Manche Dinge sind doch einfach zum Abgewöhnen, oder?

Hast Du auch etwas, dass Du Dir am liebsten abgewöhnen möchtest? Vielleicht hast Du’s ja auch schon längst getan. Das Rauchen, all der ganze Süßkram zwischendurch, die Frustkäufe oder vielleicht auch ganz was anderes…?

Ich stecke schon eine ganze Weile in einer vermutlich niemals endenden Entwöhnungsphase, und weil mein Bewegungsradius zur Zeit ziemlich eingeschränkt ist , es sich vom Sofa aus eher schlecht kochen, backen und basteln lässt, nutze ich die Zeit und erzähle Dir ein klein wenig davon.

EmmaBee.Nähkästchen

Ich bin eine ewige Optimiererin. Am liebsten alles und jeden. Das Haus, die Ernährung, die Figur, den Mann, die Kinder, den Job… ach, am besten gleich das ganze Leben!
Blöd nur, dass sich das auch meist als nicht besonders befriedigend herausstellt, denn die Dinge immer noch ein klein wenig besser und schöner machen zu wollen setzt voraus, dass kaum etwas jemals gut genug ist. Es macht rastlos, unzufrieden und man nervt damit sich und all die anderen.

Mit dieser lebensverändernden Einsicht übe ich mich seit einigen Jahren in buddhistischer Gelassenheit, nehme viele Dinge wie sie kommen und vertraue auf das Leben. Das funktioniert noch nicht immer, aber sehr oft.

Eines muss ich jedoch gestehen: es gibt einen Bereich in dem ich mir meinen kleinen Optimierungswahn weiterhin gönne: beim Thema ORDNUNG. Ich brauche viel davon um nicht im Alltags-Chaos unterzugehen, hasse Hausarbeit und will in diesem Lebensbereich mit ganz, ganz wenig möglichst viel erreichen. Also wird an allen Ecken und Enden optimiert: in den Kinderzimmern (für schnelleres Aufräumen), im Büro (fürs zielsichere Finden) und im Kleiderschrank (für den besseren Überblick).

Heute zeige ich Dir ein paar meiner Aufräum- und Verstaulösungen, die mir beinahe täglich ein richtig gutes Gefühl geben und meinen Ordnungssinn beschwichtigen. Seit unserem Umzug im Herbst letzten Jahres, bin ich stolze Besitzerin eines kleinen Home-Office. Dort steht mein großes Sammelsurium an Notizbüchern, meine Bastel-Utensilien und eine unglaubliche Menge an Krimskrams, der meinen Mann fast täglich an den Rand der Verzweiflung bringt. In meinem kleinen Stübchen blogge ich, bezahle Rechnungen oder stehl der Zeit einen kleinen, unbemerkten Augenblick. Es gibt nur einen Haken an der Sache: der kleine Raum droht bald schon im absoluten Chaos unterzugehen. Seine Tage im aufgeräumten Zustand lassen sich im letzten halben Jahr an einer Hand abzählen, und manchmal ertappe ich mich schon dabei kurz nach dem Betreten auch schon wieder die Flucht zu ergreifen. Zuviel Schischi, alles ist vollgestellt, anstatt der wunderbaren Ideen macht sich oft nur schlechte Laune breit und finden tu ich auch nix wenn ich mal etwas suche. Und weil das so nicht weitergehen kann, wird nun gnadenlos, aufgeräumt, weggeschmissen und neu organisiert. Und wie das aussieht zeige ich Dir heute hier.

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Eine der wichtigsten und bahnbrechendsten Anschaffungen in der letzten Zeit waren 2 dieser Archivboxen (meine stammt von hier). Eine gehört mir, eine meinem Mann. Gefüllt sind sie mit jeweils 12 Hängemappen (z.B. diese hier), die ich individuell beschriftet habe (To-Do, Job, Blog, Kinder, Ablage, Quittungen/Rechnungen, Steuer, DIY, Rezepte, etc). Stapelweise Dokumente, Papiere etc. die bislang im ganzen Haus verteilt herumflolgen, wandern nun in die Box, ins jeweilige Fach. Wenn Überfüllung droht wird ausgemistet bzw. abgeheftet. Herrlich einfach, unkompliziert und entschärft das Zettel-Chaos ungemein.

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Eine Stiftebox gehört auf jeden Schreibtisch, und wenn sie dazu auch noch hübsch anzusehen ist, hin und wieder auch einen Outfitwechsel mitmacht gefällt mir das umso besser. Diese beiden Boxen sind aus 2 Lebensmittel-Konservendosen, Bastelpapier und Heißkleber im Nu gebastelt und bieten einer stattlichen Anzahl an Schreibwerkzeug, Pinseln und Scheren ein neues Zuhause. Einzige Bedingung: hinein wandern darf nur was funktioniert. Alles andere kommt weg! Die kleinen Umschläge dienen als Wandutensilos – die Anleitung gibts hier.

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Ein Fass ohne Boden ist meine große Sammlung an Bastel- und Dekomaterial. Und wenn ich etwas bestimmtes brauche, finde ich es mit ziemlicher Sicherheit gar nicht oder erst nach 3 Wutanfällen und 5 Tagen Suche. Damit dieser Zustand ein Ende hat, wird auch hier nun fleißig aussortiert, weggeworfen und umgeräumt. Alles was bleiben darf wird so verstaut, dass es möglichst leicht ist Ordnung zu halten und die Sachen auch immer griffbereit sind, wenn ich danach suche. Die vielen, vielen Meter (oder eher Kilometer) Schleifenbänder habe ich in einer alten Schubladenbox verstaut. Diese diente letzten Sommer noch als Garten-Tablett und beförderte Eiskaffees, Cocktails und Snacks nach draußen. Der Holzbox habe ich einen weißen Anstrich verpasst und nun beherbergt sie meine Bänder-Rollen.

Und auch wenn schon einiges passiert ist und das Chaos langsam kleiner wird, genug zu tun gibts immer noch. Gelegenheit für mindestens einen weiteren Home-Office-Organisations-Post, oder zwei oder drei…

Wenn Du magst und das Frühjahrsputz-Fieber dich auch schon gepackt hat, darfst Du mir sehr gerne auch dann wieder über die Schulter schauen. Ich freue mich auch über alle geteilten persönlichen, weltbesten Aufräum-, Verstau- oder Organisations-Tip, schreib einfach einen Kommentar und lass mich wissen wie du gegen das tägliche Chaos ankämpfst.

Mach`s gut und bis zum nächsten mal,

*bee

Girls tooled up!

Dieser Post geistert schon soooo lange in meinem Kopf herum, und ich freue mich ihn jetzt endlich zu schreiben! Und das beste daran: es die Fortsetzung ist schon geplant, weil dieser Post ist nur der Anfang.

