Ein wenig Urlaubsgeflüster…

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…gibt es heute auf dem Blog. Und wenn Du Lust hast, dann mach es Dir ruhig gemütlich, für Dich blättere ich heute ein klein wenig im Familien-Fotoalbum…

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Mit Kind und Kegel sind wir im August für 3 Wochen nach Bella Italia entschwunden. In der wunderschönen Toskana liegt ein kleines malerisches Paradies, so schön, dass man sich immer wieder in den Arm kneifen muss, um endlich zu begreifen dass man wirklich hier ist und nicht einfach nur tag träumt…

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Grüne Hügel und Zypressen-Alleen wohin man schaut. Während der kleine Hofladen des Weinguts seine Pforten öffnet werden im Hof die Tische mit rot- und blau-weiß karierten Tischdecken fein gemacht. Die Kinder toben durch den Olivenhain, füttern die Hühner oder suchen nach Pfauenfedern. Wir lassen uns unter dem großen Feigenbaum nieder und schauen dem buten Treiben ein wenig zu. Schon bald werden die ersten Antipasti-Platten herausgetragen, Wein und Traubensaft schmecken jetzt besonders gut und wie jeden Tag, freue ich mich am allermeisten auf den Espresso und das frische Stück Crostata nach dem Essen…

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So oder so ähnlich sahen viele unserer Tage auf dem biodynamischen Weingut Fattoria La Vialla aus. In der Nähe der toskanischen Stadt Arezzo (bekannt durch den Film „Das Leben ist schön“) findet man La Vialla. Gewohnt wird in einem der vielen auf dem Gut verteilten Landhäuser, die Tage verbringt man ganz entspannt und wunderbar direkt auf dem Hof mit viel Faulenzen, leckerem Essen und netten Menschen oder erkundet wahlweise die Gegend. Siena und Florenz sind nicht weit entfernt, und selbst ein Tages-Ausflug ans Meer ist gut möglich.

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Für unseren Urlaub mit 3 (mehr oder weniger) kleinen Kindern hatten wir uns nur eines vorgenommen: die kostbare Zeit sollte für ALLE so entspannt und schön wie nur irgendwie möglich sein. Unser Alltag ist oft stressig und hektisch genug, deswegen gab es im Urlaub auch keine Städtetouren bei 38 Grad, keine 276457 Kirchen-Besichtigungen und auch sonst eher kein italienisches Kulturprogramm. Auf dem Tagesprogramm stattdessen: Ausschlafen, wunderbares Essen genießen, Faulenzen, Lesen, Grillen und dem Haus-Esel und den Hasen täglich ‚hallo‘ sagen…

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Das kleine Mädchen, gerade ein Jahr alt geworden, hat das mit der Entspannung sehr genau genommen. Zufrieden, ausgeruht und ausgeglichen genoss sie viel Dolce Vita, machte ihre ersten Schrittchen und sogar ihre helle Haut bekam endlich mal  ein klein wenig Farbe ab…

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Einer der liebsten Begleiter im Urlaub und sonstwo: der Kinderwagen. Hier wurde in den letzten Wochen ganz neugierig in die Welt geschaut und auch viel geschlafen. Ein gutes halbes Jahr ist er nun alt, unser Britax Affinity. Er hat uns wohlbehalten durch die ersten Monate gebracht, bei einer Kollision mit einem rasanten Radfahrer das MiniMädchen heldenhaft beschützt, und nun war ich schon ganz gespannt wie er nach all der Aufregung mit der toskanischen Hügellandschaft zurechtkommt. Städte liebt der wendige Babyflitzer sehen, in unserem kleinen bayrischen Dorf findet er sich auch gut zurecht und nun hat er auch 3 Wochen Italien-Abenteuer mit holperigen Wald- und Wiesenwegen mit Bravour gemeistert.

Dabei wartete die erste Hürde noch vor Urlaubsbeginn: der Kofferraum. 2 Erwachsene, 3 Kinder, 1 Auto und 3 Wochen Urlaub – das bedeutet jede Menge Gepäck. Und irgendwo mitteinrein musste noch ein Kinderwagen passen. Dank kompaktem Wagen-Klappmaß und den begnadeten Tetris-Pack-Künsten meines Mannes, war das alles ein Kinderspiel. Im Nu waren Koffer, Kinderwagen, Pool-Spielzeuge & Co problemlos im Auto verstaut.

