Girls tooled up!

Dieser Post geistert schon soooo lange in meinem Kopf herum, und ich freue mich ihn jetzt endlich zu schreiben! Und das beste daran: es die Fortsetzung ist schon geplant, weil dieser Post ist nur der Anfang.

Ich bin eine Self-made Woman, liebe es anzupacken und bin unsagbar stolz wenn ich mich etwas getraut habe, dass eigentlich eine Nummer zu groß schien. Seit ich denken kann tue ich die Dinge am liebsten bei denen ich  mit meinen Händen etwas erschaffen kann, etwas dass man nach getaner Arbeit in der Hand halten oder zumindest bewundern kann. Als Kind verbrachte ich so manche Stunde in der Kürschner-Werkstatt meiner Großeltern, schaute zu, bastelte Dinge aus Fellresten und probierte alles aus was mir gerade in den Sinn kam. So muss es seinen Anfang genommen habe…

Egal ob Puppenhaus, Kinder-Sekretär oder Mini-Homeoffice, ich habe gelernt gutes Werkzeug zu schätzen. Werkzeug ist aber nicht gleich Werkzeug: manches ist unsinnig, manches nicht mehr wegzudenken und um meine Erfahrungen und Tips mit anderen DIY-begeisterten Mädels zu teilen, startet heute meine neue Serie „Girls tooled up“. In dieser Rubrik stelle ich Euch frauenfreundliche Werkzeug-Basics mit den entsprechenden DIYs vor. Lust? Dann folgt mir Mädels…

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Meine Werkzeug-Ausrüstung bestand lange aus 3 Schraubenziehern und der Bohrmaschine meines Mannes, die er einst von seinem Opa (oder war es der Ur-Opa? 😉 )  geerbt hatte. Gefühlte 120-kg schwer und 1000 Jahre alt. Beim Bohren riskierte man jedesmal einen Monster-Muskelkater oder den völligen Gehörverlust. Oder beides. Mit der Zeit füllte sich der eigens angeschaffte Werkzeugkoffer aber schön langsam und mittlerweile denke ich sogar schön  über einen einen Werkzeug-Schrank für mein umfangreiches und ständig wachsendes Tool-Set nach.

„Girls tooled up“ startet heute mit einem echten EasyPeasy-Projekt: einer Pinnwand im Stile der Bulletin-Boards wie es sie in den USA meist gibt. Korkpinnwände sind (bis auf wenige Ausnahmen wie diese hier ;-)) Schnee von gestern, die Zettelchensammlung für die Wand darf jetzt auch richtig hübsch daherkommen…

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Die Pinnwand ist schnell und ohne viel Materialaufwand gebaut. Und egal ob Arbeits-, Kinderzimmer oder Küche sie lässt sich für jeden Bereich und in jeder Größe anpassen und gestalten. Du brauchst für die Rückwand eine Pressspanplatte in der gewünschten Größe, Schaumstoff oder Volumenvlies zum Polstern, einen hübschen Stoff zum Beziehen der Pinnwand (an jeder Seite etwa 5 cm breiter als die Spanplatte + einen Rest zum Beziehen der Knöpfe), Schleifenband, Knöpfe und etwas doppelseitiges Klebeband.

Zum Bauen ist kaum Werkzeug notwendig, bis auf diesen kleinen Hauptdarsteller hier:

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Ein Tacker. Noch besser ein Akku-Takker. Lange Zeit habe ich mit einem einfachen Hand-Tacker gearbeitet, das war zum einen sehr mühsam zum anderen war genaues Arbeiten mit so einem Gerät sehr schwierig. Seit geraumer Zeit arbeite ich mit einem Elektro-Tacker, dem PTK 3,6 LI von Bosch. Der Tacker ist klein, handlich und liegt gut in der Hand. Er ist kabelfrei, der Akku entlädt sich dank der Lithium-Ionen-Technologie nicht und das Gerät ist immer einsatzbereit wenn ich es brauche. Und weil so ein Gerät einem dennoch eine gehörige Portion Respekt einflößen kann (wer will schon Tackernadeln in der Hand stecken haben?) beruhigt mich diese Tatsache ungemein: das Gerät ist gegen unkontrollierte Auslösung gesichert. Mit so einem Tacker lässt sich ein ganzes Haus im Nu mit Pinnwänden ausstatten, der Lieblingsstuhl neu beziehen oder kleinere Dekorationsarbeiten erledigen. Wunderbare Tips und Anregungen findest Du auch in der Heimwerker-Community 1-2-do.com.

Guestpost.Bosch 039

Und so wird die Pinnwand gebaut:

1. Schaumstoff oder Volumenvlies auf die Größe der Pressspanplatte zuschneiden und mit etwas doppelseitigem Klebeband  befestigen.