Ich bin eine Self-made Woman, liebe es anzupacken und bin unsagbar stolz wenn ich mich etwas getraut habe, dass eigentlich eine Nummer zu groß schien. Seit ich denken kann tue ich die Dinge am liebsten bei denen ich  mit meinen Händen etwas erschaffen kann, etwas dass man nach getaner Arbeit in der Hand halten oder zumindest bewundern kann. Als Kind verbrachte ich so manche Stunde in der Kürschner-Werkstatt meiner Großeltern, schaute zu, bastelte Dinge aus Fellresten und probierte alles aus was mir gerade in den Sinn kam. So muss es seinen Anfang genommen habe…

Egal ob Puppenhaus, Kinder-Sekretär oder Mini-Homeoffice, ich habe gelernt gutes Werkzeug zu schätzen. Werkzeug ist aber nicht gleich Werkzeug: manches ist unsinnig, manches nicht mehr wegzudenken und um meine Erfahrungen und Tips mit anderen DIY-begeisterten Mädels zu teilen, startet heute meine neue Serie „Girls tooled up“. In dieser Rubrik stelle ich Euch frauenfreundliche Werkzeug-Basics mit den entsprechenden DIYs vor. Lust? Dann folgt mir Mädels…

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Meine Werkzeug-Ausrüstung bestand lange aus 3 Schraubenziehern und der Bohrmaschine meines Mannes, die er einst von seinem Opa (oder war es der Ur-Opa? 😉 )  geerbt hatte. Gefühlte 120-kg schwer und 1000 Jahre alt. Beim Bohren riskierte man jedesmal einen Monster-Muskelkater oder den völligen Gehörverlust. Oder beides. Mit der Zeit füllte sich der eigens angeschaffte Werkzeugkoffer aber schön langsam und mittlerweile denke ich sogar schön  über einen einen Werkzeug-Schrank für mein umfangreiches und ständig wachsendes Tool-Set nach.

„Girls tooled up“ startet heute mit einem echten EasyPeasy-Projekt: einer Pinnwand im Stile der Bulletin-Boards wie es sie in den USA meist gibt. Korkpinnwände sind (bis auf wenige Ausnahmen wie diese hier ;-)) Schnee von gestern, die Zettelchensammlung für die Wand darf jetzt auch richtig hübsch daherkommen…

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Die Pinnwand ist schnell und ohne viel Materialaufwand gebaut. Und egal ob Arbeits-, Kinderzimmer oder Küche sie lässt sich für jeden Bereich und in jeder Größe anpassen und gestalten. Du brauchst für die Rückwand eine Pressspanplatte in der gewünschten Größe, Schaumstoff oder Volumenvlies zum Polstern, einen hübschen Stoff zum Beziehen der Pinnwand (an jeder Seite etwa 5 cm breiter als die Spanplatte + einen Rest zum Beziehen der Knöpfe), Schleifenband, Knöpfe und etwas doppelseitiges Klebeband.

Zum Bauen ist kaum Werkzeug notwendig, bis auf diesen kleinen Hauptdarsteller hier:

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Ein Tacker. Noch besser ein Akku-Takker. Lange Zeit habe ich mit einem einfachen Hand-Tacker gearbeitet, das war zum einen sehr mühsam zum anderen war genaues Arbeiten mit so einem Gerät sehr schwierig. Seit geraumer Zeit arbeite ich mit einem Elektro-Tacker, dem PTK 3,6 LI von Bosch. Der Tacker ist klein, handlich und liegt gut in der Hand. Er ist kabelfrei, der Akku entlädt sich dank der Lithium-Ionen-Technologie nicht und das Gerät ist immer einsatzbereit wenn ich es brauche. Und weil so ein Gerät einem dennoch eine gehörige Portion Respekt einflößen kann (wer will schon Tackernadeln in der Hand stecken haben?) beruhigt mich diese Tatsache ungemein: das Gerät ist gegen unkontrollierte Auslösung gesichert. Mit so einem Tacker lässt sich ein ganzes Haus im Nu mit Pinnwänden ausstatten, der Lieblingsstuhl neu beziehen oder kleinere Dekorationsarbeiten erledigen. Wunderbare Tips und Anregungen findest Du auch in der Heimwerker-Community 1-2-do.com.

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Und so wird die Pinnwand gebaut:

1. Schaumstoff oder Volumenvlies auf die Größe der Pressspanplatte zuschneiden und mit etwas doppelseitigem Klebeband  befestigen.

2. Stoff mit der rechten Seite nach unten auf eine gerade Fläche legen und glattstreichen. Spannplatte mit der Schaumstoffseite nach unten auf den Stoff legen, so dass an allen Seiten ein gleiches Stück Stoff übersteht.

3. An einer Seite beginnen und den Stoff über die Spanplatte legen, straff ziehen und mit dem Elektro-Tacker festtackern. Wenn eine Seite fertig ist, mit der gegenüberliegenden Seite fortsetzen, den Stoff dabei richtig festziehen, so dass eine gute Spannung entsteht. Dabei langsam vorgehen und den Stoff immer wieder glattstreichen, so dass sich keine Falten bilden. Alle Seiten festtackern, die Ecken vorsichtig umschlagen und ebenfalls mit dem Tacker so befestigen.

4. Schleifenbänder in der gewünschten Anordnung auf die Pinnwand legen und an jedem Ende mit etwa 5 cm Zugabe abschneiden. Ich habe 2 lange Bänder überkreuzt und 2 weitere kurze Bänder diagonal mit dem Tacker auf der Rückseite befestigt.  Dabei ebenso darauf achten, dass die Bänder mit der nötigen Spannung angebracht werden, damit diese später Zetteln, Fotos usw. genügend halt bieten.

5. Wenn die Bänder auf der Rückseite befestigt wurden, Pinnwand umdrehen und die Stellen an denen die Bänder sich überkreuzen zwei mal (kreuzweise) tackern. Keine Sorge, die Tackernadeln verschwinden später unter den Knöpfen.

6. Knöpfe mit passendem Stoff beziehen. Das dauert nur wenige Minuten. Eine Anleitung findest Du zum Beispiel hier.

7. Die Knöpfe nun entweder an der Pinnwand festnähen oder festkleben (ich habe mich für die schnelle Variante entschieden: Heißkleber).

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So einfach geht das, probiert es aus! Meine Pinnwand hängt in der Küche und die nächste kommt ins Arbeitszimmer, und soll ein großes Mood-Board werden. Und das nächste Tacker-Projekt ist auch schon in der Planung: ein Kopfteil für mein Bett ist dringend nötig. Die Ideen sind da, der Plan steht die Umsetzung folgt bald.

