer möchte tut dies auf der eigenen Aussichtsplattform oder in der tollen Pöstlingberg Cafe Lounge

EmmaBee.Linz15In einem historischen Gemäuer am Berg findet sich eine kleine Märchenwelt mit Drachenzug, Zwergen und Co. Die Grottenbahn ist zwar schon ein wenig in die Jahre gekommen, begeistert aber Kinder vom Kleinkind- bis ins Grundschulalter allemal…

EmmaBee.Linz14Tief im Inneren des Berges befindet sich ein detailgetreuer Nachbau des Linzer Hauptplatzes um 1900. Dort lässt es sich wunderbar unter dem Sternenhimmel spazieren, während die Kinder den dargestellten Märchenszenen in den Seitengässchen lauschen…

EmmaBee.Linz13Wer auf dem Rückweg vom Pöstlingberg noch etwas Zeit hat, dem empfehle ich einen Besuch des Linzer Zoos. Dieser befindet sich etwa auf halbem Weg und ist mit der Pöstlingbergbahn gut erreichbar. Im Tierpark lassen sich 600 Tiere und besonders das neu renovierte Tropenhaus bestaunen – und das alles zu einem sehr familienfreundlichen Preis, denn der Eintritt ist auch für eine fünfköpfige Familie vergleichsweise günstig.

Gutes Essen und Trinken hat auch in Linz große Tradition und dies spiegelt sich in der Innenstadt an jeder Straßenecke wieder. Wenn man mit kleinen Kindern reist, dann bleibt oft wenig Zeit (geschweige denn Nerven) für ausgiebige Restaurantbesuche. Deswegen gab es bei uns schnelle Pasta im Va Piano, unverschämt gute Burger im Burgerista und den weltbesten Leberkäse genießt man im Leberkas-Pepi

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Auch wenn unser nächster Programmpunkt wenig für die kulturelle Bildung der Familie getan hat, hat er doch für glückliche Gesichter und überschwängliche Freude gesorgt…

EmmaBee.Linz3In Linz gibt es eine „Gummibärchenfabrik“ erhählen meine Kinder heute immernoch überall, und daran führte überhaupt kein Weg vorbei. Der Großteil der Familie ist schwer Fruchtgummi-verliebt, und so befanden sich mindestens 3 von 5 Personen noch Minuten nach Betreten des Haribo-Shops im Linzer Werk in einer Art ungläubiger Schock-Starre (ich war da nicht dabei! 😉 ). Fruchtgummi wohin das Auge reicht, so oder so ähnlich stellen sich eine 5- und eine 7-jährige wohl das Paradies vor. Wir haben fleißig probiert, eimerweise Spezialmischungen hergestellt und das Taschengeld noch schnell in ein Haribo-Memory investiert. So einfach geht Glücksseligkeit ;-). 

Zum Schluss habe ich natürlich noch ein kleines Stück vom Linzer Tortenglück für Dich…

EmmaBee.LinzZuhause habe ich fleißig Linzer Tortenrezepte und Herkunftsgeschichten studiert und anschließend gleich losgebacken. Das älteste Rezept für die Linzer Torte stammt aus dem Jahr 1653. Damals war das Gebäck aufgrund ihrer wertvollen und damals ziemlich exotischen Zutaten wie Mandeln, Zimt, Nelken, Muskatnuss und Zitrusfrüchte ein Luxus, den sich nur der Adel leisten konnte. Heute existieren viele, viele unterschiedliche Vartianten der Linzer Torte, die einen lieben sie mit Mandeln die anderen bevorzugen Haselnüsse. In Linz wird sie überwiegend mit der typischen Ribiselmarmelade (Johannisbeer-Marmelade) serviert, andere schwören statt dessen viel lieber auf Himbeer-Marmelade. Unbestritten ist allerdings, dass die Linzer Torte aus Linz stammt und auf der in den europäischen Adelshäusern populären Mandeltorte basiert. In Linz genießt man ein echtes Stück des süßen Glücks beispielsweise in der Jindrak Konditorei oder in der geschichtsträchtigen k.u.k. Hochbäckerei.

Hier kommt mein Lieblingsrezept für Linzer Torte (hier gibts die Step-by-Step-Anleitung):

Für den Teig der Linzer Torte 300 g Butter in Würfel schneiden und mit 200 g geriebenen Mandeln und 100 g geriebenen Haselnüssen, 350 g Mehl, 1/2 TL Backpulver, 200 g Puderzucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 EL Kirschwasser, 2 Eigelb, geriebene Schale von einer halben Zitrone, 1 Messerspitze gemahlene Gewürznelken und 1 gestrichener TL Zimt in eine Rührschüssel geben.

Mit dem Knethaken des Mixers verrühren und anschließend kurz mit den Händen zu einem glatten Teig verkenten. Den Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt für ca. 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen.

