Ein feines Rezept gegen das montägliche Och-nööö-Gefühl…

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Weißt Du wie ich einen Großteil meines Sommers verbracht habe? Ich erzähl’s Dir: jeden Abend habe ich den Tisch im Garten gedeckt, ein paar Leckereien zu einem Salat zusammengeworfen, der Grill wurde angeschmissen und anschließend habe ich, jeden Tag aufs Neu,e tonnenweise Halloumi verdrückt… Ach wie wunderbar! Ich liebe den zypriotischen Grillkäse so sehr, dass mir in diesem Sommer selten etwas anderes auf den Rost kam. Vor einigen Jahren noch musste man den ganzen Wintern hindurch eine elende Halloumi-Durststrecke erleiden, bevor er endlich im Frühsommer wieder in die Supermarkt-Regale zurückkehrte. Heutzutage bekommt man den schneeweißen Käse meist ganzjährig zu kaufen, warum also nicht ein wenig Sommerküche in den Herbst und in all die anderen Jahreszeiten retten… „Quietschekäse“ (wie meine Kinder den Halloumi nennen) geht immer und braucht glücklicherweise auch gar nicht viel drumherum um einfach nur köstlich zu schmecken…

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Heute Mittag habe ich mir feinen Halloumi im Thymian-Haselnussmantel mit Ofengemüse gebrutzelt. Und was jetzt ganz schön aufwendig klingt ist in Wirklichkeit mega-einfach und unverschämt lecker. Das Gericht steht in 30 Minuten auf dem Tisch und ist die ideale Kombination aus Sommer-Sehnsuchtsküche und herzhafter und sättigender Herbst-Cuisine…

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Und so gehts:

Für das herbstliche Ofengemüse 4 Karotten (ich habe 2 lilafarbene und 2 gelbe Karotten verwendet), einen kleinen Hokkaido-Kürbis, 4 mittelgroße Kartoffeln und eine rote Zwiebel waschen, evlt. schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Das Gemüse in eine Schüssel geben und mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und einem EL frischer Thymianblätter  würzen. Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze vorheizen) und das Gemüse währenddessen kurz durchziehen lassen. Anschließend das Herbstgemüse auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und gleichmäßig verteilen. Im Backofen etwa 20 Minuten backen bis das Gemüse goldbraun geröstet und durchgegart ist.

In der Zwischenzeit eine Packung Halloumi in 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Ein paar Haselnüsse (ca. 10 Stück) mit einem scharfen Messer in feine Blättchen schneiden. Haselnussblättchen mit 1 EL frischem Thymian in einem tiefen Teller vermischen. Hallolumischeiben beidseitig mit etwas Olivenöl einpinseln und so lange in die Nuss-Kräutermischung drücken, bis diese an dem Käse haften bleibt. Eine Grillpfanne erhitzen und den Halloumi von jeder Seite goldbraun anbraten.

Halloumi auf dem warmen Ofengemüse anrichten, mit der eventuell übrig gebliebenen Nuss-Kräutermischung bestreuen und sofort servieren.

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Ich liebe dieses Gericht für seine Einfachheit und seine unglaubliche Geschmacksvielfalt. Und weil vom Ofengemüse sogar noch etwas übrig geblieben ist, freue ich mich morgen über einen kalten Herbst-Salat mit Ziegenkäse. Hmmmm….!

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Hach, so einfach ist es manchmal die Montage von ihrem Och-nööö-Gefühl zu erlösen…

Ich hoffe Du hattest einen guten Start in die Woche.

Habt’s fein!

Allerliebst,

*bee

Diesem Post schicke ich schon einmal ein kleine Entschuldigung voraus…

Heute mache ich mich vielleicht ein klein wenig unbeliebt – zumindest bei einigen Geburtstagskindern, Jubilaren und Brautpaaren in meinem näheren Umfeld – sorry, ihr Lieben! Es gibt und gab viele, viele wunderschöne Feste, Taufen, Hochzeiten, Geburtstage, Willkommensfeten und Einweihungsfeiern, und viel weitere werden noch folgen, ABER egal wie schön die Braut, wie niedlich der Täufling, wie glücklich strahlend das Geburtstagskind oder wie schick die neue Wohnung auch ist: Augen habe ich irgendwann nur noch für eins: die Käseplatte. Äh…, wie bitte? Äh, JA. Ist einfach so. Die Erinnerung an richtige gute gute Parties und Feste verknüpft mein Gehirn deswegen auch immer mit den entsprechenden Käseplatten.

Weil ich seit vielen Jahren nur noch sehr, sehr selten Fleisch esse, habe ich mein Herz irgendwann an guten Käse verloren. Ein Stückchen würziger Bergkäse, eine Ecke gereifter Pecorino, eine Scheibe  aromatischer Berblumenkäse oder ein Hauch zart-schmelzender Ziegenfrischkäse befördert mich ohne Umwege direkt auf Wolke Sieben. Und für alle die diese große Käse-Liebe mit mir teilen, habe ich heute eine etwas andere Idee für eine wunderbar leckere Käseplatte…

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Statt obligatorischem Käsebrett oder klassischen Käse-Trauben-Spießchen kommt diese Käseplatte im klasischen Hochzeitstorten-Look daher. Mehrstöckig und fein dekoriert mit allerlei leckeren Käse-Begleitern sieht sie nicht nur zauberhaft aus, sondern schmeckt auch noch absolut einzigartig…

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Für die dreistöckige Käse-„Torte“ habe ich 3 verschiedene runde Weichkäse-Sorten verwendet. Begleitet werden Camembert und Co von saftigen Birnen, fruchtigen Feigen, knusprigen Nüssen und aromatischen Kräutern. Mit etwas frischem Baguette und Feigensenf wird die Käseplatte zum mega-starken Glücklichmacker, garantiert!