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So Mädels, das war mein erstes unverzichtbares Girls-Tool. Und wenn du auch so ein DIY-Girl bist wie ich, verrate mir doch was du gerade baust…? Oder bauen willst? Oder gebaut hast?

Ich freue mich.

Allerliebste Grüße,

*bee

Heute reise ich durch die Zeit, und wenn Du magst nehm ich Dich mit…

…denn ich habe mir meine eigene Zeitkapsel gebaut. Hä, was? Jaaaa. Sie funktioniert wunderbar, und nein, die Baunanleitung stammt nicht aus einem schlechten Science-Fiction-Roman.

Aber ich fange mal von vorne an: Kürzlich durfte ich ganz allein übers Wochenende nach Hamburg fliegen. In einem echten Flugzeug, nicht in der Zeitkapsel wohlgemerkt. Und weil alleine verreisen in meinem Mama-Leben ungefähr so häufig passiert wie ein Schneesturm im August, war dieser Augenblick natürlich etwas ganz besonderes. Früher hätte ich mit allein reisenden Frauen mitgefühlt (Oooooch, die Arme – so allein auf der Welt!), heute würde ich (je nach Verzweifelungsgrad) so einiges dafür tun ;-)…

Mein Gepäck schien mit unendlicher Zeit schon gut gefüllt zu sein, so dass leider, leider auch nur das Nötigste Platz fand: die Kreditkarte und ein Buch ;-).

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Hamburg war wunderbar und so manches Stündchen verbrachte ich mit diesem bezaubernden Buch: „Die Liste der vergessenen Wünsche“ von Robin Gold (blanvalet), ein Wohlfühlbuch für entspanntes und kurzweiliges Lesen. Kurz zur Story: Nach dem tragischen Unfalltod ihres Verlobten verliert sich die Hauptfigur Clara Black in der Trauer und sucht in ihrem Elternhaus nach Trost und Aufmunterung. Neben ihrer nervigen Mutter und dem heißgeliebten Bruder wartet dort auch ein Päckchen auf sie, ein Kästchen mit der Liste ihrer vergessenen Wünsche: geschrieben vor 20 Jahren. Robin Golds Roman erzählt eine traurig-skurrile aber auch hoffnungsfrohe Geschichte von Verlust, Kindheitsträumen und einem Neubeginn. Fortan beginnt Clara die Liste der vergessenen Wünsche aus ihrer Zeitkapsel (!) abzuarbeiten. Sie trainiert für einen Marathon, wagt eine Fahrt mit dem Heißluftballon, baut ein Lebkuchenhaus und schlägt endlich ihren Bruder im Memory. Ich habe das Buch sehr genossen und kleine Schwächen verzeiht man ihm gerne, es gibt kaum ein Buch dessen allerletzter Satz, ja dieser eine besondere Satz, mich so fröhlich gemacht hat.

Und weil ich Bücher wie dieses mag, denn sie erinnern mich an Filme wie „Die zauberhafte Welt der Amelie“ oder „Vergiss mich nicht“, verliebte ich mich sofort in die Idee einer „Zeitkapsel“. Einem Kästchen indem man Träume, Wünsche und deren Erfüllung sammeln kann. Wie schön muss es sein als schrumpeliges Omilein in 30 Jahren oder so mit einem prall gefüllten „Schatzkästchen“ auf der Couch zu sitzen und jeden einzelnen Glücksmoment nochmals nachzuempfinden. Schöner gehts kaum noch, oder?

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Ich kann gar nicht sagen wie sehr ich die Zeitkapsel-Idee liebe. Noch am selben Tag habe ich angefangen mir meine eigene kleine Zeitkapsel zu bauen. Ich habe verwendet was ich im Haus gefunden habe: eine alte Holzbox (einst eine Verpackung für eine Sacher-Torte), Stoffreste, Kleber und zum Verzieren etwas Bommelborte und einen Knopf. Eine Anleitung dafür wie man eine Box mit Stoff bezieht findest Du zum Beispiel hier, nur soviel es sieht hochkompliziert aus, war aber viel einfacher als gedacht. Meine Box lässt sich nach hinten aufklappen, dafür war beim Beziehen etwas Fummelarbeit notwendig, das geht bei einem Kistchen mit getrenntem Deckel und Box viele, viel einfacher.

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Hast Du auch eine Liste im Kopf mit all den Dingen die Du im Leben noch tun möchtest? Meine Liste ist wahrscheinlich fast schon so alt wie ich, verändert sich laufend und wird immer länger und länger. Auf diesem inneren Zettelchen stehen viele kleine, ein paar große und ein paar RIESENgroße Wünsche und Träume. Manche sind schon abgehakt, andere durchgestrichen weil sie irgendwann doch nicht mehr so wichtig und schön klangen, und bei wiederum anderen wird fleißig an der Erfüllung und Umsetzung gearbeitet. Und weil meine Liste fast schon ein Buch füllen könnte, mache ich jetzt einfach eines daraus…

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Passend zu meiner Zeitkapsel-Schatzkiste gibts nun auch ein Büchlein damit keiner der Träume und Wünsche in Vergessenheit gerät. Im ebenfalls mit Stoff eingebundenen Notizheft stehen nun fein säuberlich aufgelistet, skizziert oder geklebt die großen und kleinen Träume. Und wenn einer in Erfüllung geht wandert ein kleines Erinnerungsstück daran in die „Zeitkapsel“. Das Notizheft habe ich nach dem Einbinden in Stoff noch mit Stoffblümchen und Pailletten beklebt und schon allein ein Lese-Bad in all den Träumen und Sehnsüchten fühlt sich wunderbar an…

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Ein erster Zeitkapsel-Schatz liegt schon drin. Ein paar Jahre trug ich dieses kleine Schäflein an meinem Schlüsselbund tagein tagaus durch die Gegend. Es sollte mich täglich daran erinnern, dass ich irgendwann einmal mit meiner Familie auf dem Land leben möchte. Und zwar so richtig auf dem Land, mit Tieren, Bauernhöfen und wunderbarer Landschaft drumherum. Und genau dort sitze ich jetzt: in einem alten Bauernhaus am Ammersee. Bei uns sind die Katzen, Kühe, Kälbchen und Schafe vor der Haustüre und gefunden haben wir ganz viel lang ersehntes Glück in unseren Herzen. Und während dieser Traum ein Häkchen bekommt, merke ich schon wie der nächste wächst und wächst und wächst…