Anschließend eine Hälfte des Teigs zwischen 2 Lagen Frischhaltefolie rund (ca. 32 cm Durchmesser) ausrollen. Die obere Folie abziehen und den Teig mit Hilfe der unteren Folie in eine gefettete und gemehlte Springform (26 cm) legen. Den Teig am Rand gerade runterdrücken.

Den Teigboden der Linzer Torte mit einer Gabel mehrmals einstechen. 340 g Konfitüre (Himbeere oder Johannisbeere) einmal durchrühren und gleichmäßig auf dem Teigboden verteilen. Die zweite Hälfe des Teigs mit den Händen auf wenig Mehl zu Rollen formen (Achtung, nervenaufreibend! ;-()und als gleichmäßiges Gitter auf der Konfitürenschicht verteilen. Die Rollen am Rand leicht andrücken. Alternativ kann der Teig für das Gitter auch in Streifen geschnitten werden.

1 Eigelb und 3 EL Wasser verrühren und das Teiggitter damit bestreichen. Linzer Torte im heißen Backofen (175 Grad Ober-/Unterhitze oder 150 Grad Umluft) etwa 45 – 50 Minuten backen. Die Torte gegen Ende der Backzeit eventuell mit Alufolie abdecken.

Wer mag kann den Rand der Linzer Torte noch mit gerösteten Mandelhobel bestreuen. Diese haften besonders gut, wenn man den Rand vorher dünn mit leicht erwärmter Konfitüre bestreicht.

Das waren Sie, unsere Erlebnisse rund um das Wochenende in der Heimatstadt der ältesten, überlieferten Torte der Welt.

Linz verändert und Linz überrascht – Familien dürfen hier ’sanftes Unterwegssein‘ genießen und zwar ganz ohne Stress und Hektik, dafür aber mit umso mehr Natur, Kultur und wunderbarer Kulinarik.

Nachdem wir uns nun mit einigen kurzen Trips warm-gereist haben, packen wir demnächst wieder unsere Koffer (diesmal die großen ;-)) und erfüllen uns einen ganz großen Reise-Traum… Mehr dazu gibt es bald wieder auf dem Blog!

Ich wünsche Dir eine wunderbare Woche,

*bee

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung des Tourismusverband Linz sowie in Kooperation mit ibis Styles Linz. Meine Meinung ist jedoch, wie immer, meine eigene.

Wenn kleine Prinzessinnen auf Reisen gehen…

Wenn man Kinder bekommt, wird das Gefühl, dass das herrlich freie Reise-Lotterleben erstmal vorbei ist, meist gleich mitgeliefert. Die einzigen Grenzen die es davor zu überwinden gab, waren oft nur Job oder Geldbeutel, an beidem kann man arbeiten. Ist das erste Kind erstmal da, schrumpft die Welt von heute auf morgen in einen Mikrokosmos. Bei uns hieß das damals Bauernhof oder Gardasee – beide Reiseziele waren Kinder-kompatibel und mit dem Auto in wenigen Stunden erreichbar. Das sollte erstmal reichen.

Weil in unserer Brust aber 2 Globetrotter-Herzen schlagen, haben wir uns irgendwann dann aber doch wieder hinausgewagt in die weite Welt: Karibik mit Kleinkind und Baby: kleiner Kraftakt mit Happy End. Mobile Home am Gardasee: schön, aber einmal reicht ;-). Skiurlaub mit 3 Kindern: wunderbar! Ferienhaus auf einem toskanischen Weingut: nichts leichter und kaum etwas schöner!

Resort-Urlaub, Kinderhotel, Bauernhof  und Camping-Urlaub mit Kindern: easy! Aber was tun wenn die Großen mal wieder Weltstadt-Luft schnuppern wollen? So mit Kultur, Bummeln und jede Menge Restaurantbesuche. Städte-Urlaub mit 3 kleinen Kindern, geht das überhaupt ohne mindestens 5 Mal täglich am Rande eines Nervenzusammenbruches zu sein?

Wir haben es probiert, unsere 3 kleinen Prinzessinnen eingepackt, und sind für 4 Tage nach Wien gefahren. Wie es uns dabei ergangen ist, was wir gesehen und erlebt haben, und ob wir es wieder tun würden, davon erzähle ich heute ein wenig…

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Wien wurde in der internationalen Mercer-Studie 2015 zum siebenten Mal als die Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität gewählt. Mein letzter Wien-Aufenthalt war schon ein Weilchen her, also machten wir uns kurzerhand auf den Weg um uns persönlich von diesem scheinbar so wunderbaren way of life zu überzeugen…

