Stick to it!

Es gibt Dinge dir kann Dir keiner mehr nehmen. Das ist meist nichts was Du mit den Händen festhalten kannst, sondern nur in Deinen Gedanken. Und natürlich in Deinem Herzen. Besondere Erlebnisse. Einzigartige Momente. Wunderbare Menschen die Dein Leben bereichern. Kennst Du auch, nicht wahr?

Ich trage viele solcher Schätze mit mir herum… Wie Du auch. Und es werden immer mehr, das ist das schönste daran.

Und weil man Glück immer teilen muss um es zu multiplizieren, teile ich heute einen dieser Schätze mit Dir. Oder ein paar… Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

Vielleicht ja damit hier. Mit Mitte 20 bin ich für knapp 2 Jahre in die USA gegangen. Was mich dort erwarten würde kannte ich nur vom Hörensagen… War damals aber egal, denn die Abenteuerlust war viel größer als die Angst. Und da saß ich nun in Philly, mit meinem Schul-Englisch, 2 Koffern mit Habseligkeiten, in einem großen Haus mit 2 amerikanischen Mitbewohnerinnen (hi guys!) und das alles ziemlich weit weg von meinem gewohnten Kosmos. Und was soll ich sagen. ICH LIEBTE ES. Von der ersten bis zur letzten Sekunde. Alles neu. Alle neu. Ich und die anderen. Und das alles habe ich mitgenommen und dieses Gefühl in meinem Inneren konserviert. Und seither hole ich es wieder hervor so oft ich kann. Fast täglich eigentlich. Das ist einer meiner großen Schätze.

Mitgebracht habe ich 100 kg Bücher, gefühlte 634537645 kg Klamotten+Schuhe+Handtaschen, den Mann fürs Leben (ja, dafür muss man manchmal einmal um die halbe Welt reisen!), neue treue Freunde, eine unverkrampftere Sicht auf die Dinge, zwei große heiße Lieben: Philly & New York City. Und dann noch ganz viele neue Sehnsüchte. Nach Plätzen, Gerüchen, Menschen. Und nach Essbarem. In diesen 2 Jahren habe ich nicht nur meinen Horizont sondern auch meine Liste an Leibgerichten erweitert. Und dazu gehören seit ziemlich genau 10 Jahren STICKY BUNS. Yum.

Und seit dem Wochenende ist meine Sticky-Bun-Sehnsucht wieder vorläufig gestillt, denn nach einigen gescheiterten Import-Versuchen, noch mehr mißglückten Back-Szenarien (die Letzten durfte ich von der Heizung abkratzen – wie die da hingekommen sind lassen wir mal lieber) sind mir am Wochenende endlich, endlich, endlich STICKY BUNS gelungen die wie das Ostküsten-Original schmecken. Oder vielleicht sogar noch ein bisschen besser.

Und so gelingen die glücklich-&-selig-mach Sticky Buns im Nu:

250 ml Vollmilch etwas erwärmen und zusammen mit 450 g Mehl, einem Päckchen Trockenhefe, 30 g Zucker, 3 EL Öl und einem Ei vermischen und zu einem glatten Teig kneten. Dabei eventuell noch etwas Mehl dazugeben, falls der Teig noch zu klebrig ist. Teig mit Mehl bestäuben und in einer Schüssel (abgedeckt) ca. eine Stunde gehen lassen.

Währenddessen 100 g braunen Zucker sowie 50 g Butter in einen Topf geben, schmelzen lassen.  Anschließend 2 EL Honig unterrühren. Karamellmasse in eine eckige Auflaufform (mindestens 20×30 cm) oder zwei kleine Springformen geben, schnell glattstreichen und mit 100 g gehackten Wal- oder Pekannüssen bestreuen. Abkühlen lassen.

Hefeteig durchkneten und zu einem Rechteck ca. 1/2 cm dick ausrollen. Mit 50 g weicher Butter bestreichen und einer Mischung aus 75 g Zucker und einem guten Teelöffel Zimt bestreuen. Von der langen Seite aufrollen und mit einem scharfen Messer in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. Die Zimtrollen in die (Karamell-)Auflaufform setzen und dabei etwas Abstand zueinander lassen. Mit einem Tuch zudecken und ca. 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.