2. Stoff mit der rechten Seite nach unten auf eine gerade Fläche legen und glattstreichen. Spannplatte mit der Schaumstoffseite nach unten auf den Stoff legen, so dass an allen Seiten ein gleiches Stück Stoff übersteht.

3. An einer Seite beginnen und den Stoff über die Spanplatte legen, straff ziehen und mit dem Elektro-Tacker festtackern. Wenn eine Seite fertig ist, mit der gegenüberliegenden Seite fortsetzen, den Stoff dabei richtig festziehen, so dass eine gute Spannung entsteht. Dabei langsam vorgehen und den Stoff immer wieder glattstreichen, so dass sich keine Falten bilden. Alle Seiten festtackern, die Ecken vorsichtig umschlagen und ebenfalls mit dem Tacker so befestigen.

4. Schleifenbänder in der gewünschten Anordnung auf die Pinnwand legen und an jedem Ende mit etwa 5 cm Zugabe abschneiden. Ich habe 2 lange Bänder überkreuzt und 2 weitere kurze Bänder diagonal mit dem Tacker auf der Rückseite befestigt.  Dabei ebenso darauf achten, dass die Bänder mit der nötigen Spannung angebracht werden, damit diese später Zetteln, Fotos usw. genügend halt bieten.

5. Wenn die Bänder auf der Rückseite befestigt wurden, Pinnwand umdrehen und die Stellen an denen die Bänder sich überkreuzen zwei mal (kreuzweise) tackern. Keine Sorge, die Tackernadeln verschwinden später unter den Knöpfen.

6. Knöpfe mit passendem Stoff beziehen. Das dauert nur wenige Minuten. Eine Anleitung findest Du zum Beispiel hier.

7. Die Knöpfe nun entweder an der Pinnwand festnähen oder festkleben (ich habe mich für die schnelle Variante entschieden: Heißkleber).

PicMonkey Collage2

So einfach geht das, probiert es aus! Meine Pinnwand hängt in der Küche und die nächste kommt ins Arbeitszimmer, und soll ein großes Mood-Board werden. Und das nächste Tacker-Projekt ist auch schon in der Planung: ein Kopfteil für mein Bett ist dringend nötig. Die Ideen sind da, der Plan steht die Umsetzung folgt bald.

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So Mädels, das war mein erstes unverzichtbares Girls-Tool. Und wenn du auch so ein DIY-Girl bist wie ich, verrate mir doch was du gerade baust…? Oder bauen willst? Oder gebaut hast?

Ich freue mich.

Allerliebste Grüße,

*bee

Comments

  1. Hej,
    ich bin begeistert, ganz hin und weg, sieht einfach unglaublich toll aus!
    Da kann Mann schauen, wo er bleibt, wenn die Frau selbst den Tacker in die Hand nimmt 🙂

    Glg Marjorie

  2. Hallo,
    die Pinnwand ist ja so zauberhaft geworden,
    daß dieses Projekt nun auch wieder auf meine Liste kommt 😉
    Vielen Dank dafür und liebe Grüße
    Kama

  3. Lenisa Wren says:

    Wirklich eine tolle Idee, das Wandboard, aber auch die neue Rubrik. Ich bin gespannt, was noch so folgt. 🙂

  4. danke dir für die tolle Anleitung, habe ich mir gleich abgespeichert!
    VLG Moni

  5. Ich sags ja immer: selbst ist die Frau.
    Liebe Emma, Deine Pinnwand ist einfach superschön geworden!!
    Liebe Grüße
    Suse.

  6. Soooo, fest entschlossen… Das wird mein Winter-Projekt.
    Die Zeit ist knapp bemessen, ich sammel alles zusammen und freue mich mit dir zu takkern 😉
    Wunderhübsch und in jedem Haushalt nötig!!!
    Allerliebste Grüße – PatiDin

Trackbacks

  1. […] nachzubauende DIYs und gewähre Euch einen kleinen Einblick in meinen Werkzeugschrank. Nach dem ersten DIY wird heute fleißig […]

  2. […] zeige ich euch ein kleines Upcycling-Projekt aus meiner Reihe Girls tooled up! Dort stelle ich seit Ende letzten Jahres immer wieder einfache Bau- und Bastelideen bei denen Frau […]

  3. […] so können diese als Mini-Pinnwand für Lieblingsbilder, Fotos & Co. verwendet werden (ähnlich wie bei dieser Pinnwand). Fenster, Türen, Holzblümchen und Stoffschmetterlinge einfach mit Heißkleber am Puppenhaus […]

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