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Wenn man mit (kleinen) Kindern auf Reisen ist, gibt es für mich erstmal nichts Wichtigeres als eine schöne und familientaugliche Unterkunft. Hotelzimmer oder Ferienwohnung werden für einige ein zweites Zuhause sein, mit kleinen Globetrottern verbringt man dort meist mehr Zeit als wenn man kinderlos unterwegs ist. Mit unserem Wiener Gastgeber, dem Hotel Das Capri, hätten wir keine bessere Wahl treffen können. Das familiengeführte Stadthotel liegt in bester Lage im 2. Bezirk zwischen Stephansdom und Prater, und versteht sich als Hommage an die lebenswerteste Stadt der Welt. In jedem Zimmer werden typische Wiener Geschichten erzählt und im Treppenhaus erfährt man auf wunderbaren Fotografien mehr über die persönlichen Lieblingsorte der Mitarbeiter. Das Capri verfügt über 73 Zimmer, 7 Familienzimmer und 6 großzügige Familiensuiten. Der freundliche und sehr persönliche Stil mit dem Georg Pastuszyn und seine Mitarbeiter dem Hotel Leben und Individualität einhauchen, ist einfach wunderbar und macht das Ankommen einfach und schön. (Hier kann man einmal durchs ganze Haus spazieren.) Für 4 wunderbare Tage war die Familiensuite „Wiener Prater“ unser Wiener Zuhause…

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EmmaBee.Wien5Die Familiensuite bietet alles was man für einen entspannten Städteurlaub als Familie so braucht. 2 Schlafzimmer gewähren genügend Rückzugsorte für Groß und Klein. Den Trubel der Stadt kann man in diesen 4 Wänden ganz hinter sich lassen, die Suiten sind zur ruhigen Hofseite gerichtet was bei uns für entspannte Stunden und Nächte gesorgt hat. Für das Mini-Mädchen stand ein Babybettchen bereit, das „eigene Hotelzimmer“ mit gemütlichen Einzelbetten und Fernseher (!) sorgte bei den beiden großen Mädchen für helle Aufregung und einen spontanen Wachstumsschub.

EmmaBee.Wien7Die Zimmer sind außergewöhnlich schön und sehr hochwertig und komfortabel ausgestattet. Im Kühlschrank konnten wir Babygläschen und Getränke verstauen, und die kleine Tee-/Kaffeestation im Zimmer versüßte dem Rest der Familie die kleinen Verschnaufpausen im Hotel. Wenn die Kinder abends schliefen, machten wir es uns mit Edelschokolade und dem Wiener Tatort in der Sofaecke gemütlich…

EmmaBee.Wien6Bevor wir am Morgen zum ersten der vielen Wiener Highlights ausströmten, kamen wir in den Genuss des besonderen Hotel-Frühstücks mit köstlichen regionalen Spezialitäten: frisches Brot und Gebäck vom Wiener Bäcker, Käse aus Österreichs Alpen, Fruchtsäfte vom Bauernhof am Stadtrand, hausgemachte Marmeladen, herrliche Mehlspeisen und Kaffespezialitäten aus der Wiener Traditionsrösterei Meinl. Besser kann ein Tag für mich gar nicht beginnen!

Noch ein Tipp für Wien-Urlauber: mit der Vienna Card genießt man freie Fahrt mit U-Bahn, Bus und Tram und erhält darüber hinaus noch viele weitere Vergünstigungen bei Sehenswürdigkeiten, in Restaurants oder beim Einkaufen.

EmmaBee.Wien2Auf unserer Reise hat uns übrigens der Kinderreiseführer „Mit dem Reisekönig in Wien“ (Reisekönig Verlag) begleitet. Der Reiseführer ist für Kinder ab 4 Jahren gedacht, aber auch reiselustige Erwachsene haben viel Spaß an diesem liebevoll gestalteten und illustrierten Reisebuch. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten werden kindgerecht beschrieben und dargestellt. Im gleichen Verlag ist auch das hübsche Mitmachbuch zum Gestalten, Malen, Ausschneiden und Basteln erschienen – das war auch immer im Handgepäck dabei, Langeweile kam also weder beim Warten im Restaurant noch im Hotelzimmer auf. Demnächst ist auch der Kinderreiseführer „Mit dem Reisekönig in München“ erhältlich, und damit werden wir wohl auch bald die bayrische Landeshauptstadt mit Kinderaugen betrachten und erkunden.

EmmaBee.Wien4Für den ersten Familien-Städteurlaub hatten wir uns sehr wenig vorgenommen. Es gab weder einen Zeitplan noch festgelegte Besichtigungstouren. Jedes Familienmitglied hatte einen Lieblingsort den es gern gesehen haben wollte, aber darüber hinaus wollten wir uns einfach nach Lust, Laune, Wetter und Befindlichkeit aller Familienmitglieder ein wenig treiben lassen. Das hat größtenteils auch sehr gut geklappt. Einziger Punkt den ich beim nächsten Mal anders machen würde: Öffnungszeiten checken! Daran habe ich gar nicht gedacht, und so standen wir bei unserem ersten geplanten Museums-Highlight vor verschlossenen Türen. Im Naturhistorischen Museum hätten wir sehr gerne die abenteuerliche Welt der Natur mit vielen kleinen und großen Schaukästen, funkelnden Edelsteinen, funkelnden Edelsteinen, Muscheln, Schmetterlingen und Tierarten die es längst nicht mehr gibt, erkundet. In einem eigenen Saal lassen sich sogar beeindruckende Dinosaurier-Skelette sowie ein bewegliches und brüllendes Dino-Modell bestaunen…