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Mein lieb gewonnenes Nachmittags-Ritual: das kleine Mädchen durch den Olivenhain in den Schlaf schieben, dann eine schöne, schattige Bank suchen und solange lesen bis die kleinen Äuglein wieder aufgehen. So habe ich es geschafft in 3 Wochen 4 Bücher zu lesen, das ist mit 3 Kindern im Gepäck eine beachtliche Leistung, wie ich finde…

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Und so gingen 3 Wochen dahin – zwischendrin wurde es mal kurz aufregend, aber dann kehrte sie glücklicherweise wieder zurück: die langersehnte Entspannung und das viele Nichtstun. Und so lange die Kinder noch klein sind, brauche ich auch nicht viel mehr im Urlaub. Kultur, Sightseeing- und Shopping-Touren sind in ein paar Jahren auch wieder in Sichtweite, aber bis dahin genieße ich noch die grenzenlose Freiheit des Einfach-in-den-Tag-hinein-Lebens ganz ohne die vielen Das-musst-du-gesehen-habens…

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Ihr Lieben, das waren ein paar kleine Eindrücke meines Sommers, ich hoffe es hat Euch gefallen…

Und wie war Dein Sommer?

Ich schwelge nun noch ein klein wenig in Urlaubserinnerungen, bestelle vielleicht gleich noch ein italienisches Care-Paket und genieße anschließend viel warme Herbstsonne…

Habt ein wunderschönes Wochenende!

Allerliebst,

*bee

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Was ist eigentlich die Steigerung von italienischer Küche?

Meine Antwort auf diese Frage kommt garantiert wie aus der Pistole geschossen: die Steigerung italienischer Küche ist für mich VEGETARISCHE italienische Cucina. Sie steckt voller Leckereien aus dem sonnigen Paradiesgarten, ist pur und kommt wunderbar ohne jegliche Extravaganz aus.

Viele Jahre habe ich mich vegetarisch ernährt, heute tue ich das nicht mehr, allerdings esse ich höchstens einmal pro Woche Fleisch.

Der Start in diese Woche war schwer – draußen wartete  graues Regenwetter und frostige Temperaturen, also lieber drinnen bleiben und auf die nächsten Sonnenstrahlen warten. Die Zwischenzeit habe ich mit Brot backen überbrückt, übrigens meine Lieblingsbeschäftigung für kalte Tage oder schlechte Laune – das fein duftende, ofenwarme Brot holt dich garantiert aus jedem noch so tiefen Keller.

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Pane alle Olive vertreibt nicht nur schlechte Montagslaune, sondern damit kann man auch dem Fernweh ein klein wenig nachgeben und sich nach Bella Italia träumen. Und plötzlich erstrahlt auch so ein grauer Montag in hellem Glanz. Das Oliven-Brot schmeckt pur ganz wunderbar und mit ein bisschen Drumherum sogar noch ein klein wenig besser. Während das warme Brot also etwas abkühlen durfte, schmorten im Backofen ruckzuck ein paar konfierte Kirschtomaten (Pomodorini al forno)…

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Weil es bei uns häufiger fleischlos zugeht, halte ich immer gerne Ausschau nach guten vegetarischen Kochbüchern. Glücklicherweise hat sich hier in den letzten Jahren viel getan, die Auswahl wächst und wächst. Neben vielen wirklich guten und alltagstauglichen Büchern möchte ich eine Reihe ganz besonders hervorheben. Im Brandstätter Verlag sind in den letzten 3 Jahren 3 wunderbare und beeindruckend umfangreiche vegetarische Kochbücher erschienen. Den Anfang machte vor knapp 3 Jahren „Österreich vegetarisch“, ein Jahr später folgte „Deutschland vegetarisch“, und im letzten Jahr kam „Italien vegetarisch“ hinzu. Die österreichische Küche hat mein Herz schon lange erobert, an die deutsche vegetarische Küche habe ich mich leider noch nicht herangetraut, dafür bin ich seit Wochen schon total in „Italien vegetarisch“ verschossen. Der Autor, Claudio Del Principe, sagt selber von sich, er sei „süchtig nach Kochen“. Das Vegetarier-Dasein hat er selber für einige Zeit ausprobiert und sich immer wieder über die exotischen Zutaten, Gewürze und Ersatzprodukte der vegetarischen Küche gewundert: „Kinder, was macht ihr da? Esst doch lieber italienisch. Dann werdet ihr satt und glücklich.“ Und so kam es zu diesem Buch, und der schweren Aufgabe zu entscheiden, welche der mehreren hundert fleischlosen italienischen Gerichte ins Buch dürfen.

