…das ist nicht nur ein recht bekannter Spielfilm aus den 50er Jahren, sondern auch eine meiner zuckersüßesten Kindheitserinnerungen. Denn seit ich denken kann werde ich jedes Jahr mit dem blühenden Flieder auf die schönste Art und Weise daran erinnert, dass schon bald ein neues Kerzlein auf meinem Geburtstagskuchen angezündet werden darf. Mein Geburtstagskalender hing sozusagen nicht an der Wand, sondern blühte jedes Jahr aufs Neue in den schönsten Weiß- und Lilatönen im Garten. Das war damals wie heute wunderbar! Und so wundert es mich auch nicht, dass kaum ein Geburtstagsgeschenk mir in Erinnerung geblieben sind, dafür kann man mich mit einer einzigen Fliederblüte und deren Duft betören und unsagbar glücklich machen.
Und weil Geburtstag haben und Geburtstag feiern immer schön ist, gönne ich mir in diesen Tagen all das was das Leben noch schöner, reicher und glücklicher macht… Und ganz nebenbei feiere ich mich ein klein wenig selbst
Und weil der Flieder so eng verwurzelt ist mit mir und meinen schönsten Erinnerungen wandert die wunderhübsche und umwerfend duftende Blüte dieses mal direkt von der Vase ins Trinkglas. Als ich kürzlich in einem Kochbuch ein Rezept für Fliedersirup entdeckte hüpfte mein Herz, denn diese Vorstellung klingt ja ach so wunderbar! Und ein klein wenig schwingt auch die Hoffnung mit so ein klein wenig Kindheit und Geburtstagsvorfreude zu konservieren und damit haltbar zu machen für mehr als nur ein paar kurze Wochen im Jahr.
Gesagt, getan. In meiner Küche stehen nun diese hübschen zart rosafarbenen Fläschchen. Und damit schaffe ich es hoffentlich locker bis zur nächsten Flieder-Saison.
Künftig wird das Lieblings-Sommerabend-Getränk vom Vorjahr hin und wieder auch mal ausgetauscht gegen einen Flink, so heißt der neue Prosecco-Cocktail mit Fliedersirup (Prosecco, Eiswürfel und Fliedersirup).
Und weil so ein süffiger Flieder-Drink noch besser schmeckt wenn er nicht ganz allein daherkommt, habe ich mich auf die Suche begeben nach einem würdigen Begleiter und schwups mit einem click gefunden. Bei Fräulein Klein. Die stellte kürzlich auf ihrem Blog ein Spargel-Pesto vor. Und weil ich kein Gemüse so sehr liebe als grünen Spargel, klang dies wie Musik in meinen Ohren. Spargel trifft Parmesan, Knoblauch, Pinienkerne und Olivenöl. Um sich dann niederzulassen auf einem frischen . Mhhhhhhhhhhhhhhh…..!
In weniger als 15 Minuten war das Spargelpesto fertig und ich muss sagen: dieses Pesto, der Flink und ich gehören zusammen. Für immer und ewig. Gleich morgen werde ich kiloweise grünen Spargel kaufen und zu Pesto verarbeiten, denn schon bald ist auch die Spargelsaison vorbei. Schnief. Wie gut, dass ich nun einen Weg kenne auch die Spargel-Saison etwas zu verlängern.
Und hier kommt das Rezept für das Pesto aus grünem Spargel (auch hier nachzulesen):
500 g grünen Spargel putzen, die holzigen Enden abschneiden (oder abbrechen) und in einem Topf mit kochendem Salzwasser gar kochen. Herausnehmen, sofort für ein paar Minuten in Eiswasser legen (damit die schöne grüne Farbe erhalten bleibt) und abtropfen lassen. 25 g Pinienkerne in einer Pfanne fettfrei rösten und ebenfalls abkühlen lassen. Spargel mit Pinienkernen, einer Knoblauchzehe, 50 g geriebenem Parmesan und Salz und Pfeffer pürieren. Soviel Olivenöl hinzufügen bis eine cremige Masse entsteht. In sterile Einmachgläser füllen, etwas Olivenöl zum konservieren darauf geben und die Gläser fest verschließen. Im Kühlschrank hält sich das Pesto so für mehrere Wochen oder gar Monate und schmeckt ganz wunderbar auf frischem Ciabatta oder Baguette.
Das Rezept für den Fliedersirup habe ich in dem aktuellen Buch “Unsere Landküche – Die schönsten Rezepte für jede Jahreszeit” (Gräfe und Unzer) von Tanja Dusy und Christa Schmedes entdeckt. Die begeisterten Köchinnen und Kochbuchautorinnen aus Leidenschaft haben für dieses Buch viele Familienrezepte aus verschiedenen Regionen zusammengetragen. Meine Lieblinge: das Bärlauch-Schaumomelett mit Parmesan, die Rhabarberwähe oder die Kirchweihnudeln. Viele Klassiker, teilweise leicht und modern interpretiert.
Und hier ist das Rezept für den Fliedersirup:
Die Fliederblüten von 8 – 10 voll aufgeblühten, ungespritzten (am besten dunkelvioletten) Fliederblütendolden von Ungeziefer befreien, aber nicht waschen. Die einzelnen Blüten von den Dolden zupfen. 1 Bio-Zitrone heiß abwaschen, in Scheiben schneiden und mit den Fliederblüten in eine Schüssel geben. 1 1/2 l Wasser mit 1,2 kg Zucker in einen Topf geben und unter Rühren aufkoc hen lassen, bis der Zucker sich völlig aufgelöst hat. Dann noch 2 Minuten sprudelnd kochen und lauwarm abkühlen lassen. 30 g Zitronensäure einrühren und die Mischung über den Flieder gießen. Schüssel mit einem Brett oder Teller abdecken und die Mischung im Kühlschrank 4 Tage ziehen lassen. Den Fliedersirup anschließend durch eine Kaffeefiltertüte gießen, auf sauber ausgespülte Flaschen verteilen, verschließen und kühl aufbewahren.
Das hübsche Verpackungsmaterial für Sirup und Pesto stammt von dem Online Shop RosaCosa.
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Und wer bei RosaCosa den Gutscheincode OHHH eingibt, erhält 10 % auf seine Bestellung.
Und nun bleibt mir nicht mehr übrig als auf das neue Lebensjahr anzustoßen und mir viele große und kleine Wünsche, Glücksmomente und Überraschungen auszumalen. Und dann hüpf ich ins Bett, aber nicht ohne nochmals am Fliederstrauss zu schnuppern.
Habt ein wunderbares Wochenende,
*bee
PS: Pssssst…..! Schaut mal, die Begeisterung für Flieder liegt in der Familie
: Fliederblüten-Fädeln bei Regenwetter.



Ciabatta


