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Die Enttäuschung über die verschlossenen Museumstüren dauerte nur kurz an, und so machten wir uns weiter auf den Weg ins benachbarte Museumsquartier. Vom Naturhistorischen Museum sind es nur wenige Schritte, und schon ist man im MQ, wie es hier genannt wird. Wer einen längeren Wien-Aufenthalt geplant hat, sollte sich das Kindermuseum ZOOM im Museumsquartier nicht entgehen lassen. Hier darf nach Lust und Laune gefragt, berührt, geforscht, gefühlt und gespielt werden. Babies ab 8 Monaten tummeln sich im Spielbereich „Ozean“, auf die Älteren warten Mitmach-Ausstellungen und ein Trickfilmstudio. Auch hier rate ich dazu, sich vorab über das Programm im Kindermuseum zu informieren & sich gegeben falls schon vorab anzumelden, das erspart unter Umständen lange Wartezeiten etc.

Wer keine Lust auf Museen hat, kann sich bei schönem Wetter ja ein Weilchen im Innenhof des MQ vergnügen. Sobald es warm genug ist, gibt es dort tolle Sofas aus Kunststoff zum Klettern, Herunterspringen oder Ausruhen.

EmmaBee.Wien9Nach der ersten feinen Dosis Kultur und einer kleinen Aufwärmpause im historischen Schmetterlingshaus, wurde es höchste Zeit für etwas ausgelasseneren Freizeitspaß…

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Unweit unseres Hotels befindet sich der Prater, auch „Wurstelprater“ genannt. Weltbekannt: das alte Riesenrad. In dem Kirmes-ähnlichen Areal lassen sich noch viele weitere alte und neue Attraktionen bestaunen und ausprobieren.

Mehr Ruhe und Entspannung findet man im „Grünen Prater“. Der sehr weitläufige, etwa 6 km² große Park ist ein sehr beliebtes Ausflugs- und Erholungsgebiet. Auf Kinder warten hier tolle Spiel- und Sportplätze, wir Erwachsenen machen es uns in der Zwischenzeit auf einem schattigen Bänkchen gemütlich und lassen uns für ein paar Minuten die warme Frühlings-Sonne ins Gesicht scheinen. Wer mag (und noch Kraft hat), kann sich eine Radrikscha ausleihen und ein wenig entlang der 4,5 km langen Allee herumkurven. 

EmmaBee.Wien17Am zweiten Tag unseres Wien-Aufenthalts haben wir uns dann endlich dem Prinzessinnen-Fieber ergeben. In und um die kaiserliche Hofburg herum, könnte man Tage verbringen, wir haben uns aber damit begnügt einen Teil des Geländes zu Fuss zu erkunden, und anschließend in den Kaiserappartements und dem Sisi-Museum ein wenig in das Leben der Habsburger einzutauchen. Mit Audio-Guides bewaffnet tippten unsere kleinen Damen wilde Zahlenkombinationen in die Geräte und staunten nicht schlecht über Sisis Taufkleidchen, ihre langen Haare, die opulenten Ballkleider oder auch über den ersten Milchzahn der traurigen Kaiserin. Glitzer, Kitsch und Tragik verdauten wir anschließend bei einer kleinen Pause im Kaffeehaus.

Wer pferdebegeisterte Kinder und noch etwas Zeit, der kann den Lipizzanern in der Spanischen Hofreitschule bei der Morgenarbeit zusehen.

Nach der Besichtigung der Hofburg freuten wir uns wieder auf etwas frische Luft. Mit Krönchen bewaffnet ging es zu einem meiner Lieblingsorte unseres Wien-Kurzurlaubs: dem Schloss Schönbrunn

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Wer hätte gedacht, dass dieses Schloss und die Umgebung drumherum ein wahres Kinderparadies sind?!?. Wer möchte kann das Schloss besichtigen, wer aber mit Kindern unterwegs ist, sollte sich das Kindermuseum im Westflügel des Schloss Schönbrunn auf gar keinen Fall entgehen lassen. Die kleinen Besucher können mit Holzklötzen die Schlossanlage nachbauen, Perücken frisieren, den kaiserlichen Tisch decken und ein Kinderzimmer aus Sisis Zeit bestaunen. Zum Schluss dürfen sie sich an dem reichen Kostümfundus bedienen, und sich als kleine Prinzessinnen, Hofdamen oder was auch immer verkleiden und lustige Fotos fürs Familienalbum machen. Ambitionierte Mütter findet man übrigens auch zur Genüge vor den Kostümschränken. Ich habe mir ein feines Plätzchen gesucht, das Mini-Mädchen gestillt und mir das wunderbare Spektakel vom Rande aus angesehen. Was für ein Spaß!