Entstanden ist ein wunderbares, in Jahreszeiten gegliedertes, Kochbuch mit 150 köstlichen Rezepten von Norditalien bis Sizilien. Und so stehe ich nun regelmäßig vor der großen Herausforderung mich für nur eines davon zu entscheiden. Keine leichte Aufgabe. Gestern fiel die Entscheidung für selbstgebackenes Brot und Sommergefühle in Tomatenform mehr als leicht, das ist aber bei der Vielzahl an Möglichkeiten nicht immer so…

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Rezept für Pane alle Olive:

20 g Frischhefe mit einer Prise Zucker in etwas lauwarmem Wasser auflösen, 2 EL Mehl einrühren und 30 Minuten zugedeckt gehen lassen.

In einer Schüssel 10 g feines Meersalz mit etwas Wasser auflösen, 1 EL gutes Olivenöl einrühren. 200 g entsteinte Oliven (schwarz oder grün), 500 italienisches Weizenmehl Type 00 (heißt manchmal auch „Pizza-Mehl“; ersatzweise Mehl Type 405) und Vorteig dazugeben. Etwa 300 ml lauwarmes Wasser schluckweise dazugeben und gut durchmischen.

Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem glatten, weichen Teig verkneten. Falls nötig mehr Wasser (oder Mehl) hinzugeben.

Teig in eine bemehlte Schüssel legen, mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort 1 – 2 Stunden gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

2 langgezogene Brotstangen (oder einen Kranz – für die Form Marmeladenglas in die Mitte geben und erst nach dem Backen entfernen – habe ich vergessen wie man auf den Bildern sieht! ;-)) formen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben, erneut mit einem Küchentuch abdecken und weitere 30 Minuten gehen lassen.

Ofen auf 200 grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Olivenbrote mit etwas Olivenöl einpinseln (alternativ mit Mehl bestäuben) und ca. 30 Minuten knusprig backen.

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Und hier kommt das Rezept für die konfierten Kirschtomaten:

Backofen auf 140 Grad Umluft vorheizen.

500 g kleine Tomaten waschen, abtropfen und halbieren. Mit der Schnittfläche nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben. Schnittflächen dünn mit Puderzucker bestreuen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

2 Knoblauchzehen schälen, in Scheiben schneiden und mit etwas Thymian (etwa 4 Zweige) über die Tomaten verteilen. Etwas Olivenöl darüber träufeln und 1 Stunde im Backofen konfieren, bis die Tomaten eine leicht karamellisierte Schnittfläche bekommen.

Die Tomaten schmecken warm oder kalt und lassen sich im Kühlschrank abgedeckt mindestens 1 – 2 Tage aufbewahren.

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Mein miesepetriger Montag wurde nun also doch noch bombig und unsagbar lecker. Heute gibts das leckere Brot und die restlichen Tomaten mit etwas Büffelmozzarella zum Abendbrot, und wenn alle Kinder im Bett sind, gebe ich mich satt und zufrieden ein bisschen der Urlaubsplanung hin. Im Sommer gehts wieder für 3 Wochen in die Toskana. Dort urlauben wir übrigens nicht nur zum dritten Mal (ein Traum!), nein, dort bestellen wir auch das ganze Jahr über all die leckeren italienischen Köstlichkeiten wie Käse, Pasta, Olivenöl und Wein.

Ich hoffe Du hättest einen guten Start in die Woche!

Bis zum nächsten Mal.

Allerliebst,

*bee