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Niemand ist besser im Glücksmomente sammeln als Kinder. Und weil das so ist, und ich mir wünsche dass meine Töchter diese Gabe niemals verlieren, durften sie letzte Woche auch ihre eigene Zeitkapsel basteln, zum Sammeln ihrer großen und kleinen Schätze. Es ist so wunderbar anzusehen wie eine 3- und eine 6jährige einfach loslegen. Ohne Konzept und vor allem ohne lästigen Perfektionismus. Und während ich bei meiner Box noch mühsam versuchte die letzten Stofffalten glattzustreichen, klebten sie in wenigen Minuten ein Blütenmeer auf ihre Holzboxen. Für mich sind das dies schönsten Schatzkisten der Welt, weil sie mich schon glücklich machen ohne überhaupt einen Blick auf deren Inhalt zu werfen. Am liebsten würde ich diese 2 Boxen gleich in meine Schatztruhe packen…

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Ein wunderbares Kinderbuch dass unglaublich gut zu den Schatzkisten passt ist „Mein glückliches Leben“ von Rose Lagercrantz und Eva Eriksson (Moritz Verlag). In dem Buch zählt die kleine Dunne, wenn sie nicht einschlafen kann, glückliche Momente an Stelle von Schafen. Liebenswert und klug wird in dem wunderschön illustrierten Buch vom geglückten Leben erzählt, auch dann, wenn dunkle Wolken am Horizont aufziehen. Die lebensbejahende Geschichte ist zutiefst berührend und wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

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Und während ich jetzt täglich meine innere Liste der großen und kleinen Wünsche auf Papier bringe, frage ich mich wovon Du gerade träumst….? Ist es ein großer oder ein kleiner Traum? Ich verrate Dir einen meiner mittelgroßen Wünsche ;-): ich möchte einmal nach Sevedstorp reisen. In dem Zwergenort leben keine 10 Einwohner, trotzdem kennt ihn die ganze Welt. Kennst Du nicht? Kennst du doch, es handelt sich nämlich um Bullerbü der Nordhof, der Mittelhof und der Südhof sehen auch heute noch genauso aus wie in den Bullerbü-Filmen gezeigt. Und da will ich hin! Einmal das Bullerbü-Feeling fühlen und einatmen, uiiiiiii…. das wär schön!

Und du? Wovon träumst Du gerade?

Mit diesem Zitat von Oscar Wilde verabschiede ich mich für heute.

“Es ist wichtig, Träume zu haben, die groß genug sind, dass man sie nicht aus den Augen verliert, während man sie verfolgt.”

Allerliebste Grüße,

*bee

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Miss Shortcut lässt grüßen…

Ach, es gibt so Tage… Da wird man schon früh morgens von einer To-Do-Liste geweckt, die so lang ist, dass man nicht mehr weiß in welchem Jahrzehnt man genau angefangen hat mit dem Aufschreiben. Und dennoch: ich liebe To-Do-Listen, schreibe mir alles auf, weils so schön entlastet und den Kopf frei macht für andere Dinge. Es gibt kaum einen Lebensbereich für den ich keine Abhak-Listen kritzele. Und JA, ich schreibe viele Listen ;-). Das Gefühl Dinge zu erledigen und von meinen Zettelchen zu streichen lässt mich meist hüpfen vor Freude – zumindest innerlich. „Erledigungsfreude“ nennen das die Psychologen – und LIEBE es Dinge zu erledigen! Und zwar möglichst viele davon.

Hin und wieder sehne aber auch ich mich nach einer wohlverdienten Listen-Amnäsie. Die Tage sind zu kurz, die handgeschriebenen Zettel manchmal viel zu lang. Und dann versinke selbst ich „Listen-Liebhaberin“ im Chaos.

Der letzte Freitag war so ein Tag. Mehr Termine als man überhaupt vertragen kann, ein Köfferchen dass für einen Hamburg-Kurztrip gepackt werden will, Wäscheberge in die man sich ohne Weiteres ungebremst aus dem obersten Stockwerk fallen lassen könnte, ein gähnend leerer Kühlschrank der sich bald selber abstellt, hibbelige Kinder die sich auf die Herbstferien freuen und dazwischen eine nervöses Menschlein (C’est moi!) dass verzweifelt alles auf einmal erledigen will…

Im Normalfall ist das letzte wofür ich an solchen Tagen Zeit habe, eine vernünftige Mahlzeit. Und dennoch schaffe auch ich hin und wieder den Absprung. So geschehen an besagtem Freitag.

Und dieses Gericht hat mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt…

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Ich liebe die Küche Südtirols. Und mindestens genauso, oder vielleicht sogar ein klein bisschen mehr, liebe ich würzigen Bergkäse. Und wenn beides in Kombination daherkommt, kann ich unter gar keinen Umständen widerstehen.

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Das Rezept für diese leckeren Käse-Tartelettes stammt aus der aktuellen Ausgabe der LivingAtHome (dort heißen sie „Ofeturli-Tartelettes“). Schon beim Lesen bekam ich ungemeine Sehnsucht nach der kleinen Köstlichkeit, kleiner Haken: etwas aufwändig in der Zubereitung. Und dennoch wurde dieses Gericht im Handumdrehen mein LifeSaver of the Day!

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In meinen paar Lebensjährchen gab es schon so manchen Spitznamen für mich (*bee ist nur einer davon ,-) ). Den Nickname „Miss Shortcut“ habe ich mir mühsam in den letzten 6 Jahren verdient. Seit ich eine Mama bin habe ich wesentlich weniger Zeit zum Kochen, lege aber gleichzeitig viel, viel mehr Zeit aufs Essen… Und um beides so gut wie möglich miteinander zu vereinbaren, müssen ein paar Abkürzungen (Shortcuts) her…

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Wichtigster Shortcut und damit im Nu fertig: den selbstgemachten Kartoffelteig habe ich durch einen fertigen Kartoffelknödel-Teig aus dem TK-Regal ersetzt. Schmeckt lecker und die Tartelettes sind viel schneller fertig. Alle anderen Zutaten werden zusammen gemischt und anschließend gemeinsam in den Ofenförmchen gebacken.

Dazu gab es einen Baby-Spinat-Salat mit Stiefmütterchen, denn diese gehöhren zu den Blüten die essbar sind. Wichtig: Die Blumen sollten entweder aus dem eigenen Garten oder vom Gärtner als ungespritzte Pflanzen stammen.

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So, und falls Du nun entweder einen schnellen kleinen Lebensretter wie diesen gebrauchen kannst, oder Dich einfach nur auf ein leckeres Gericht freust: hier kommt das Rezept:

Bergkäse-Tartelettes (für 4 Hungrige oder für 6 Personen als Vorspeise/Beilage):

Entweder eine große oder 6 kleine Ofenförmchen buttern. Eine Packung Kartoffel-Knödelteig aus dem TK-Regal in die Förmchen drücken so dass der Boden bedeckt ist und ein Rand entsteht.