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Schönbrunn bietet aber noch viel mehr: , die Gloriette, ein Palmenhaus, das Taubenhaus oder die alten Kutschen in der Wagenburg. Im Irrgarten kann man stundenlang zwischen Hecken umherirren, dabei einen riesen Spaß haben, und zum Schluss furchtbar stolz die kleine Aussichtsplattform besteigen. Der benachbarte Spielplatz mit all seinen tollen Spielgeräten ist ebenfalls eine Attraktion für sich, uns zog es allerdings noch viel lieber in den angrenzenden Tierpark

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Ich muss gestehen, dass ich überhaupt kein Zoo-Fan bin. Wenn ich mich mal dazu bewegen kann einen Tiergarten zu besuchen, dann NUR der Kinder wegen. Vom Wiener Zoo habe ich bislang aber schon so viel gutes gehört, dass ich es mir einfach nicht nehmen lassen wollte, ihn einmal mit meinen eigenen Augen zu bestaunen. In den ältesten, noch bestehenden Zoo der Welt, wurde in den letzten Jahren viel Geld investiert, was ihn heute zu einem der modernsten Zoos Europas macht. Abschließend kann auch ich, bekennende Zoo-Verweigererin, sagen, dass der Wiener Tiergarten wirklich etwas ganz besonderes und allemal einen Besuch wert ist. Der Kaiserpavillon inmitten des Zoos ist wunderschön anzusehen. Drinnen befindet sich heute in Kaffee – dort aber lieber Kuchen statt warme Gerichte bestellen!

Nur wenige Meter von unserem Hotel entfernt befand sich das Hundertwasserhaus. Die Spuren von Friedensreich Hundertwasser lassen sich in ganz Wien entdecken, zum Beispiel auch im KunstHausWien. Im dortigen Museum erfährt man viel über den Künstler uns seine ungewöhnlichen Kunstwerke. Uns genügte ein Spaziergang zum Hundertwasserhaus. Das außergewöhnliche Wohnhaus lässt sich zwar nur von außen besichtigen, die fröhlich bunten Farben, der wellige Fußboden und die „Baummieter“ zaubern aber auch so Groß und Klein mindestens ein erstauntes Lächeln ins Gesicht.

EmmaBee.Wien16Eine wichtige Lektion mussten wir bei dieser Städte-Reise aber auch lernen: im Gegensatz zu dem Comfort eines Urlaubs mit Vollpension gestaltet sich die Nahrungsaufnahme mit einem Baby, einem Kindergarten- und einem Schulkind etwas schwieriger. Für große, ausgedehnte kulinarische Erlebnisse ist wenig Zeit und Platz. Bis das Essen im Restaurant serviert werden würde, hat mindestens eine der kleinen Damen die Lust verloren und probt den Aufstand. Statt Slow-Food stand also Fast-Food auf dem Programm. Dank Naschmarkt & Co. war das Motto „Hauptsache schnell“ glücklicherweise auch immer lecker und lustig!

EmmaBee.Wien18Rund um das Hotel Capri herum gibt es viele wunderbare kleine Restaurants für jeden Geschmack: von der Pasta-Open-Kitchen-Bude bis zum In-Restaurant ist alles dabei. Und wenn’s mal ganz schnell gehen muss: um die Ecke gibts wunderbares Sushi, dass sich zur Not auch genüsslich in der Familiensuite verspeisen lässt.

Ach, und noch einen Tipp habe ich: wer einmal wunderbaren Kaffee außerhalb eines klassischen Wiener Kaffee-Hauses genießen möchte, der  sollte dies unbedingt im Balthasar tun. Das Cafe zählt zu einer der besten Kaffeebars in Wien und bietet höchsten Kaffeegenuss. Und das gleich um die Ecke unserer Unterkunft in der Praterstraße. Wusst ich’s doch: Zufälle gibt es nicht!

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4 wunderbare Tage liegen hinter uns. Zurück bleibt die Erinnerung an eine schöne und aufregende Zeit in einer verzaubernden und äußerst lebenswerten Stadt, die für mich das Potential zur Herzensstadt hat. Was auch noch bleibt, ist das wunderbare Gefühl, dass die Welt auch trotzt kleiner Kinder, nicht hinter dem nächsten Zaun endet, und so würde ich diese Reise jederzeit wieder machen. Diese Erfahrung macht unendlich viel Lust auf mehr und so wundert es nicht, dass wir uns, kaum daheim angekommen, schon kopfüber die nächste Reiseplanung gestürzt haben.

Und Du? Wohin wolltest Du schon immer mal reisen und hast Dich bislang warum-auch-immer nicht getraut? Wohin geht Deine nächste Reise?