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Und so gehts:

3 (oder mehr) runde Käselaibe in verschiedenen Größen so aufschneiden, dass sie halbiert sind. Birnen und frische Feigen in dünne Scheiben schneiden und jeweils fächerartig auf je einer Käsehälfte anordnen und mit der zweiten Hälfte des Käses bedecken. Für den letzten Käse eine Handvoll Nüsse klein hacken und die beiden Käsehälften mit der Schnittfläche in die Nüsse drücken, zusammendrücken und die 3 Käselaibe aufeinander stapeln. Mit frischen Kräutern (z.B. Thymian, Rosmarin, Lavendel) dekorieren und auf einer Tortenplatte, einem Brettchen oder einer Platte servieren.

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Durch die mehrstöckige Anordnung lässt der Käse sich ähnlich einer Hochzeitstorte schneiden. Mit unterschiedlich großen bzw. kleinen Käselaiben kann man so für viele oder wenige Gäste eine kleine Köstlichkeit zaubern. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, neben Birnen, Feigen und Nüssen gibt es noch viele, viele weitere leckere Käsebeilagen wie z.B. Zwiebelkonfitüre, Chutneys, Weintrauben, Frischkäsecremes etc. die diese besondere Käseplatte zu einem ungewöhnlichen Augen- und Gaumenschmaus werden lassen.

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Meine liebste Variante übrigens: einmal ein Stückchen von oben bis unten durchschneiden und mit einer Handvoll Weintrauben, frischem Baguette und gekühltem Weißwein genießen. Ein Traum. Vor- und Hauptspeise fallen aus, nur für das Dessert wird noch ein klein wenig Platz gelassen. Prost!

Ich wünsche Dir eine schöne Woche.

Bis zum nächsten Mal.

Allerliebst,

*bee

Du kommst mir gerade recht…

Hallo Alltag, da bist Du ja wieder. Wo hast Du nur so lange gesteckt. Zugegeben, erst konnte ich es gar nicht abwarten Dich eine Weile gegen ganz viel Abwechslung einzutauschen, aber der Sommer bescherte mir hin und wieder zuviel des Guten, und so bin ich jetzt heilfroh, dass Du, lieber Alltag, endlich wieder da bist. Mach’s Dir gemütlich und lass Dich ruhig ein wenig bei mir nieder…

Und weil Alltag und Langeweile auf gar keinen Fall ein und dasselbe sind, lasse ich es mir gerade so richtig gut gehen…

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Heute hat bei uns die Schule wieder begonnen, und damit ist auch im allerletzten Eckchen unseres Lebens wieder der Alltag eingekehrt. So sehr wie in diesem Jahr habe ich mich noch nie zuvor auf Alltäglichkeit gefreut. Die letzten Wochen waren schön und leider auch manchmal ein wenig schrecklich, und so freuen wir uns alle auf ganz viel Unaufgeregtheit, jede Menge entspannte Stunden und einen schönen Altweibersommer.

Zur Feier des Tages gab es für mich und mein Schulkind heute dieses wunderbare schnelle Mittagessen…

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Die Pizza mit Birnen, Ziegenkäse und Thymian ist allerbeste Alltagsküche: im Nu gebacken und wunderbar köstlich. Wenn es schnell gehen muss (also meistens), greife ich gerne auf Fertig-Pizzateig aus dem Kühlregal zurück. Damit ist die Pizza in einer Viertelstunde auf dem Tisch…

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Pizza mit Birnen, Ziegenkäse und Thymian:

Backofen auf 250 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Um einen krossen Boden zu bekommen, Backblech auf den Boden des Backofens legen.

Einen Fertig-Pizzateig auf etwas Backpapier ausrollen. 100 g Ziegenfrischkäse mit 100 g Saurer Sahne vermischen und glatt rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 2 Birnen waschen, vierteln, entkernen und in dünne Spalten bzw. Scheiben schneiden. Ziegenkäse-Sahne-Mischung auf den Pizzaboden geben und glatt streichen. Birnenscheiben gleichmäßig darauf verteilen. 100 g Ziegenkäserolle in dünne Scheiben schneiden und Pizza damit belegen. 1 EL frische Thymianblätter sowie 50 g fein geriebenen Pecorino darüberstreuen. Pizza samt Backpapier auf das heiße Backblech geben und etwa 8-10 Minuten auf dem Ofenboden backen. Anschließend das Backblech noch für 2-3 Minuten in die Mitte des Ofens geben, bis der Käse eine goldene Farbe annimmt.

Habe ich dieses mal zwar vergessen, aber trotzdem unbedingt machen: vor dem Servieren 1-2 EL gehackte, geröstete Walnüsse sowie einen TL Honig über die Pizza streuen bzw. träufeln – kööööööstlich!

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Und während Du dies hier liest, mache ich mir schon wieder Gedanken über all die herrlich unaufregenden Dinge die sich in den nächsten Tagen und Wochen noch so anstellen lassen. Ich freu mich drauf!

Ich wünsche Dir und mir eine wunderbare Woche voller Genuss-Momente.

Allerliebst,

*bee

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