Backofen auf 200 Grad (Umluft 180 Grad) vorheizen. Für die Füllung 2 Zwiebeln in kleine Würfel schneiden. Zwiebel in 1 EL Butter mit etwa 100 g Speckwürfeln leicht anbraten (etwa 5 Minuten). In eine Schüssel geben und leicht abkühlen lassen. Anschließend 100 g geriebenen, kräftigen Bergkäse hinzugeben und miteinander vermengen. Gleichmäßig auf die Tartelettes verteilen. 4 Eier mit 200 g Schmand und 100 ml Vollmilch glatt verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen. Gleichmäßig über die Tartelettes schütten und im Backofen ca. 20 – 30 Minuten goldbraun backen.

Baby-Spinat waschen, trocken schleudern und mit einer Vinaigrette aus Essig, Öl, körnigem Senf und Salz & Pfeffer vermischen. Essbare Blüten (z.B. Stiefmütterchen) darüberstreuen und zu den Bergkäse-Tartelettes servieren.

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Die Tartelettes waren so unbeschreiblich köstlich, dass sie es sogar geschafft haben mir den wirren Kopf an diesem Tage wieder etwas gerader zu rücken. So einfach kann dies manchmal gehen… Der Tag fand einen schönen Abschluss und das Restwochenende war wunderbar ;-). Und noch was: die Tartelettes schmecken auch am nächsten Tag kalt sehr, sehr gut. Einfach abdecken und im Kühlschrank aufbewahren.

Und wie steht’s mit Dir? Bist Du eine Listen-Schreiberin oder eine Listen-Verweigerin? Und wie schaffst Du es einen verkorksten Tag doch noch zu einem wunderbaren Tag werden  zu lassen? Tips und Rezepte  welcome!

Habt’s schön Ihr Lieben,

*bee

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Ich glaub’s nicht…

…es schneit! Unglaublich, aber der erste Schnee rieselt vom Himmel, meine Kinder kleben aufgeregt mit ihren Näschen an der Fensterscheibe – man könnte meinen es seien die ersten Schneeflocken ihres Lebens. Und ich bin absolut fassungslos. Von mir aus kann der Wintereinzug noch ein klein wenig warten, ich bin noch nicht so weit. Die Winterschuhe und -jacken sind noch nicht mal ausgepackt und frag mich jetzt bloß nicht in welchem Umzugskarton die nochmal waren…

Heute Abend übe ich mich in froher Winter-Ignoranz und klicke mich durch viele, viele Urlaubsbilder. Und dann mach ich’s mir und Dir nochmal warum ums Herz, wenn Du magst…

Dieses DIY wollte ich eigentlich schon lange gezeigt habe, es ist wohl untergegangen in den Umzugsvorbereitungen…

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Ein Picknickkorb zum Wintereinbruch? Unpassend findest Du? Neeee, überhaupt nicht! Picknicken kann man immer… egal welche Jahreszeit da draußen gerade tobt. Und picknicken im Sommer kann ja schließlich jeder, während ein Picknick im Herbst oder Winter einen ganz besonderen Charme hat. Und wenn Du noch keinen passenden Picknickkorb hast, dann ist dieser im Nu gezaubert.

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Alles was Du für dieses Picknick-Set benötigst ist ein großer Korb, ein bisschen Innenleben für den Korb (Teller, Gläser oder Tassen, Besteck, (Stoff-)Servietten, ein Holzbrett, etc.), 2 alte Ledergürtel sowie eine Decke und 2 Kissen um es sich überall gemütlich machen zu können – das kann im Herbst oder Winter auch eine schöne Parkbank sein.

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Für unser Sommerpicknick am Badesee habe ich mit den Kindern noch ein kleines Bott aus Zweigen, Paketschnur und ein paar Stoffresten für das Segel gebaut.

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Den Picknickkorb einfach mit dem Geschirr sowie den Leckereien füllen und einen der beiden Gürtel entweder durch die vorhandenen Tragegriffe oder durch das Korb-Geflecht fädeln und zuschnüren. Der Gürtel kann nun als Trageriemen verwendet werden. Mit Decke und Kissen ebenso verfahren, so lassen sich die Picknick-Utensilien einfacher tragen.

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Und während im Sommer Salat, Käse und Früchte im Korb landen, braucht man im Herbst genügend Warmhalte-Gefäße für eine leckere Suppe, warmen Kakao mit Marshmallows, belegte Brötchen, etc. Oder wie wärs mit einem Schokofondue im Schnee? Dafür gibt es kleine Fonduesets, die mit einer Kerze betrieben werden. Dafür braucht man ein klein wenig Geduld und keinen Bärenhunger, aber dann klappts ganz gut.

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Und wie machst Du Dir gerade warme Gedanken? Und was darf bei Deinem Herbst- oder Winterpicknick auf gar keinen Fall fehlen? Ich freue mich über jeden Tip.

Allerliebste Grüße,

*bee

Von großen Abenteuern und den Strategien diese zu überleben…

…mein Leben ist zur Zeit ein einzig großer Abenteuerspielplatz. Die Aufregung beginnt schon früh am morgen und obwohl ich todmüde bin, kann ich abends vor lauter Gedankenkarussell trotzdem nicht einschlafen… Viel hat sich verändert in den letzten zwei Wochen (hier hatte ich schon darüber geschrieben). Und als ob das alles nicht schon genug wäre, verpasst mir das Leben auch noch ganz nebenbei  eine ordentliche Lektion im Üben von Geduld. Dass ich  manchmal ziemlich perfektionistisch sein kann, war mir bislang bewusst. Wie unglaublich nervig und kräftezehrend diese Eigenschaft ist, davon hatte ich bislang ja überhaupt keine Ahnung.

Im neue Haus ist soviel noch überhaupt nicht so wie ich es mal haben möchte. Wochen und Monate habe ich stellenweise nichts anderes gemacht als mir das neue Häuschen auf dem Land in den buntesten Farben auszumalen. Raum für Raum wurde vor dem inneren Auge eingerichtet, Möbel wurden wie Tetris-Blöcke hin und her geschoben, es wurde dekoriert und von A bis Z alles durchdacht und geplant. Und obwohl wir die meisten Kisten schon ausgepackt habe, fleißig einräumen, aufräumen, dekorieren und das Haus mit Leben füllen, wird es noch laaaaaange dauern bis alles auch nur annähernd so ist wie es am liebsten gerne hätte. Aber es war wohl an der Zeit diese Lektion zu lernen, und so übe ich mich fleißig in Geduld, setze einen Schritt vor den Anderen, beiße dabei manchmal ordentlich die Zähne zusammen und vertraue darauf dass das Gras nicht schneller wächst wenn ich daran ziehe…

Wunderbare Strategie dieses große Abenteuer zu bewältigen: ich finde langsam wieder etwas Zeit für die schönen Dinge. Und weil  meine Küche bis Oktober eher zum Campen als zum Kochen einlädt, verlagert sich all die kreative Energie vom Kochen und Backen ins Basteln, Werkeln und Nähen.