Ich wünsche Dir eine schöne Zeit!
Allerliebst,

*bee

Es wird fleißig weiter ge-pimpt…

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Heute gibt es wieder einen Beitrag aus der Rubrik „Pimp your Lunchbox“. Hier hatte ich ja schon einmal über mein Lunchbox-Dilemma geschrieben – gleichzeitig habe ich den Entschluss gefasst, dass alles besser werden muss mit der Brotzeitdosen-Packerei. Fortan findet man mich morgens also etwas besser gelaunt also früher beim lustigen Stullenschmieren. Einige meiner Ergebnisse, das best-of-Lunchbox sozusagen,  möchte ich hier ab und zu mit Euch teilen.

Hier zum Beispiel die Brotzeitdose für mein Grundschulkind…

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Ich bin immer wieder erstaunt, wieviel Nahrung meine 7jährige Tochter an einem Vormittag in der Schule verputzen kann. Normalerweise ist sie kein Kind mit einem Bären-Hunger, aber an Schultagen benötigt sie meist ordentlich Proviant um genügend Energie für die Herausforderungen einer 2. Klasse zu haben. Für mich bedeutet dies, dass ich auf gar keinen Fall zu wenig einpacken darf, denn sonst trabt sie mittags ausgehungert und schlecht gelaunt nach Hause und stirbt fast, wenn das Mittagessen sie nicht schon an der Tür begrüßt.

Damit keine Langeweile aufkommt, probieren wir immer wieder neue Lunchbox-taugliche Snacks aus. Eine tolle Inspirationsquelle ist für mich dabei der wöchentliche Einkauf im Drogeriemarkt. Die kleine Abteilung mit Bio-Snacks bzw. Reformhaus-Food bietet oft eine große Auswahl an Brotzeitdosen-tauglichem Essen. Ich bediene ich mich auch gerne in der Baby-Nahrungs-Abteilung: Fruchtriegel, Reiswaffeln, Vollkornkekse etc. eignen sich oft wunderbar als Snack für Kindergarten- und Grundschulkinder.

Und das habe ich meinem Schulkind eingepackt:

Unser Bäcker bietet Mini-Laugensemmeln mit verschiedenen Körnern an, die wunderbar in die Brotzeitdose passen, und mit Butter oder Frischkäse beschmiert köstlich schmecken. Dazu gibt es eine Ecke Brie-Käse und kleine Tomaten. Besonders beliebt sind bei meinen Kindern zur Zeit die Freche Freunde-Snacks von erdbär. Es gibt eine große Auswahl an leckeren und gesunden Obst- und Gemüsesnacks die ganz ohne Zuckerzusätze und Konservierungsstoffe auskommen. Zum Knabbern gibts beispielsweise die 100 % Mais- und Erbsenchips. Das gefriergetrocknete kleine Gemüse schmeckt knusprig, leicht süß und lecker. Auch sehr beliebt, uns zwar nicht nur in den Brotzeitdosen sondern auch im Müsli, Joghurt & Co., sind die Erdbeerchips. Und weil der Inhalt der Lunchbox für 2 Schulpausen reichen muss, gibt es zum Knabbern noch die kleinen Frucht-Wäffelchen mit Erdbeergeschmack und eine praktische Mini-Rosinchen-Aprikosen-Box. Dem Apfel habe ich ein paar Wackelaugen verpasst, was sicherlich für eine entzückende kleine Überraschung sorgen wird sobald er aus dem Schulranzen ausgepackt wird.

Und noch einen Tipp habe ich für alle Mamis von Kindergarten- und Grundschulkindern: falls Eure Kinder sich vielleicht auch so für Frucht-Quetschbeutel begeistern lassen wie meine Töchter, dann ist Squiz ja vielleicht etwas für Dich. Die Quetschbeutel sind wiederverwendbar und langlebig. Bei richtiger Lagerung und Pflege schafft ein Beutel bis zu 50 Befüllungen. Und so funktioniert Squiz: durch eine große Öffnung am Boden des Beutels lässt sich dieser mit Fruchtpüree, Smoothie, Joghurt oder auch Babynahrung befüllen. Ein auslaufsicherer Doppelverschluss macht den Quetschbeutel zu einer sauberen Angelegenheit. Nach Benutzung lässt sich der Beutel relativ einfach per Hand, in der Spülmaschine oder mit einer Flaschenbürste reinigen. Ich reinige die Beutel übrigens lieber mit der Hand, das geht schnell und recht unkompliziert und irgendwie hat mich das Ergebnis mit der Spülmaschine meist nicht so ganz überzeugt. Die Beutel sind übrigens BPA- und PVC-frei und damit nicht nur die gesündere Alternative für die Kinder, sondern auch noch wesentlich umweltfreundlicher als die herkömmlichen Quetschbeutel. Die Squiz-Beutel sind hier erhältlich.