Backofen auf 190 Grad (175 Grad Umluft) vorheizen und Sticky Buns anschließend 30-35 Minuten goldbraun backen. Sollte die Oberfläche zu dunkel werden einfach während der Backzeit mit etwas Alufolie abdecken.

Während die kleinen Schneckchen vor-sich-hin-backen, einfach vor dem Backofenfenster Platz nehmen und Zuschauen! UND auch noch ganz, ganz wichtig: langsam ein- und ausatmen. Gaaaaanz langsam, denn nach diesem Duft wird man süchtig. GARANTIERT!

Nach der Backzeit die Sticky Buns aus dem Ofen holen. Den Rand mit einem Messer etwas lösen und die Buns auf eine große Platte oder ein Backblech stürzen. Et voilà!

Die Buns lassen sich übrigens prima am Abend vorbereiten und über Nacht gehen sie dann mit Alufolie abgedeckt im Kühlschrank. Morgens einfach nur den Ofen vorheizen, die süßen Röllchen nochmal ca. 30 Minuten im warmen gehen lassen und anschließend backen! Leeeeeeecker!

Am besten schmecken die Sticky Buns warm. Aufessen ist also Pflicht! Dieses und andere Rezepte findest Du übrigens hier.

Und was für große und kleine Schätze trägst Du so mit Dir herum?

Ich wünsche Dir ein wunderbares Wochenende!

Bis bald,

*bee

PS: Und zum Thema Blog-Fotografie schau hier mal rein ;-).

Comments

  1. OMG ! *bee
    DAS sieht ja so was von lecker aus!!!
    Das wäre schon das zweite Rezept innerhalb von 2 Wochen, was ich bei Dir abgucke, aber ich kann nicht anders!
    Danke dafür!
    Gruß! Katja-Monika

    • liebe katja-monika,
      das sieht nicht nur lecker aus, das DUFTET auch soooooo gut, und SCHMECKEN tun die kleinen dinger…. unbedingt ausprobieren und verrat mir wie du sie fandest…!
      lg,
      *bee

  2. dinchensworld says:

    Hmmm … das hört sich soooooo lecker an .. ich lieeebe Zimt … und ich glaube, das muss ich unbedingt auch probieren!
    Toll!
    Liebste Grüße!
    Dinchen

    • liebes dinchen,
      …hmmmmmm….lass mich ob sich bei dir dann daraus auch eine heiße-sticky-bun-liebe entwickelt… dann wären wir schon mal zwei ;-).
      glg,
      *bee

  3. Ohhhh, dass sieht ja furchtbar lecker aus… Habs mir gleich mal abgespeichert.. Furs Wochenende..fein..

    LG Steffi

  4. Hallöle!
    Ich habe deinen Rat befolgt, und habe mich vor den Backofen plaziert und gaaaanz langsam tief ein- und ausgeatmet!
    Ich habe am Freitag Nachmittag angefangen die Buns vorzubereiten.
    Weil ich leider nur ganz große Auflaufformen oder eben nur ganz kleine Formen hatte, musste ich die „Sache“ aufteilen.
    Am Freitag Abend gab es Buns ohne Nüsse und für Samstag Morgen habe ich dann Buns zu 100% nach deinem Rezept nachgemacht, über Nacht im Kühlschrank geparkt und dann zum Frühstück zubereitet.
    Es war beide Male ein voller Erfolg. Meine Männer waren hin und weg! Ehrlich!
    Beim Stürzen heute früh sind einige Nüsse mit Karamell in der Form geblieben. Die habe ich ganz schnell zusammen gekratzt und auf einem Teller abkühlen lassen.
    Die hatten wir dann heute Nachmittag als „Bonbons“.
    Ich werde das Rezept an meine Apotheken-Mädels abgeben, die sind auch immer auf der Suche, nach etwas Besonderem.
    Ich habe es in meiner Rezepte-Sammlung aufgenommen.
    Ganz lieber Gruß! Auf bald….. Katja-Monika

    • Liebe Katja-Monika,
      Ach, das freut mich sehr!!! Und jetzt habe ich grad so richtig Lust auf Karamell-Bonbons bekommen :-)…
      Liebe Grüße,
      *bee

  5. Liebe *bee,
    das ist ja ein Träumchen!!!
    Zimtschnecken liebe ich ja eh… aber mit Karamell und Nüssen = WOW!!!!
    Wird getestet!!!!
    Liebe Pfingstgrüße
    Melli

Trackbacks

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