Und pünktlich zur Einschulung des großen Mädchens wurde im Nu diese Pinnwand für Stundenpläne, Fotos und andere wichtige Dinge gebastelt:

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Am Anfang war ein alter Setzkasten in Form eines Hauses, den ich auf dem Speicher meines Elternhauses entdeckte. So einer aus Holz mit vielen kleinen Fächern, in denen wir früher allerlei Krimskrams sammelten. Im Nu war der Setzkasten eingepackt und wartet nun nur noch weiß lackiert zu werden (wie viele andere Dinge übrigens auch ;-)), dann wird er im Zimmer des großen Kindes einen Ehrenplatz bekommen. Und genau dieser alte Setzkasten inspirierte mich zu den Haus-Pinnwänden.

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Und so hab ich’s gemacht:

Im Baumarkt eine Kork-Platte kaufen. Daheim das Motiv (Haus o.ä.) auf den Kork aufzeichnen und anschließend mit meinem sehr scharfen Messer ausschneiden (manche Kork-Platten lassen sich mit einer sehr scharfen Schere auch schneiden). Die Ränder der Pinnwand nun mit jeweils einem breiten Streifen Gewebeklebeband abkleben. Das stabilisiert die Pinnwand und sorgt dafür, dass der Kork am Rand nicht bröselt. Gewebeband festdrücken und anschließend mit Washi- oder Textiltape verzieren. Für meine Pinnwände habe ich diese wunderschönen Textil-Tapes verwendet. Sie passen wunderbar in das Blümchen-Mädchenzimmer.

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Entspannende Nachmittags-Beschäftigung bislang: mein Milchkaffee und ein paar Minute Ruhe. Das funktioniert nur gerade überhaupt nicht. Das bisschen Koffein putscht mich den ganzen Tag nur noch viel mehr auf, und am Abend wälze ich mich im Bett herum. Die heißgeliebten Kaffeepäuschen werden also seit einigen Tagen auf ruhigere Zeiten vertagt, das ist aber überhaupt nicht schlimm. Ein Ersatzstoff ist schon gefunden: Tee. Am liebsten ohne anregendes Teein und dafür mit köstlichen Kräutern die meinen hibbeligen Körper und Geist entspannen. Gesucht und gefunden: Løvely Night von Løv Organic. Eine neue Tee-Kreation aus besten Bio-Kräutern. Schmeckt süß nach Birne und Zimt, wärmt von Innen und von Außen und die vielen Tee-Päuschen am Tag tun ihre Wirkung. Und so reiht sich dieser Tee ein in eine kleine Auswahl an Lieblingstees. All time favourite und auch ganz neu:

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Der Lindenblüte-Rose Tee von Løv Organic schmeckt süß nach Lindenblüten, Duftet nach Rose und Lavendel und bringt mich im Nu wieder herunter, auf den Boden der Tatsachen. Und so lässt sich auch all das Unperfekte und Halbfertige plötzlich viel, viel besser ertragen.

Ich wünsche Dir ein ganz entspanntes Wochenende. Und wenns bei Dir auch gerade etwas stressiger ist, dann lehn Dich doch auch mal zurück mit einer guten Tasse von Deinem Lieblingstee.

Habt’s alle schön,

*bee

Durchgeplant und bestens organisiert!

In meinem Leben gibt es gerade zwei große Themen: Abschied und Neuanfang. Und irgendwo dazwischen befindet sich eine unbändige Vorfreude auf den Urlaub…

Wir sind gerade dabei dem Stadtleben den Rücken zuzukehren und aufs Land zu ziehen. Dort erwartet uns schon ein schnuckeliges altes Bauernhaus samt Garten, ein neuer Job, Kindergarten, Schule, und, und, und… Ganz schön viel Neuanfang auf einmal finde ich. Und trotz der vielen Abschiede geht für uns ein sehr großer, lang gehegter und liebevoll gepflegter Traum in Erfüllung.

Und weißt Du mit was ich zur Zeit viele meiner täglichen Stunden verbringe? Ich organisiere. Das alte Leben, das neue, meine Kinder, den Umzug, die ersten Schritte in der Heimat und alles was sonst noch organisierbar ist.

Und weil so ein Umzug eine wunderbare Gelegenheit ist um auszumisten und aufzuräumen habe ich kürzlich diesen kleinen Organizer gebastelt. Darin sammele ich alles was sonst im Umzugschaos untergehen würde: kleine Andenken, Rezepte, Zeitungsschnipsel etc. So geht nichts verloren und meine neu gewonnene Ordnung kann sich sehen lassen…

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Ich hatte schon lange vergessen wieviel Kram man so ansammelt mit den Jahren. Aus allen Ecken fliegen sie mir entgegen: die ersten künstlerischen Werke meiner Kinder, Fotos, Postkarten, Briefe, Notizen, Eintrittskarten und, und, und… Einiges davon kommt weg und die ganz besonderen Stücke finden ihren Platz nun in den dekorierten Kuverts.

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Der Mini-Organizer ist schnell gebastelt. Alles was du dafür brauchst ist ein Briefumschlag (gerne etwas größer), buntes Bastel- oder Geschenkpapier, Masking Tape, Aufkleber, kleine Tortenspitze, Kleber, Locher und etwas Garn oder Bakers Twine zum Aufhängen.

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Und so geht’s:
Briefumschlag vorsichtig „auftrennen“ und als Kuvert-Schablone benutzen. 2 Bögen Bastel- oder Geschenkpapier aufeinander kleben, mit der Schablone ein Kuvert darauf zeichnen und ausschneiden. Das Kuvert zusammenkleben. Nun mit Masking-Tape und sonstigem Deko-Material bekleben und verzieren. Den Briefumschlag an der Seite kürzen, an der er normalerweise zugeklebt werden würde. Mit einem Locher dort 2 Löcher stanzen, etwas von dem Garn durchziehen, auf der Rückseite festkleben und fertig ist der erste Mini-Organizer.

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Kennst Du HelloSandwich? Nee, ist nix essbares, sondern der wunderbare Blog der australischen Künstlerin und Grafik Designerin Ebony Bizys, die seit 2010 in Japan lebt und ein berauschendes kreatives Potential hat. Ihren Blog lese ich schon seit einer Weile, ihre DIYs liebe ich (zum Beispiel dieses hier) und seit diesem Jahr gibt es ihre Bastelideen in Buchform auch in deutscher Sprache: „Hello Zakka – Selbst gemachte Kleinigkeiten für einen süßen Alltag“ (Edition Michael Fischer). Von der Geschenkverpackung bis zum Pompon-Armband finden sich viele einzigartige und allesamt EasyPeasy-Projekte in dem Buch.