Die Lunchbox meines Kindergarten-Kindes sieht ähnlich aus…

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Meiner 4jährigen mit Bärenhunger habe ich ebenfalls die Erdbeer– und Gemüsechips eingepackt. Auch sie liebt die Mini-Rosinchen und freut sich zudem noch über die Knusperschnitten Banane-Kürbis (klingt nach einer abenteuerlichen Kombi, schmeckt aber). Die Banane sieht mit den Wackelaugen auch gleich viel sympathischer aus, und in dem Squiz-Beutel befindet sich ein Fruchtpüree aus Banane-Orange-Pfirsich. Für meine kleine Pizza-Liebhaberin habe ich noch kleine Pizza-Blumen gebacken. Die sind schnell gemacht, wunderbar Fingerfood-tauglich und schmecken sowohl warm als auch kalt. Dazu gibt es noch kleine Gurkenscheiben und Mini-Tomaten.

Und hier ist das Rezept für schnelle Pizza-Blumen:

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Ein Fertig-Pizzateig aus dem Kühlregal ausrollen. Mit einem Keksausstecher Blumen ausstechen (das funktioniert übrigens auch mit einem Sternen-Ausstecher!). Hier kann man entweder Mini-Blumen oder etwas größere Blumen machen. Die Mini-Blumen werden anschließend in einer Mini-Muffinform gebacken, die größeren Blumen benötigen zum Backen eine gewöhnliches Muffinblech. Die Mulden des Muffinblechs leicht ölen. Jeweils eine Blüte in eine Muffinmulde setzen, leicht hineindrücken. Nun in jede Blüte einen Klecks Tomatensoße, evtl. ein paar Scheiben Mini-Salami, Schinkenwürfel, Gemüse etc. hineingeben und zum Schluss mit etwas Reibekäse bestreuen. Im vorgeheizten Backofen je nach Packungsanleitung backen. Die Backzeit evtl. verkürzen – die Pizza-Blumen sind fertig wenn der Teig eine leicht goldige Farbe angenommen hat.

Dafür dass ich die Brotzeitdosen-Packerei bis vor kurzem noch ziemlich doof fand, habe ich mittlerweile oft sehr großen Spass dabei. Hach, und ich hätte ja noch so viele Ideen was ich den Kindern alles einpacken könnte, wenn nur der manchmal sonderbare kindliche Geschmack mir nicht immer dazwischenkommen würde… Der ist nämlich manchmal eine echte Gemeinheit!

Ich wünsche Dir ein wunderbares Wochenende und ganz viel Freude und Inspiration beim Lunchbox-pimpen!

Allerliebst,

Deine *bee

Kleine, große Freiheit…

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Freiheit bedeutet für mich heute etwas ganz anderes, als es das noch vor einigen Jahren tat, soviel ist sicher. Vor 10 Jahren definierte ich mein Freiheitsgefühl zum Beispiel so: durchtanzte Nächte, ausschlafen bis in die Puppen, Reisen, spontane Verabredungen, Unbekümmertheit auf ganzer Linie. Heute, einige Jahre später, würde ich das große Wort „Freiheit“ ganz anders beschreiben. Geändert hat sich das vor ziemlich genau 8 Jahren. Damals hatte ich das allererste Mal das Vergnügen einen Kreißsaal von Innen kennenzulernen. Heraus kam ich mit einem kleinen Bündel Glück, das ich vorläufig gegen meine Freiheit eingetauscht hatte. Ob das so wirklich so eine gute Idee war, wusste ich in den ersten Wochen als frischgebackene Mama selber nicht so genau. So manches Mal fühlte es sich anfänglich so an, als dass der Preis fürs Mutterglück erstmal ganz schön hoch gewesen ist. Selten habe ich mich in meinem Leben so fremdbestimmt gefühlt wie in den ersten Wochen und Monaten mit Baby. Aber auch dieses Gefühl ging irgendwie vorüber, und so schlimm war es dann wohl auch nicht, denn der Mut reichte schließlich irgendwann für Töchterlein Nr. 2 und 3…EmmaBee.Vitra1Nach diesem holprigen Start klingt es vielleicht komisch, aber heute fühle ich mich so frei wie nie zuvor, und das trotz oder vielleicht ja auch gerade wegen meiner 3 kleinen Kinder. Ok, zugegeben: durchtanzte Nächte und späte Frühstücke sind gerade weniger angesagt, an meiner derzeitigen Spontanität arbeite ich beharrlich und die grandiose Unbekümmertheit wurde in den letzten Jahren konsequent von jeder Menge Verantwortungsgefühl verdrängt.

EmmaBee.Vitra2Aber all dieser Veränderungen zum Trotz, fühle ich mich heute viel freier als damals, mit Anfang 20. Heute weiß ich nämlich etwas, von dem ich vor 10 Jahren noch überhaupt keine Ahnung hatte: die wirkliche Freiheit findet im Kopf statt, und die kann dir keiner nehmen. Keine äußeren Umstände, kein Lebensereignis und auch kein Mensch.

