Auf manche Wunder ist eben einfach Verlass…

…zum Beispiel auf dieses hier: gerade noch ist man tagtäglich in FlipFlops und Trägerkleidchen durch den Garten gehüpft, hat am Meer die Füße in den warmen Sand gesteckt und den Tag mit Sonnenmilch und Wassereis begrüßt. Dann, im nächsten Moment, findet man sich plötzlich auf der heimischen Couch wieder, die Füße unter der Decke, eine Tasse Tee in der Hand… ‚Och nö…‘ denk ich mir dann jedes Jahr aufs Neue.

Kein Jahreszeitenübergang fällt mir schwerer als der Wechsel von Sommer zu Herbst. Zumindest im ersten Moment. Ein paar Tage lang weigere ich mich dann auch konsequent mich wieder an Socken an den Füßen zu gewöhnen, die dickere Strickjacke herauszukramen oder nach den Herbstschuhen zu suchen… Nö, warum auch – ich bin ja schließlich noch voll und ganz im Hochsommer-Modus.

Und dann passiert – auch sehr plötzlich und jedes Jahr wieder total unerwartet – das Folgende: die Abende auf der Couch werden so unglaublich wohlig und gemütlich, der Liebelingstee hat noch nie besser geschmeckt und warm eingepackt sitzt man stundenlang mit den Kindern im Garten und knackt die frisch gepflückten Haselnüsse. Oh wie wunderbar! Wer braucht da noch den Sommer wenn er so einen schönen Herbst haben kann.

Und noch etwas liebe ich am nahenden Herbstbeginn: die wunderbar leckere und erdige Herbstküche…

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Nach einem späten Frühstück wurde das Mittagessen heute gegen dieses besonders leckere und sättigende Nachmittags-Treat eingetauscht…

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Süß karamellisierte Birne mit rahmigem Schmand, Keksbruch und geröstete Haselnüsse sorgen für ein wunderbares Glücksgefühl und ganz viel Vorfreude auf den Herbst. Die leichte Sommerküche ist ein unbestrittenes feines Vergnügen, noch mehr liebe ich aber das Gefühl nach einem leckeren, herbstlichen Gericht: satt, angenehm voll und glücklich bis in die Zehenspitzen. Sowas kann nicht mal der Sommer…

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Und noch etwas macht mir den Herbst jedes Jahr aufs Neue richtig schmackhaft: all die wunderbaren Kochbuch-Neuerscheinungen die ihren Weg in unser Haus finden. Ein ganz besonderes Kochbuch hat dabei mein Herz im Sturm erobert und mir gleichzeitig das wunderbare Birnen-Dessert beschert…

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„Heute koch ich, morgen brat ich – Märchenhafte Rezepte“ (Hölker Verlag) ist das neue Werk von Koch, Autor und Foodblogger Stevan Paul und dabei alles andere als ’nur‘ ein Kochbuch. Das Buch erzählt in 8 Kapiteln 8 bekannte Märchen und liefert die dazu passenden Rezepte für märchenhafte Köstlichkeiten gleich mit. Stimmungsvolle Fotos lassen einen Eintauchen in eine zauberhafte Märchenwelt wie man sie sich einst als Kind mal erträumte. Die Gerichte sind allesamt überraschend und gleichzeitig angenehm unkompliziert. Egal ob Couch oder Küche – in diesem Buch schmökert man überall gern.

Hier das Rezept für die gebratenen Birnen mit gerösteten Nüssen, Schmand und Zuckerrübensirup (für 4 Personen):

100 g Schmand mit 3 – 4 EL Birnensaft und einer Messerspitze Zimt cremig rühren und kalt stellen. 100 g geschälte Haselnusskerne grob hacken und in einer Pfanne in 2 EL Öl goldbraun rösten. 100 g Butterkekse zerbröseln und gemeinsam mit 10 g Butter zugeben, anschließend beiseite stellen.

4 Birnen schälen, halbieren und mit einem kleinen Löffelchen oder einem Kugelausstecher entkernen. Den Boden einer großen beschichteten Pfanne mit 4 EL braunem Zucker ausstreuen. Anschließend die Birnen mit den Schnittflächen nach unten einlegen und bei milder Hitze den Zucker schmelzen und die Birnen leicht karamellisieren lassen. 40 g Butter zugeben und schwenken. Nach etwa 3 Minuten die Birnen wenden und nochmals wenige Minuten in der Karamellbutter schwenken.

Schmand kreisförmig auf Tellern verstreichen, die Birnen daraufsetzen und mit den Haselnuss-Keksbröseln bestreuen. Zum Schluss etwas Zuckerrübensirup streifig über das Dessert träufeln und sofort servieren.

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Der Herbst wird wunderbar, oder? Unsere tagtägliche Lieblingsbeschäftigung gerade: viele, viele frische Haselnüsse pflücken und stundenlang im Garten knacken… Und was ist Deine?

Ich wünsche Dir ein wunderbares Wochenende.

Allerliebst,

*bee