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Und während ich gerade täglich meine obligatorische EINE Kiste packe, nehme ich mir auch genug Zeit die Urlaubsvorfreude mindestens genauso zu pflegen, wie die Freude aufs neue Leben an anderer Stelle. Im Urlaub lasse ich nur die folgenden Sorgen zu: 1. Bikini oder Badeanzug? 2. Essen gehen oder Grillen? 3. Welches Buch lese ich als nächstes? Und wie schütze ich es vor dem kühlen Nass am Pool, denn woanders wird man mich äußerst selten finden…

Und siehe da, auch hierfür gibt’s von HelloSandwich eine zauberhafte Lösung für das Problem:

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Ich habe ein paar Minuten gebraucht um die Step-by-Step Anleitung im Buch zu verstehen, dafür war das Nähen dann umso leichter. 4 Nähte sind nur nötig, und auch die gelingen notfalls ganz ohne Nähmaschine. Das Nähen der Hülle hat keine 20 Minuten gebraucht, etwas mehr Zeit habe ich anschließend in die Deko drumherum gesteckt ;-).

Es wird ganz sicher nicht das letzte Projekt sein, dass ich aus diesem Buch nachbasteln werde. Und wenn du wissen möchtest welche Bücher in meinen Koffer hüpfen dürfen um mir die Zeit am Pool zu versüßen, dann schau ganz bald wieder vorbei – ich verrate meine Lieblings-Urlaubslektüre. Keep on reading! 😉

Macht’s Euch schön Ihr Lieben,

*bee

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So fein wie der Flügel eines Schmetterlings…

…können Worte manchmal sein, vor allem wenn sie aus einer kleinen Kölner Manufaktur stammen.

Es gibt manchmal Entdeckungen da laufe ich beinahe Gefahr das Erbe meiner ganzen Sippschaft zu verprassen. So geschehen vor kurzem als ich mich eines Nachmittags in diesen Satz verliebte: „Das Glück liebt Dich“. Hach, wer möchte da nicht gleich loslächeln und das schönste Augenfunkeln auspacken dass man zu bieten hat, oder?

Diesen und viele weitere Wortschätze gibts bei no-gallery.com. Und dieser neue Lieblingsspruch hängt jetzt bei mir an der Wand…

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„alles ist gut“ – daran kann man sich gar nicht oft genug erinnern, oder? Und deswegen hängen die 3 schönen Worte nun auch unübersehbar in Neon-Pink an meiner Wand. Und sie machen mich glücklich, wann immer mein Blick darauf fällt.

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Das Designerpaar Elisabeth Rosenkranz und Andreas Burgmann betreiben in Köln ein Atelier mit Online-Shop. Dort findet man neben Lampen aus recycelten Nylonstrümpfen auch über 300 Worte und Schriftzüge aus unterschiedlichen Materialien. Was einst aus Liebe zum geschriebenen Wort entstand entwickelte sich schnell weiter zur hübschen Geschenkidee. Und zu kleinen und großen Glücklichmachern, denn sie hören immer wieder, dass diese Worte einfach glücklich machen und jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Und mir gings ganz genauso.

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Manche Worte berühren einen ganz besonders. Weil sie eine Gänsehaut auf die Haut zaubern, weil sie klingen wie Musik oder wie Meeresrauschen. Und manche Wörter erinnern einen täglich an die wirklich wichtigen Dinge im Leben und holen Dich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. All diese Wörter sammele ich. In Büchern, Notizheften, Bildern, Kissen, Tassen, … Wie schön, dass es nun auch eine hübsche Möglichkeit gibt sich die Wunschwörter in Holz sägen und in der Wunschfarbe lackieren zu lassen, um sie dann an der Lieblingswand aufzuhängen.

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Über meinem Sofa würde stehen „Alles ist hier„, in der Küche „Honigbrot„, auf dem Flur „Vogelgezwitscher„, in den Kinderzimmern „Dreikäsehoch„, im Badezimmer „Badetag„, an der Eingangstür „Hier spielt das Leben“ und über meinem Bett möchte ich gerne „Gedankenpause“ lesen…

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Und welche Lieblingsworte würdest Du gerne wo lesen?

Auf no-gallery.com kannst Du Dir Deinen Wortwunsch anfertigen lassen, und vielleicht hast Du ja Glück und deine Idee wird ins Sortiment aufgenommen, dann gibts den ersten Entwurf als kleines Dankeschön-Geschenk.

In diesem Sinne „alles ist gut“.

Habt’s alle schön,

*bee

PS: Die glückliche Gewinnerin für das Notizbuch von persönlicherkalender.de findest Du hier (am Ende des Posts!).

Sammelleidenschaften und ein kleines GiveAway…

Es gibt die verrücktesten Sammelleidenschaften… Briefmarken, Sand, Bücher, Servietten, feines Porzellan, kitschige Bärchen, und, und, und…. Ich sammele auch. Neben Küchenutensilien und Kochbüchern (davon kann man nie, nie, niemals! genug haben) horte ich am allerliebsten Gedanken und Ideen. Diese werden meist ausgeschnipselt, skizziert, geklebt oder in geschriebener Form in einem meiner tausend Notizbücher verewigt. Ich liebe es alles festzuhalten was schön ist, dann kann ich es wiederfinden wenn ich es brauche. Und weil ich all diese Büchlein aufhebe stelle ich mich immer vor wie ich als alte Oma durch all die bunten Notizbücher blättere und mich über all die haltbar gemachten Erinnerungen freue… Schööön 😉 …

Seit ein paar Tagen hat sich in meine hübsche Notizbuch-Sammlung ein ganz  besonderes Büchlein hineingeschlichen…

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Ich platze immer noch vor Freude wenn ich es auf meinem Schreibtisch liegen sehe, es in die Hand nehme und die vielen leeren Seiten mit Leben fülle. So ungefähr, nur noch viel, viel stärker,  muss es sich wohl anfühlen wenn ein frisch gebackener Autor sein erstes Buch in den Händen hält… Sowas habe ich natürlich nicht mal annähernd vollbracht, aber mein feines, persönliches Notizbuch lässt mich ahnen wie schön das Gefühl sein mag…

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Das Notizbuch löst meine lose Blättersammlung von unzähligen Rezepten ab… Bislang flogen die meist mehr oder weniger geordnet in einer Sammelmappe herum. Jetzt habe ich ein hübsches Büchlein dafür mit viel Platz zum einkleben, schreiben und ergänzen.