Alles andere, was ich viele Jahre lang für die absolute Freiheit hielt, ist nice-to-have aber mehr auch nicht.

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Noch nie habe ich zum Beispiel mehr von der Welt gesehen als jetzt. Die einen nennen es Wahnsinn, die anderen bestenfalls Wagemut: wir haben vor einigen Jahren unsere Ersparnisse zusammengekratzt nur um unsere Füße (mit Kleinkind und Baby) im karibischen Meer baumeln lassen. Mit klitzekleinem Baby haben wir den Salzburger Bergadvent genossen und den großen Schwestern bei ihren ersten Versuchen im Schnee zugeschaut. Und ganz egal ob nah oder fern, ich packe gerne meine ganze Familie ein und ströme hinaus in die große weite Welt…EmmaBee.Vitra3

Die Fotos zu diesem Post sind kürzlich an einem meiner vielen Lieblingsorte entstanden: im VitraHaus in Weil am Rhein. Ich bin weder eine große Design- noch Architekturliebhaberin, aber dennoch mische ich mich gerne unter all die Kunst-Studenten auf dem Vitra Campus und lasse mich ein bisschen Treiben und vor allem inspirieren… Jedem der mal in der Nähe von Basel ist, kann ich einen Besuch des Vitra Design Hauses nur empfehlen.EmmaBee.Vitra5

EmmaBee.Vitra6Die Kinder wurden für diesen Ausflug natürlich auch eingepackt – sie freuen sich immer wieder über das außergewöhnliche Gebäude, eine heiße Schokolade im wunderbaren Cafe, die neue Mega-Rutsche und darüber sich von ihrem sorgfältig gesparten Taschengeld im VitraStore ein neues, buntes MaskingTape zu kaufen.

Das MiniMädchen war übrigens auch dabei – fröhlich zappelnd genoss auch sie den Rundgang durchs DesignHaus. Für größtmögliche Freiheit bei unseren großen und kleinen Ausflügen mit Baby, schwöre ich auf eine gute Tragehilfe. Immerdann wenn der Kinderwagen an seine Grenzen stößt, oder das Baby nicht mehr mag, schnalle ich sie mir um den Bauch und die Welt ist wieder in Ordnung.

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Ich habe alle meine 3 Kinder viel herumgetragen. Baby Nr. 1 hasste den Kinderwagen, mit Baby Nr. 2 im Tragetuch hatte ich auch fürs große Kind noch mindestens eine freie Hand, und auch Töchterlein Nr. 3 und ich sind noch häufig an einem Stück anzutreffen. Sechs verschiedene Babytragen und -Tücher (im Online-Shop von tausendkind gibt es eine große Auswahl) haben mir in all den Jahren den Alltag grandios erleichtert und Zuhause, wie auch Unterwegs, wieder mehr Freiheit geschenkt: das Tragetuch fand ich vor allem in den ersten Monaten super, meine Töchter haben stundenlang friedlich geschlummert und wir haben uns so (meistens) gegenseitig sehr genossen. An der Sling kam ich schon allein aus modischen Gründen nicht vorbei, diese Trageweise war mir aber mit immer schwerer werdendem Baby irgendwann zu einseitig. Die Marsupi-Trage finde ich eine gute Alternative zum klassischen Tragetuch, vor allem weil sie sich schnell und unkompliziert umlegen lässt. Zur Zeit bin ich mit dem Tragesitz Miracle von BabyBjörn sehr zufrieden. Selten habe ich bequemer getragen, was vor allem daran liegt, dass die Tragehilfe sich wunderbar und passgenau einstellen lässt. Besonders angenehm finde ich die stabilisierende Rückenstütze, und dass ich selber entscheiden kann ob ich das Gewicht eher auf Taille, Hüfte oder Schultern verlagern möchte. Egal ob ein Spaziergang durchs VitraHaus oder die allabendliche Quengelstunde, der Tragesitz ist unser treuer Begleiter, und auch mit immer schwerer werdendem Mädchen ganz ohne Rückenschmerzen…20150331_135400081_iOSIch kann dir gar nicht oft genug sagen, wie sehr ich es liebe mit meiner Familie die Welt zu erkunden. Wann immer es geht, besuchen wir bereits liebgewonnene Orte, erweitern die Liste um ein paar neue Lieblingsplätzchen und tauchen ein in fremde Gegenden und andere Länder. Und dann genießen wir einfach was all diese Erlebnisse und Erfahrungen mit uns machen…EmmaBee.Vitra10Und Du? Wann fühlst du dich am freiesten? Und wie und wo genießt du deine Freiheit am meisten?

Ich wünsche Dir einen guten Start in die Woche mit vielen großen und kleinen Freiheiten!

Bis zum nächsten Mal.

Allerliebst,

*bee