Ich gönn mir jetzt mal ein Törtchen…

…oder besser gesagt einen Walnuss-Pudding mit lecker Schoko-Soße. Nein, nicht so einen Pudding wie du jetzt vielleicht denkst. Dieser Pudding kommt weder aus der Tüte noch aus dem Kochtopf.

Nein, aus dem Backofen ist er geschlüpft und ist nichts anderes als eine Mischung aus Kuchen und Creme – umwerfend saftig und unverschämt lecker. Und dabei hätte er es fast gar nicht hierher geschafft… Seinen großen Auftritt bekommt dieses leckere Dessert-Gebäck heute nur wegen einem kleinen Küchen-Debakel, denn eigentlich hatte ich vor Euch etwas ganz anderes zu zeigen… An einem französischen Klassiker wollte ich mich probieren… Die Vorfreude war groß, der Appetit unendlich… Noch schnell die letzten Zutaten besorgt und schon gings los… Und zwar ohne Umwege direkt in die Hose! In den ersten Minuten beschlossen Zucker und Butter sich gegen mich zu verschwören und verbrannten gemeinschaftlich zu unangenehm riechenden Klümpchen – bäh! Kurz geärgert und dann beschlossen, dass der Tag heute viel zu schön ist um dem Versuch endlos hinterherzutrauern. Morgen ist auch noch ein Tag und heute wird sich mit dieser Leckerei getröstet…

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Die kleinen Walnusstörtchen lassen sich wunderbar aus dem Förmchen löffeln und mit etwas Nuss-Nougat-Creme getoppt möchte man nach dem ersten mindestens noch ein weiteres essen… oder zwei… oder drei….

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Unter Pudding versteht man hierbei eine im Wasserbad pochierte und sehr saftige Masse. Ich habe bei dem Rezept etwas improvisiert (das Wasserbad habe ich einfach weggelassen, es wäre zu schade gewesen um die hübschen Backförmchen aus Papier 😉 ). Und auch wenn mein Pudding etwas trockener ist als ursprünglich gedacht, tat dies dem Geschmack keinerlei Abbruch.

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Und so gehts:

175 g entrindetes Toastbrot in kleine Würfel schneiden und kurz in ca. 150 ml Milch einweichen. Anschließend evtl. durch ein grobes Sieb passieren (diesen Schritt habe ich ausgelassen – stattdessen habe ich das Toastbrot mit den Händen ordentlich vermatscht ;-)). 80 g Butter mit 1/2 EL Vanillezucker, je einer Prise Zimt und Salz mit dem Mixer schaumig rühren. 3 Eigelbe nach und nach dazugeben. Das passierte Toastbrot (und wer mag 1 cl braunen Rum) dazugeben.

Die 3 Eiweiß mit 60 g Zucker steif schlagen. 80 g geriebene Walnüsse mit 15 g Semmelbrösel vermischen. Eischnee unter die Brotmischung geben und zum Schluss die Nüsse vorsichtig unterheben.

Papierförmchen etwa zu 2/3 mit der Masse befüllen. Im vorgeheizten Backofen (190 Grad, mittlere Schiene) etwa 30 – 40 Minuten backen. Nach ca. 20 Minuten evtl. mit Alufolie abdecken.

Herausnehmen, leicht abkühlen lassen und jedes Walnusstörtchen mit einem Esslöffel Nuss-Nougat-Creme toppen. Warm servieren!

Wer den Walnusspudding im Wasserbad pochieren möchte füllt die Masse nicht in Papier sondern in gebutterte und gezuckerte Metall- oder Porzellanförmchen (Silikonförmchen gehen auch, diese allerdings nur buttern!). Förmchen in eine ofenfeste Auflaufform stellen, kochen heißes Wasser bis ca. zur Hälfte der Förmchenhöhe in die Wanne füllen und wie oben beschrieben backen. Nach der Backzeit sofort stürzen, mit Nuss-Nougatcreme oder Puderzucker warm servieren!

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Das Rezept stammt aus diesem Kochbuch und ist ein herrliches warmes Herbst-Dessert wie ich finde. Und schließlich hat es meinen Nachmittag gerettet. Hach, und die wunderschönen Papierförmchen findest Du in dem zauberhaften Online-Shop von Angela, der Schönhaberei.

Ich starte morgen einen neuen Anlauf mit meinem französischen Klassiker – es gibt Dinge die muss man einmal gegessen und bitteschön auch einmal selber gemacht haben, und dieses Gericht gehört definitv dazu. Ich studiere jetzt mal einschlägige Karamell-Portale und hole mir die letzten Kniffe und Tricks für die Herstellung von DEM perfektem Karamell. Hast Du Tipps für mich? Butter zuerst? Oder doch lieber den Zucker? Ich bin Euch dankbar für jeden Ratschlag.

Allerliebste Grüße,

*bee

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Comments

  1. Mmmh! Lecker und wirklich passend für diese Jahreszeit!
    Liebe Grüße
    Suse

  2. Hallo Bee
    leckeeeeer! Und die Papierförmchen sind einfach ein must have!
    Liebe Grüsse Moni

  3. oh ja karamell kann wirklich ein tückisches biest sein 😉 ein zuckerthermometer ist sehr wichtig wie ich finde, ich hoffe beim nächsten versuch geht alles glatt bei dir 🙂 viele liebe grüße julia

  4. Da bekommt man schon beim lesen Appetit! Danke! ♥

  5. Sieht das lecker aus.

  6. Hihi, also wenn sowas bei einem Küchenpatzer rauskommt, könnte sowas ab und an nochmal passieren ;-). Mit Karamell hab ich auch immer meine Schwierigkeiten. Wenn ich die Pfanne nicht zu heiß mache und den Zucker ohne Rühren schmelzen lasse, dann klappt es meist ganz gut… Viel Glück beim neuen Versuch.
    Liebe Grüße, Daniela

  7. frauknusper says:

    Wie süß sind denn diese Papierförmchen!! Und die Füllung erst… super lecker. 😉

  8. Schöne Papierförmchen, die muss ich auch haben. Das mach jeden Tag ein wenig schöner. LG

  9. Für wieviel kleine Törtchenpuddings reicht das Rezept denn?

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