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Und weil geteilte Freude die größte Freude ist, habe ich heute etwas für Dich…

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In Kooperation mit persoenlicherkalender.de darf ich heute eines dieser schönen Notizbücher verlosen. Der Gutschein gilt für jede verfügbare Größe. In wenigen und sehr einfachen Schritten kannst Du Dir Dein eigenes persönliches Notizbuch in wenigen Minuten zusammenstellen. Neben der Größe, der Farbe des Einbandes oder persönliche Fotos für das Cover, kannst Du Dir auch das Innenleben des Notizbuches so gestalten wie Du es haben möchtest und ganz so wie es zu dir passt. Möchtest Du Linien oder lieber Karos? In welcher Farbe sollen die Seiten gestaltet werden? Und wie sollen Lineal und Gummiband aussehen? Geschützt wird das Notizbuch mit einem transparenten Kunststoffumschlag. Schön, ne?

Die Teilnahme an diesem Gewinnspiel ist genauso easypeasy… Einfach bis zum 30. Juni 2013 (Sonntag, 23:59 Uhr) EmmaBee auf Facebook liken oder wenn du das schon längst getan hast, dann den Post teilen und schon hüpfst Du in den Lostopf (Teilnehmer sollten mind. 18 Jahre alt sein!).

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Und wenn Du Lust hast und mir eine kleine oder große Freude machen willst, dann verrate mir doch was du mit einem eigenen persönlichen Notizbuch machen würdest? Rezepte sammeln, Traumurlaub planen, Tagebuch schreiben, Kinder-Andekdoten verewigen oder ein Lebensprojekt planen? Ich bin ja sooooo gespannt…

Seid alle lieb gegrüßt und macht’s Euch schön!

*bee

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Nachtrag vom 2.7.2013

Der Zufallsgenerator wurde angeworfen, die Gewinnerin für ein hübsches Notizbuch von persönlicherkalender.de steht fest: Herzlichen Glückwunsch, liebe PatiDin. Bitte melde Dich per Email (emmabee@web.de) bei mir. Viel Freude damit!

Meine liebste Zeit im Jahr…

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…macht die Seele frisch und frei.“ Kennst Du das Gedicht von Herman Adam von Kamp? Als Mai-Kind bin ich mit diesem Gedicht aufgewachsen und liebe es nach wie vor. Nicht nur weil es der Geburtsmonat einer meiner Töchter und mir ist, und auch nicht weil ich vor einigen Jahren im Monat Mai ganz laut und deutlich „JA, ich will“ gesagt habe… Nein, der Mai ist auch einfach nur so eine wunderbare Zeit… Nach einem durchwachsenen April scheint im Mai endlich mal wieder richtig die Sonne. Es duftet nach Flieder, Biergärten und Eisdielen öffnen langsam ihre Pforten, und langsam verlassen auch die Letzten nach und nach ihre Winterquartiere um draußen die ersten warmen Sonnenstrahlen einzufangen. Deswegen liebe ich den Mai! Und deswegen ist der Monat Mai meine liebste Zeit im Jahr…

Nur dieses Jahr kam alles ein wenig anders. Vom schönen Maiwetter war keine Spur, stattdessen hörte der Regen gar nicht mehr auf zu regnen…  Und als ob das nicht schon genug wäre, lieferten sich in meinem kleinen Universum die Monate April und Mai ein wahres Wettrennen im Träume zerplatzen lassen und Angst und Sorge bereiten… Das hätte nun wirklich nicht sein müsse, ihr beiden!

Jetzt wo der Mai mit etwas zeitlicher Verzögerung (im Juni) endlich angekommen zu sein scheint, scheint auch in meiner kleinen Welt endlich wieder die Sonne…

Und auch wenns oft grau und scheußlich war im Wonnemonat habe ich das getan was ist meistens tue wenn mein Leben im Chaos versinkt… Ich räume auf! Alles was mich stört, nicht mehr schön ist und Unbehagen verbreitet muss weichen… Platz machen für schöne Dinge, Ordnung und gute Gedanken!

In den letzten Wochen musste meine kleine Büro-Ecke daran glauben… Ein bisschen Farbe hier, etwas mehr Ordnung da und schon ist’s wieder hübsch und gemütlich geworden im Innen und Außen…

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Ich liebe bunte Klebebänder in allen Varianten. Und so wundert es nicht, dass fast wöchentlich ein paar neue Rollen in meine Sammlung aufgenommen werden. Nur wohin damit? Bislang lagen sie meist gestapelt irgendwo herum, das geht nun bei der Menge nicht mehr, also musste eine geeignete Aufbewahrungsidee her… Und hier ist sie:

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Das Mini-Tape-Schränkchen ist eine einfache Holz-Teebox, die ich mit weißer Acrylfarbe angepinselt habe. Trocknen lassen, aufstellen, Tapes einräumen und FERTIG ist die kleine Vitrine für den Schreibtisch. Wer mag kann das kleine Schränkchen noch dekorativ anmalen oder mit den Klebenbändern bekleben. Ich habe eine Wimpelkette gebastelt und daran befestigt.

Ganz verzückt war ich als ich diesen ewigen Kalender entdeckte… Er ist schön, schlicht, praktisch und mit ihm werde ich sicherlich alt werden, er verjährt nämlich nicht. Und meine Kinder haben großen Spaß daran jeden Tag die Schildchen zu wechseln…

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Der Karten-Kalender stammt von der Designerin Nena Dietz die den wunderbaren Online-Shop Glückssachen betreibt. Die insgesamt 31 Kärtchen lassen sich mit den 4 mitgelieferten Nägeln an einem beliebigen Platz anbringen und täglich wechseln. Auf meinen bunten Schreibtisch passt die schwarz-weiße Version, aber wer’s lieber bunt mag, lässt sich vielleicht von dieser farbenfrohen Version begeistern.

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Die bunte Herzgirlande sind eigentlich Geschenkanhänger und stammen von rosa-cosa. Die Herzen gibt es in zahlreichen Farben und Mustern. Mit Nadel und Faden habe ich sie in wenigen Minuten „aufgefädelt“ und mit etwas Masking-Tape befestigt.

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Mittelwelle ist es Juni, doch das Projekt „Alles neu macht der Mai…“ ist noch lange nicht abgeschlossen… Etwas von dem Mai-Zauber bewahre ich mir, denn es gibt noch viel, viel, viel zu tun… Die nächsten Monate werden aufregend. Viel Veränderung… viel Neubeginn… Schön und fürchterlich aufregend! 😉

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Und während ich mich jetzt wieder an die Arbeit für die nächsten großen und kleinen Veränderungen mache, frage ich mich welches denn eigentlich Dein Lieblingsmonat ist? Und warum?

Lass’t Euch gut gehen und bis zum nächsten Mal,

*bee

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