Schubladendenken…

…ist ja normalerweise nicht so prickelnd. Und trotzdem tun wir es irgendwie alle. Wir vereinfachen uns die manchmal ach so komplizierte Welt indem wir in unserem Köpfen viele, viele Schublädchen anlegen. Große, kleine, schwere und ganz, ganz leichte. Und die füllen wir dann nach und nach und genießen hin und wieder die scheinbare Übersichtlichkeit des Lebens.

Schubladendenken ist aber trotzdem irgendwie doof. Weil sie Grenzen setzen, wo oft keine sind. Und weil sich nichts und niemand in nur eine Schublade stopfen lässt.

Aber warum Denken in Schubladen auch manchmal ganz, ganz wunderbar ist, möchte ich Dir heute mal zeigen. Schau mal…

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Neben meinen vielen Schubladen am Kleiderschrank (die dort tatsächlich für unglaublich viel Übersicht und Ordnung sorgen!) ist dieses kleine ausrangierte weiße Schublädchen ein neues und lieb gewonnenes Accessoires, gefüllt mit Inspirationen und Ideen. Unkonkretes wird konkret, ein Gefühl wird greifbar.

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Abgeschaut habe ich mir diese Idee bei einer wahren Meisterin im Inspirationen und Gefühle bündeln. Der Expertin für Design und Inneneinrichtung gelingt es mit einer wunderbaren Leichtigkeit und einem besonderen Stilgefühl den Nerv der Zeit zu treffen. Als Bloggerin und Buchautorin begeistert sie täglich viele, viele Menschen. Und ich schätze sie ganz besonderes, weil ein halbes Stündchen mit einem ihrer Bücher auf mich immer wie ein Inspirations-Tornado wirkt.

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Die Rede ist von keiner Geringeren als von Holly Becker. Kennst du, klar! Nach „Lust auf Wohnen“ gibt es nun endlich auch wieder Buch-Nachschub von ihr. Entstanden ist ein wunderschöner Ratgeber, Inspirationsführer und Arbeitsbuch: „Wunderbare Wohnideen – 8 Schritte zu einem kreativen Zuhause“ (Callwey).

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Zur Zeit vergeht kein Nachmittag indem das Buch nicht durchgeblättert wird. Meine Ideen für neue Projekte sammele ich dann zum Beispiel in meinem Schublädchen. Und wenn du auch schon viele Ideen für Neu- und Umgestaltungen deiner Wohnung, deines Hauses oder auch einfach nur eines einzelnen Zimmers im Kopf hast, nicht weißt wie und wo du anfangen sollst, dann gibts jetzt ein paar Tips von Holly aus ihrem neuen Buch. Erster Schritt: noch vor dem Ikea-Katalog wälzen, Skizzen machen, Budgetlisten schreiben… werde dir erstmal darüber klar WAS du willst. Denn wenn du das weißt, schaffst du mehr als nur einen Look sondern die eigenen 4 Wände werden so gestaltet, dass sie deine Persönlichkeit wiederspiegeln, du dich wohl fühlst und das Glück hier wohnen kann.

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Hier ein paar zusammengefasste Tips für ein erstes Mood-Board. Alles was du dafür brauchst ist ein Stapel Zeitschriften, Schere, Kleber und evtl. schöne Stoffreste, Bänder, Kleinigkeiten bei denen dein Herz anfängt zu hüpfen… ein schöner Knopf, eine kleine Vase, eine Feder vom letzten Spaziergang am See, …. und eine alte Schublade.

1. Was liebst du? Mach dich auf die Suche nach Dingen die du wirklich liebst: ein Foto von einem besonderen Ort, das Meer, die Sonne, schöne Blumen oder was auch immer…

2. Welchen Duft liebst du ganz besonders? Ist es frisches Gras? Eine bestimmte Blume? Der Duft von firschgewaschener Wäsche? Ein Parfum? Der Duft deines Babies…?

3. Erinnere dich an deine Kindheit? Was hast du besonders geliebt? Wo hast du dich gerne aufgehalten? Wovon hast du geträumt?

4. Wie sieht es in deinem Lieblingrestaurant aus? Welche Athmosphäre herrscht dort? Ist es nur das Essen oder auch ein Gefühl, dass dich immer wieder dorthin zieht?

5. Welches ist dein Lieblingsfilm? Welche Gefühle spricht der Film an? Wie sieht das Film-Setting aus?

6. Was liest du gern? Ein besonderes Buch, eine Zeitschrift, blätterst du gern durch einen bestimmten Katalog?

7. Wo kaufst du gerne ein? In einem ruhigen und übersichtlichen Geschäft? Oder auf dem belebten und farbenfrohen Wochenmarkt?

Mit diesem Gedanken im Kopf habe ich gesammelt, geschnipselt und geklebt. Herausgekommen ist eine kleine Momentaufnahme meiner Ideen. Natürlich kannst Du alle Deine gesammelten Bilder usw. auch auf ein Plakat kleben oder an einer Pinnwand befestigen, eine Schublade hat allerdings den Vorteil, dass sich hier auch Dinge „abstellen“ lassen.

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So, und während ich fleißig weitersammele, klebe und neue Projekte schmiede frage ich mich welcher Raum bei Dir als nächstes daran glauben muss. Und wie du deine Ideen sammelst?

Hab ein wunderschönes und inspirationsreiches Wochenende,

*bee

Comments

  1. Himmel, ist die schön! So eine wundervolle Idee, danke!
    Hab sofort eine menge Umsetzungsideen im Kopf und auch schon eine Schublade parat…

    herzlichst, Jana

  2. ….immer wieder aufs neue begeisterst du mich mit deinen ideen! die schublade ist ja mal wieder der knüller! mein liebstes detail: die herzwimpelkette 🙂 wir haben gerade ganz frisch eine grössere renovierung hinter uns….ein neuer boden. somit bin ich fürs erste befriedigt ;- herzliche waldgrüsse, dunja

  3. … WAS ist DAS denn für eine süße Idee!!!
    Du hast mich jetzt endgültig überzeugt, dass das Buch ein absolutes „must have“ ist
    Nachdem Clara und Vera schon über das Buch gesprochen und geschrieben haben…..
    und DU nun diese tolle „Schublade“ zeigst …. menno toll …. ich bin soooooo entzückt!
    ….das ist sooooo niedlich…
    Ganz zauberhafte Grüße!!! ….. Katja

  4. Sehr schick! ich hätte auch gern so eine Schublade!! Wirklich toll. Ich sammel meine Dekoideen derzeit nur in einem kleinen Mood Book. Habe ich mir selbst gebastelt und fülle es nun mit kreativen Ideen, wie Farben, Zeitungsartikel, designs etc. Leider ist es nur ein buch und man kann sonst nichts weiter kreativ nutzen. Da wäre so eine schublade schon besser. Hier ein Link zur Bastelanleitung, bei Interesse! http://aheartandsoulstory.blogspot.de/2012/06/diy-mood-book.html

  5. Wie süß! Ich habe letztens auch drei Schubladen aus dem Sperrmüll gefischt, die darauf warten, bespaßt zu werden. Leider sind sie nicht ganz so tief, wie Deine. Bei mir dauern solche Projekte ja leider immer etwas länger… Liebe Grüße, Viola

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